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Majjhima Nikāya 128 Mittlere Lehrreden 128

Upakkilesasutta Verunreinigungen

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā kosambiyaṁ viharati ghositārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster.

Tena kho pana samayena kosambiyaṁ bhikkhū bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti. Nun waren zu dieser Zeit die Mönche und Nonnen von Kosambī am Zanken und Streiten, sie gerieten aneinander und verletzten einander fortwährend mit scharfen Worten.

Atha kho aññataro bhikkhu yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. Ekamantaṁ ṭhito kho so bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca: Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und berichtete ihm:

“idha, bhante, kosambiyaṁ bhikkhū bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti. „Die Mönche und Nonnen von Kosambī, Herr, sind am Zanken und Streiten, sie geraten aneinander und verletzen einander fortwährend mit scharfen Worten.

Sādhu, bhante, bhagavā yena te bhikkhū tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā”ti. Bitte, Herr, geh aus Anteilnahme zu diesen Mönchen und Nonnen.“

Adhivāsesi bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho bhagavā yena te bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā te bhikkhū etadavoca: Da ging der Buddha zu diesen Mönchen und Nonnen und sagte:

“alaṁ, bhikkhave, mā bhaṇḍanaṁ, mā kalahaṁ, mā viggahaṁ, mā vivādan”ti. „Genug, Mönche und Nonnen! Hört auf, zu zanken, zu streiten, uneins zu sein und aneinander zu geraten.“

Evaṁ vutte, aññataro bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte einer der Mönche zum Buddha:

“āgametu, bhante. „Warte, Herr!

Bhagavā dhammassāmī; Der Buddha, der Herr der Lehre,

appossukko, bhante, bhagavā diṭṭhadhammasukhavihāraṁ anuyutto viharatu; bleibe bitte untätig und verweile in seliger Meditation in diesem Leben.

mayametena bhaṇḍanena kalahena viggahena vivādena paññāyissāmā”ti. Wir werden für dieses Zanken, Streiten, Uneinssein und Aneinandergeraten bekannt sein.“

Dutiyampi kho bhagavā te bhikkhū etadavoca: Zum zweiten …

“alaṁ, bhikkhave, mā bhaṇḍanaṁ, mā kalahaṁ, mā viggahaṁ, mā vivādan”ti.

Dutiyampi kho so bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca:

“āgametu, bhante.

Bhagavā dhammassāmī;

appossukko, bhante, bhagavā diṭṭhadhammasukhavihāraṁ anuyutto viharatu;

mayametena bhaṇḍanena kalahena viggahena vivādena paññāyissāmā”ti.

Tatiyampi kho bhagavā te bhikkhū etadavoca: und zum dritten Mal sagte der Buddha zu diesen Mönchen und Nonnen:

“alaṁ, bhikkhave, mā bhaṇḍanaṁ, mā kalahaṁ, mā viggahaṁ, mā vivādan”ti. „Genug, Mönche und Nonnen! Hört auf, zu zanken, zu streiten, uneins zu sein und aneinander zu geraten.“

Tatiyampi kho so bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca: Zum dritten Mal sagte dieser Mönch zum Buddha:

“āgametu, bhante. „Warte, Herr!

Bhagavā dhammassāmī; Der Buddha, der Herr der Lehre,

appossukko, bhante, bhagavā diṭṭhadhammasukhavihāraṁ anuyutto viharatu; bleibe bitte untätig und verweile in seliger Meditation in diesem Leben.

mayametena bhaṇḍanena kalahena viggahena vivādena paññāyissāmā”ti. Wir werden für dieses Zanken, Streiten, Uneinssein und Aneinandergeraten bekannt sein.“

Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya kosambiṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Kosambī zum Almosengang.

Kosambiyaṁ piṇḍāya caritvā pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto senāsanaṁ saṁsāmetvā pattacīvaramādāya ṭhitakova imā gāthā abhāsi: Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, brachte er seine Unterkunft in Ordnung. Er nahm Schale und Robe und sagte diese Strophen auf, als er eben da stand:

“Puthusaddo samajano, „Viele Stimmen schreien zugleich,

na bālo koci maññatha; doch niemand denkt, er sei der Tor!

Saṅghasmiṁ bhijjamānasmiṁ, Selbst als der Saṅgha sich spaltet,

nāññaṁ bhiyyo amaññaruṁ. denken sie vom andern nicht besser.

Parimuṭṭhā paṇḍitābhāsā, Tölpel, die vorgeben, klug zu sein,

vācāgocarabhāṇino; reden, und ihre Worte treffen ins Aus.

Yāvicchanti mukhāyāmaṁ, Sie plappern beliebig, reißen den Mund auf,

yena nītā na taṁ vidū. und nicht einer weiß, was sie antreibt.

Akkocchi maṁ avadhi maṁ, ‚Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!

ajini maṁ ahāsi me; Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!‘

Ye ca taṁ upanayhanti, Für die, die so hadern,

veraṁ tesaṁ na sammati. kommt der Hass nie zur Ruhe.

Akkocchi maṁ avadhi maṁ, ‚Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!

ajini maṁ ahāsi me; Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!‘

Ye ca taṁ nupanayhanti, Für die, die nicht so hadern,

veraṁ tesūpasammati. kommt der Hass zur Ruhe.

Na hi verena verāni, Denn niemals kommt Hass

sammantīdha kudācanaṁ; durch Hass zur Ruhe;

Averena ca sammanti, durch Liebe kommt er zur Ruhe:

esa dhammo sanantano. Das ist eine Lehre von alters her.

Pare ca na vijānanti, Wenn andere das nicht verstehen,

mayamettha yamāmase; so wollen wir, die wir verstehen,

Ye ca tattha vijānanti, uns in dieser Hinsicht zügeln;

tato sammanti medhagā. denn so werden Spannungen beigelegt.

Aṭṭhicchinnā pāṇaharā, Knochenbrecher und Mörder,

gavassadhanahārino; Diebe von Rindern, Pferden und Vermögen,

Raṭṭhaṁ vilumpamānānaṁ, die, die das Land plündern:

tesampi hoti saṅgati; Selbst sie können zusammenkommen.

Kasmā tumhākaṁ no siyā. Warum also könnt ihr das nicht?

Sace labhetha nipakaṁ sahāyaṁ, Wenn du einen aufgeweckten Gefährten findest,

Saddhiṁ caraṁ sādhuvihāri dhīraṁ; einen bedächtigen Freund für gute Gemeinschaft,

Abhibhuyya sabbāni parissayāni, dann überwinde alle Widrigkeiten

Careyya tenattamano satīmā. und wandere mit ihm, froh und achtsam.

No ce labhetha nipakaṁ sahāyaṁ, Wenn du keinen aufgeweckten Gefährten findest,

Saddhiṁ caraṁ sādhuvihāri dhīraṁ; keinen bedächtigen Freund für gute Gemeinschaft,

Rājāva raṭṭhaṁ vijitaṁ pahāya, dann, wie ein König, der aus seinem eroberten Reich flieht,

Eko care mātaṅgaraññeva nāgo. wandere allein wie ein Elefant in der Wildnis.

Ekassa caritaṁ seyyo, Es ist besser, allein zu wandern;

Natthi bāle sahāyatā; mit Toren gibt es keine Partnerschaft.

Eko care na ca pāpāni kayirā, Wandere allein und tue nichts Schlechtes,

Appossukko mātaṅgaraññeva nāgo”ti. sei unbeschwert wie ein Elefant in der Wildnis.“

Atha kho bhagavā ṭhitakova imā gāthā bhāsitvā yena bālakaloṇakāragāmo tenupasaṅkami. Und als er diese Strophen aufgesagt hatte, als er eben da stand, ging der Buddha zum Dorf der Salzbergwerkskinder,

Tena kho pana samayena āyasmā bhagu bālakaloṇakāragāme viharati. wo sich zu dieser Zeit der Ehrwürdige Bhagu aufhielt.

Addasā kho āyasmā bhagu bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ. Bhagu sah den Buddha von Weitem kommen,

Disvāna āsanaṁ paññapesi udakañca pādānaṁ dhovanaṁ. da richtete er einen Sitz her und stellte Wasser zum Füßewaschen bereit.

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Der Buddha setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz

Nisajja pāde pakkhālesi. und wusch seine Füße.

Āyasmāpi kho bhagu bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Bhagu verbeugte sich vor dem Buddha und setzte sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinnaṁ kho āyasmantaṁ bhaguṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:

“kacci, bhikkhu, khamanīyaṁ, kacci yāpanīyaṁ, kacci piṇḍakena na kilamasī”ti? „Ich hoffe, es geht dir leidlich, Mönch, ich hoffe, du kommst zurecht. Und ich hoffe, du hast keine Schwierigkeiten, Almosen zu erhalten.“

“Khamanīyaṁ bhagavā, yāpanīyaṁ bhagavā, na cāhaṁ, bhante, piṇḍakena kilamāmī”ti. „Es geht mir leidlich, Gesegneter, ich komme zurecht. Und ich habe keine Schwierigkeiten, Almosen zu erhalten.“

Atha kho bhagavā āyasmantaṁ bhaguṁ dhammiyā kathāya sandassetvā samādapetvā samuttejetvā sampahaṁsetvā uṭṭhāyāsanā yena pācīnavaṁsadāyo tenupasaṅkami. Dann leitete der Buddha den Ehrwürdigen Bhagu mit einem Dhammavortrag an, ermunterte ihn, begeisterte ihn und regte ihn an. Darauf erhob er sich von seinem Sitz und brach zum Östlichen Bambuspark auf.

Tena kho pana samayena āyasmā ca anuruddho āyasmā ca nandiyo āyasmā ca kimilo pācīnavaṁsadāye viharanti. Zu dieser Zeit hielten sich die Ehrwürdigen Anuruddha, Nandiya und Kimbila im Östlichen Bambuspark auf auf.

Addasā kho dāyapālo bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ. Der Parkaufseher sah den Buddha von Weitem kommen

Disvāna bhagavantaṁ etadavoca: und sagte zu ihm:

“mā, mahāsamaṇa, etaṁ dāyaṁ pāvisi. „Komm nicht in diesen Park, Asket.

Santettha tayo kulaputtā attakāmarūpā viharanti. Hier leben drei ehrbare Menschen, deren Art es ist, nur das Selbst zu begehren.

Mā tesaṁ aphāsumakāsī”ti. Störe sie nicht!“

Assosi kho āyasmā anuruddho dāyapālassa bhagavatā saddhiṁ mantayamānassa. Anuruddha hörte den Parkaufseher mit dem Buddha sprechen

Sutvāna dāyapālaṁ etadavoca: und sagte zu ihm:

“mā, āvuso dāyapāla, bhagavantaṁ vāresi. „Halte den Buddha nicht zurück, guter Parkaufseher!

Satthā no bhagavā anuppatto”ti. Unser Lehrer, der Gesegnete, ist angekommen.“

Atha kho āyasmā anuruddho yenāyasmā ca nandiyo yenāyasmā ca kimilo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantañca nandiyaṁ āyasmantañca kimilaṁ etadavoca: Dann ging Anuruddha zu Nandiya und Kimbila und sagte zu ihnen:

“abhikkamathāyasmanto, abhikkamathāyasmanto, satthā no bhagavā anuppatto”ti. „Kommt her, Ehrwürdige, kommt her! Unser Lehrer, der Gesegnete, ist angekommen!“

Atha kho āyasmā ca anuruddho āyasmā ca nandiyo āyasmā ca kimilo bhagavantaṁ paccuggantvā Da gingen Anuruddha, Nandiya und Kimbila dem Buddha entgegen, um ihn zu begrüßen.

eko bhagavato pattacīvaraṁ paṭiggahesi, eko āsanaṁ paññapesi, eko pādodakaṁ upaṭṭhapesi. Einer nahm seine Schale und Robe entgegen, einer breitete einen Sitz aus und einer stellte Wasser zum Füßewaschen bereit.

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Der Buddha setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz

Nisajja pāde pakkhālesi. und wusch seine Füße.

Tepi kho āyasmanto bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Diese Ehrwürdigen verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinnaṁ kho āyasmantaṁ anuruddhaṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu Anuruddha:

“kacci vo, anuruddhā, khamanīyaṁ, kacci yāpanīyaṁ, kacci piṇḍakena na kilamathā”ti? „Ich hoffe, es geht euch leidlich, Anuruddha-Gruppe, ich hoffe, ihr kommt zurecht. Und ich hoffe, ihr habt keine Schwierigkeiten, Almosen zu erhalten.“

“Khamanīyaṁ bhagavā, yāpanīyaṁ bhagavā, na ca mayaṁ, bhante, piṇḍakena kilamāmā”ti. „Es geht uns leidlich, Gesegneter, wir kommen zurecht. Und wir haben keine Schwierigkeiten, Almosen zu erhalten.“

“Kacci pana vo, anuruddhā, samaggā sammodamānā avivadamānā khīrodakībhūtā aññamaññaṁ piyacakkhūhi sampassantā viharathā”ti? „Ich hoffe, ihr lebt in Eintracht, mit gegenseitiger Wertschätzung, ohne Streit, mischt euch wie Milch und Wasser und betrachtet einander mit freundlichen Augen.“

“Taggha mayaṁ, bhante, samaggā sammodamānā avivadamānā khīrodakībhūtā aññamaññaṁ piyacakkhūhi sampassantā viharāmā”ti. „Jawohl, Herr, wir leben in Eintracht, mit gegenseitiger Wertschätzung, ohne Streit, mischen uns wie Milch und Wasser und betrachten einander mit freundlichen Augen.“

“Yathā kathaṁ pana tumhe, anuruddhā, samaggā sammodamānā avivadamānā khīrodakībhūtā aññamaññaṁ piyacakkhūhi sampassantā viharathā”ti? „Aber wie tut ihr das?“

“Idha mayhaṁ, bhante, evaṁ hoti: „In diesem Fall, Herr, denke ich:

‘lābhā vata me, suladdhaṁ vata me ‚Ich habe Glück, so großes Glück,

yohaṁ evarūpehi sabrahmacārīhi saddhiṁ viharāmī’ti. dass ich mit geistlichen Gefährten wie diesen zusammenlebe.‘

Tassa mayhaṁ, bhante, imesu āyasmantesu mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca, Ich behandele diese Ehrwürdigen stets liebevoll mit dem Körper, der Sprache und dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.

mettaṁ vacīkammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca,

mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca.

Tassa, mayhaṁ, bhante, evaṁ hoti: Ich denke:

‘yannūnāhaṁ sakaṁ cittaṁ nikkhipitvā imesaṁyeva āyasmantānaṁ cittassa vasena vatteyyan’ti. ‚Warum stelle ich nicht meine eigenen Vorstellungen zurück und folge einfach den Vorstellungen dieser Ehrwürdigen?‘

So kho ahaṁ, bhante, sakaṁ cittaṁ nikkhipitvā imesaṁyeva āyasmantānaṁ cittassa vasena vattāmi. Und so tue ich es.

Nānā hi kho no, bhante, kāyā, ekañca pana maññe cittan”ti. Obwohl unsere Körper verschieden sind, sind wir eins im Geist, so scheint es mir.“

Āyasmāpi kho nandiyo …pe… Und die Ehrwürdigen Nandiya und Kimbila sprachen ebenso. Sie fügten hinzu:

āyasmāpi kho kimilo bhagavantaṁ etadavoca:

“mayhampi kho, bhante, evaṁ hoti:

‘lābhā vata me, suladdhaṁ vata me

yohaṁ evarūpehi sabrahmacārīhi saddhiṁ viharāmī’ti.

Tassa mayhaṁ, bhante, imesu āyasmantesu mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca,

mettaṁ vacīkammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca,

mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ āvi ceva raho ca.

Tassa mayhaṁ, bhante, evaṁ hoti:

‘yannūnāhaṁ sakaṁ cittaṁ nikkhipitvā imesaṁyeva āyasmantānaṁ cittassa vasena vatteyyan’ti.

So kho ahaṁ, bhante, sakaṁ cittaṁ nikkhipitvā imesaṁyeva āyasmantānaṁ cittassa vasena vattāmi.

Nānā hi kho no, bhante, kāyā, ekañca pana maññe cittanti.

Evaṁ kho mayaṁ, bhante, samaggā sammodamānā avivadamānā khīrodakībhūtā aññamaññaṁ piyacakkhūhi sampassantā viharāmā”ti. „So leben wir in Eintracht, mit gegenseitiger Wertschätzung, ohne Streit, mischen uns wie Milch und Wasser und betrachten einander mit freundlichen Augen.“

“Sādhu sādhu, anuruddhā. „Gut, gut, Anuruddha-Gruppe!

Kacci pana vo, anuruddhā, appamattā ātāpino pahitattā viharathā”ti? Aber ich hoffe, ihr lebt beflissen, eifrig und entschlossen.“

“Taggha mayaṁ, bhante, appamattā ātāpino pahitattā viharāmā”ti. „Jawohl, Herr, wir leben beflissen, eifrig und entschlossen.“

“Yathā kathaṁ pana tumhe, anuruddhā, appamattā ātāpino pahitattā viharathā”ti? „Aber wie tut ihr das?“

“Idha, bhante, amhākaṁ yo paṭhamaṁ gāmato piṇḍāya paṭikkamati, so āsanāni paññapeti, pānīyaṁ paribhojanīyaṁ upaṭṭhāpeti, avakkārapātiṁ upaṭṭhāpeti. „In diesem Fall, Herr, breitet der, der zuerst vom Almosengang zurückkommt, die Sitze aus und stellt Trinkwasser und den Abfalleimer bereit.

Yo pacchā gāmato piṇḍāya paṭikkamati—sace hoti bhuttāvaseso, sace ākaṅkhati, bhuñjati; no ce ākaṅkhati, appaharite vā chaḍḍeti apāṇake vā udake opilāpeti—Wenn etwas übrig ist, isst es der, der zuletzt zurückkommt, wenn er will. Andernfalls wirft er es weg an eine Stelle, wo wenig wächst, oder wirft es in Wasser, in dem keine lebenden Geschöpfe sind.

so āsanāni paṭisāmeti, pānīyaṁ paribhojanīyaṁ paṭisāmeti, avakkārapātiṁ dhovitvā paṭisāmeti, bhattaggaṁ sammajjati. Dann räumt er Sitze, Trinkwasser und Abfalleimer weg und fegt den Speisesaal.

Yo passati pānīyaghaṭaṁ vā paribhojanīyaghaṭaṁ vā vaccaghaṭaṁ vā rittaṁ tucchaṁ so upaṭṭhāpeti. Wenn jemand sieht, dass der Krug mit Trinkwasser, Waschwasser oder Wasser für die Latrine leer ist, richtet er ihn her.

Sacassa hoti avisayhaṁ, hatthavikārena dutiyaṁ āmantetvā hatthavilaṅghakena upaṭṭhāpema, na tveva mayaṁ, bhante, tappaccayā vācaṁ bhindāma. Wenn er es nicht schafft, ruft er einen anderen mit einem Handzeichen, und sie heben ihn mit vereinten Kräften. Aber wir fangen deshalb nicht zu sprechen an.

Pañcāhikaṁ kho pana mayaṁ, bhante, sabbarattiṁ dhammiyā kathāya sannisīdāma. Und jeden fünften Tag sitzen wir die ganze Nacht beisammen und sprechen über die Lehre.

Evaṁ kho mayaṁ, bhante, appamattā ātāpino pahitattā viharāmā”ti. So leben wir beflissen, eifrig und entschlossen.“

“Sādhu sādhu, anuruddhā. „Gut, gut, Anuruddha-Gruppe!

Atthi pana vo, anuruddhā, evaṁ appamattānaṁ ātāpīnaṁ pahitattānaṁ viharataṁ uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanaviseso adhigato phāsuvihāro”ti? Aber wenn ihr so beflissen lebt, habt ihr da irgendeinen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreicht, der der Edlen würdig ist, eine unbeschwerte Meditation?“

“Idha mayaṁ, bhante, appamattā ātāpino pahitattā viharantā obhāsañceva sañjānāma dassanañca rūpānaṁ. „Nun, Herr, während wir beflissen, eifrig und entschlossen meditieren, nehmen wir Licht wahr und sehen Bilder.

So kho pana no obhāso nacirasseva antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ; Doch nach kurzer Zeit verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

tañca nimittaṁ nappaṭivijjhāmā”ti. Wir haben noch nicht herausgefunden, was die Basis dafür ist.“

“Taṁ kho pana vo, anuruddhā, nimittaṁ paṭivijjhitabbaṁ. „Nun, ihr müsst herausfinden, was die Basis dafür ist.

Ahampi sudaṁ, anuruddhā, pubbeva sambodhā anabhisambuddho bodhisattova samāno obhāsañceva sañjānāmi dassanañca rūpānaṁ. Vor meinem Erwachen, als ich noch nicht erwacht war, aber zum Erwachen entschlossen, nahm auch ich Licht wahr und sah Bilder.

So kho pana me obhāso nacirasseva antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Doch nach kurzer Zeit verschwand das Licht und das Sehen der Bilder.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da dachte ich:

‘ko nu kho hetu ko paccayo yena me obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānan’ti? ‚Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass mir das Licht und das Sehen der Bilder verschwindet?‘

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da kam mir der Gedanke:

‘vicikicchā kho me udapādi, vicikicchādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Zweifel auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissatī’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel aufkommt.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā, appamatto ātāpī pahitatto viharanto obhāsañceva sañjānāmi dassanañca rūpānaṁ. Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, nahm ich Licht wahr und sah Bilder.

So kho pana me obhāso nacirasseva antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Doch nach kurzer Zeit verschwand das Licht und das Sehen der Bilder.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da dachte ich:

‘ko nu kho hetu ko paccayo yena me obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānan’ti? ‚Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass mir das Licht und das Sehen der Bilder verschwindet?‘

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da kam mir der Gedanke:

‘amanasikāro kho me udapādi, amanasikārādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Verlust des Fokus auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel oder Verlust des Fokus aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘thinamiddhaṁ kho me udapādi, thinamiddhādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kamen Dumpfheit und Benommenheit auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus oder Dumpfheit und Benommenheit aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘chambhitattaṁ kho me udapādi, chambhitattādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Schrecken auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Seyyathāpi, anuruddhā, puriso addhānamaggappaṭipanno, tassa ubhatopasse vaṭṭakā uppateyyuṁ, tassa tatonidānaṁ chambhitattaṁ uppajjeyya; Wie wenn da ein Mensch eine Straße entlangwanderte, und von beiden Seiten sprängen Mörder auf ihn zu. Er würde deshalb von Schrecken gepackt.

evameva kho me, anuruddhā, chambhitattaṁ udapādi, chambhitattādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. Ebenso kam in mir Schrecken auf …

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit oder Schrecken aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘uppilaṁ kho me udapādi, uppilādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Hochstimmung auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Seyyathāpi, anuruddhā, puriso ekaṁ nidhimukhaṁ gavesanto sakideva pañcanidhimukhāni adhigaccheyya, tassa tatonidānaṁ uppilaṁ uppajjeyya; Wie wenn ein Mensch einen Zugang zu einem verborgenen Schatz suchen würde, und auf einmal würde er fünf Zugänge finden! In ihm käme deshalb Hochstimmung auf.

evameva kho me, anuruddhā, uppilaṁ udapādi, uppilādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. Ebenso kam in mir Hochstimmung auf …

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken oder Hochstimmung aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘duṭṭhullaṁ kho me udapādi, duṭṭhullādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Unbehagen auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung oder Unbehagen aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘accāraddhavīriyaṁ kho me udapādi, accāraddhavīriyādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam übermäßige Energie auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Seyyathāpi, anuruddhā, puriso ubhohi hatthehi vaṭṭakaṁ gāḷhaṁ gaṇheyya, so tattheva patameyya; Wie wenn ein Mensch eine Wachtel zu fest in seinen Händen hielte: Sie würde eben da sterben.

evameva kho me, anuruddhā, accāraddhavīriyaṁ udapādi, accāraddhavīriyādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. Ebenso kam in mir übermäßige Energie auf …

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullaṁ, na accāraddhavīriyan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung, Unbehagen oder übermäßige Energie aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘atilīnavīriyaṁ kho me udapādi, atilīnavīriyādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam übermäßig lasche Energie auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Seyyathāpi, anuruddhā, puriso vaṭṭakaṁ sithilaṁ gaṇheyya, so tassa hatthato uppateyya; Wie wenn ein Mensch eine Wachtel zu lose in seinen Händen hielte: Sie würde ihm aus den Händen fliegen.

evameva kho me, anuruddhā, atilīnavīriyaṁ udapādi, atilīnavīriyādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. Ebenso kam in mir übermäßig lasche Energie auf …

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullaṁ, na accāraddhavīriyaṁ, na atilīnavīriyan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung, Unbehagen, übermäßige Energie oder übermäßig lasche Energie aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘abhijappā kho me udapādi, abhijappādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kam Sehnsucht auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullaṁ, na accāraddhavīriyaṁ, na atilīnavīriyaṁ, na abhijappā’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung, Unbehagen, übermäßige Energie, übermäßig lasche Energie oder Sehnsucht aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā …pe… Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte …

tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: kam mir der Gedanke:

‘nānattasaññā kho me udapādi, nānattasaññādhikaraṇañca pana me samādhi cavi. ‚In mir kamen Wahrnehmungen von Vielfalt auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullaṁ, na accāraddhavīriyaṁ, na atilīnavīriyaṁ, na abhijappā, na nānattasaññā’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung, Unbehagen, übermäßige Energie, übermäßig lasche Energie, Sehnsucht oder Wahrnehmungen von Vielfalt aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā, appamatto ātāpī pahitatto viharanto obhāsañceva sañjānāmi dassanañca rūpānaṁ. Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, nahm ich Licht wahr und sah Bilder.

So kho pana me obhāso nacirasseva antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Doch nach kurzer Zeit verschwand das Licht und das Sehen der Bilder.

Tassa mayhaṁ anuruddhā etadahosi: Da dachte ich:

‘ko nu kho hetu ko paccayo yena me obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānan’ti. ‚Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass mir das Licht und das Sehen der Bilder verschwindet?‘

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da kam mir der Gedanke:

‘atinijjhāyitattaṁ kho me rūpānaṁ udapādi, atinijjhāyitattādhikaraṇañca pana me rūpānaṁ samādhi cavi. ‚In mir kam übermäßige Konzentration auf Bilder auf, und deshalb ließ meine Versenkung nach.

Samādhimhi cute obhāso antaradhāyati dassanañca rūpānaṁ. Wenn die Versenkung nachlässt, verschwindet das Licht und das Sehen der Bilder.

Sohaṁ tathā karissāmi yathā me puna na vicikicchā uppajjissati, na amanasikāro, na thinamiddhaṁ, na chambhitattaṁ, na uppilaṁ, na duṭṭhullaṁ, na accāraddhavīriyaṁ, na atilīnavīriyaṁ, na abhijappā, na nānattasaññā, na atinijjhāyitattaṁ rūpānan’ti. Ich werde dafür sorgen, dass in mir nicht wieder Zweifel, Verlust des Fokus, Dumpfheit und Benommenheit, Schrecken, Hochstimmung, Unbehagen, übermäßige Energie, übermäßig lasche Energie, Sehnsucht, Wahrnehmungen von Vielfalt oder übermäßige Konzentration auf Bilder aufkommen.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā, ‘vicikicchā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā vicikicchaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Als ich verstand, dass Zweifel eine Verunreinigung des Geistes ist, gab ich ihn auf.

‘amanasikāro cittassa upakkileso’ti—iti viditvā amanasikāraṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Als ich verstand, dass Verlust des Fokus,

‘thinamiddhaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā thinamiddhaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Dumpfheit und Benommenheit,

‘chambhitattaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā chambhitattaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Schrecken,

‘uppilaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā uppilaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Hochstimmung,

‘duṭṭhullaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā duṭṭhullaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Unbehagen,

‘accāraddhavīriyaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā accāraddhavīriyaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, übermäßige Energie,

‘atilīnavīriyaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā atilīnavīriyaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, übermäßig lasche Energie,

‘abhijappā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā abhijappaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Sehnsucht,

‘nānattasaññā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā nānattasaññaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ, Wahrnehmungen von Vielfalt

‘atinijjhāyitattaṁ rūpānaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā atinijjhāyitattaṁ rūpānaṁ cittassa upakkilesaṁ pajahiṁ. und übermäßige Konzentration auf Bilder Verunreinigungen des Geistes sind, gab ich sie auf.

So kho ahaṁ, anuruddhā, appamatto ātāpī pahitatto viharanto obhāsañhi kho sañjānāmi, na ca rūpāni passāmi; Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, nahm ich Licht wahr, aber sah keine Bilder,

rūpāni hi kho passāmi, na ca obhāsaṁ sañjānāmi: oder ich sah Bilder, aber nahm kein Licht wahr.

‘kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivaṁ’. Und so ging es eine ganze Nacht, einen ganzen Tag, eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da dachte ich:

‘ko nu kho hetu ko paccayo yvāhaṁ obhāsañhi kho sañjānāmi na ca rūpāni passāmi; ‚Was ist der Grund, was ist die Ursache dafür?‘

rūpāni hi kho passāmi na ca obhāsaṁ sañjānāmi—

kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivan’ti.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da kam mir der Gedanke:

‘yasmiñhi kho ahaṁ samaye rūpanimittaṁ amanasikaritvā obhāsanimittaṁ manasi karomi, obhāsañhi kho tasmiṁ samaye sañjānāmi, na ca rūpāni passāmi. ‚Wenn ich den Geist nicht auf die Basis für Bilder richte, sondern auf die Basis für Licht, dann nehme ich Licht wahr und sehe keine Bilder.

Yasmiṁ panāhaṁ samaye obhāsanimittaṁ amanasikaritvā rūpanimittaṁ manasi karomi, rūpāni hi kho tasmiṁ samaye passāmi na ca obhāsaṁ sañjānāmi—Aber wenn ich den Geist nicht auf die Basis für Licht richte, sondern auf die Basis für Bilder, dann sehe ich Bilder und nehme kein Licht wahr.

kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivan’ti. Und so geht es eine ganze Nacht, einen ganzen Tag, eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā, appamatto ātāpī pahitatto viharanto parittañceva obhāsaṁ sañjānāmi, parittāni ca rūpāni passāmi; Als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, nahm ich begrenztes Licht wahr und sah begrenzte Bilder,

appamāṇañceva obhāsaṁ sañjānāmi, appamāṇāni ca rūpāni passāmi: oder ich nahm grenzenloses Licht wahr und sah grenzenlose Bilder.

‘kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivaṁ’. Und so ging es eine ganze Nacht, einen ganzen Tag, eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da dachte ich:

‘ko nu kho hetu ko paccayo yvāhaṁ parittañceva obhāsaṁ sañjānāmi, parittāni ca rūpāni passāmi; ‚Was ist der Grund, was ist die Ursache dafür?‘

appamāṇañceva obhāsaṁ sañjānāmi, appamāṇāni ca rūpāni passāmi—

kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivan’ti.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Da kam mir der Gedanke:

‘yasmiṁ kho me samaye paritto samādhi hoti, parittaṁ me tasmiṁ samaye cakkhu hoti. ‚Wenn meine Versenkung begrenzt ist, dann ist mein Sehen begrenzt,

Sohaṁ parittena cakkhunā parittañceva obhāsaṁ sañjānāmi, parittāni ca rūpāni passāmi. und mit begrenztem Sehen nehme ich begrenztes Licht wahr und sehe begrenzte Bilder.

Yasmiṁ pana me samaye appamāṇo samādhi hoti, appamāṇaṁ me tasmiṁ samaye cakkhu hoti. Aber wenn meine Versenkung grenzenlos ist, ist mein Sehen grenzenlos,

Sohaṁ appamāṇena cakkhunā appamāṇañceva obhāsaṁ sañjānāmi, appamāṇāni ca rūpāni passāmi—und mit grenzenlosem Sehen nehme ich grenzenloses Licht wahr und sehe grenzenlose Bilder.

kevalampi rattiṁ, kevalampi divaṁ, kevalampi rattindivan’ti. Und so geht es eine ganze Nacht, einen ganzen Tag, eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.‘

Yato kho me, anuruddhā, ‘vicikicchā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā vicikicchā cittassa upakkileso pahīno ahosi, Als ich verstand, dass Zweifel,

‘amanasikāro cittassa upakkileso’ti—iti viditvā amanasikāro cittassa upakkileso pahīno ahosi, Verlust des Fokus,

‘thinamiddhaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā thinamiddhaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, Dumpfheit und Benommenheit,

‘chambhitattaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā chambhitattaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, Schrecken,

‘uppilaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā uppilaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, Hochstimmung,

‘duṭṭhullaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā duṭṭhullaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, Unbehagen,

‘accāraddhavīriyaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā accāraddhavīriyaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, übermäßige Energie,

‘atilīnavīriyaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā atilīnavīriyaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi, übermäßig lasche Energie,

‘abhijappā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā abhijappā cittassa upakkileso pahīno ahosi, Sehnsucht,

‘nānattasaññā cittassa upakkileso’ti—iti viditvā nānattasaññā cittassa upakkileso pahīno ahosi, Wahrnehmungen von Vielfalt

‘atinijjhāyitattaṁ rūpānaṁ cittassa upakkileso’ti—iti viditvā atinijjhāyitattaṁ rūpānaṁ cittassa upakkileso pahīno ahosi. und übermäßige Konzentration auf Bilder Verunreinigungen des Geistes sind, gab ich sie auf.

Tassa mayhaṁ, anuruddhā, etadahosi: Ich dachte:

‘ye kho me cittassa upakkilesā te me pahīnā. ‚Ich habe die Verunreinigungen meines Geistes aufgegeben.

Handa dānāhaṁ tividhena samādhiṁ bhāvemī’ti. Nun will ich auf drei Arten Versenkung entwickeln.‘

So kho ahaṁ, anuruddhā, savitakkampi savicāraṁ samādhiṁ bhāvesiṁ, avitakkampi vicāramattaṁ samādhiṁ bhāvesiṁ, avitakkampi avicāraṁ samādhiṁ bhāvesiṁ, sappītikampi samādhiṁ bhāvesiṁ, nippītikampi samādhiṁ bhāvesiṁ, sātasahagatampi samādhiṁ bhāvesiṁ, upekkhāsahagatampi samādhiṁ bhāvesiṁ. Ich entwickelte Versenkung, während ich den Geist ausrichtete und hielt; während ich den Geist nicht ausrichtete, sondern nur hielt; ohne dass ich den Geist ausrichtete oder hielt. Ich entwickelte Versenkung mit Ekstase; ohne Ekstase; mit Hochgefühl; mit Gleichmut.

Yato kho me, anuruddhā, savitakkopi savicāro samādhi bhāvito ahosi, avitakkopi vicāramatto samādhi bhāvito ahosi, avitakkopi avicāro samādhi bhāvito ahosi, sappītikopi samādhi bhāvito ahosi, nippītikopi samādhi bhāvito ahosi, sātasahagatopi samādhi bhāvito ahosi, upekkhāsahagatopi samādhi bhāvito ahosi. Als ich auf diese Arten Versenkung entwickelt hatte,

Ñāṇañca pana me dassanaṁ udapādi, gingen mir Erkennen und Sehen auf:

akuppā me cetovimutti. Ayamantimā jāti, natthi dāni punabbhavo”ti. ‚Meine Freiheit ist unerschütterlich. Das ist meine letzte Wiedergeburt. Künftige Leben wird es jetzt nicht mehr geben.‘“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamano āyasmā anuruddho bhagavato bhāsitaṁ abhinandīti. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Anuruddha die Worte des Buddha.

Upakkilesasuttaṁ niṭṭhitaṁ aṭṭhamaṁ.
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