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Majjhima Nikāya 130 Mittlere Lehrreden 130

Devadūtasutta Götterboten

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Seyyathāpi, bhikkhave, dve agārā sadvārā, tattha cakkhumā puriso majjhe ṭhito passeyya manusse gehaṁ pavisantepi nikkhamantepi anucaṅkamantepi anuvicarantepi; „Wie wenn da, Mönche und Nonnen, zwei Häuser mit Türen stünden. Ein Mensch mit klaren Augen, der zwischen ihnen stünde, könnte sehen, wie Menschen ein Haus betreten oder verlassen und wie sie hin und her gehen.

evameva kho ahaṁ, bhikkhave, dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passāmi cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe, sugate duggate yathākammūpage satte pajānāmi: ‘ime vata bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā; te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā; te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā manussesu upapannā. Ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā; te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā pettivisayaṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā; te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā tiracchānayoniṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā; te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapannā’ti. Ebenso sehe ich mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Ich verstehe, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen: ‚Diese lieben Wesen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt. Diese lieben Wesen hingegen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā nānābāhāsu gahetvā yamassa rañño dassenti: Die Höllenwärter packen jemanden bei den Armen, führen ihn dem König Yama vor und sagen:

‘ayaṁ, deva, puriso amatteyyo apetteyyo asāmañño abrāhmañño, na kule jeṭṭhāpacāyī. ‚Majestät, dieser Mensch hat Mutter und Vater, Asketen und Brahmanen nicht die gebührende Achtung erwiesen und hat die Ältesten in der Familie nicht geehrt.

Imassa devo daṇḍaṁ paṇetū’ti. Seine Majestät mag ihn bestrafen!‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā paṭhamaṁ devadūtaṁ samanuyuñjati samanugāhati samanubhāsati: Dann geht der König Yama ihm nach, dringt auf ihn ein und nimmt ihn über den ersten Götterboten ins Kreuzverhör:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu paṭhamaṁ devadūtaṁ pātubhūtan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht den ersten Götterboten gesehen, der unter den Menschen erschienen ist?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāddasaṁ, bhante’ti. ‚Ich habe nichts gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu daharaṁ kumāraṁ mandaṁ uttānaseyyakaṁ sake muttakarīse palipannaṁ semānan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht unter den Menschen einen kleinen, zarten Säugling gesehen, der in seinen eigenen Ausscheidungen lag?‘

So evamāha: Er sagt:

‘addasaṁ, bhante’ti. ‚Das habe ich gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, tassa te viññussa sato mahallakassa na etadahosi—‚He, Mann, als vernünftiger erwachsener Mensch, ist dir da nicht in den Sinn gekommen:

ahampi khomhi jātidhammo, jātiṁ anatīto. Handāhaṁ kalyāṇaṁ karomi kāyena vācāya manasā’ti? „Auch ich muss geboren werden, Wiedergeburt bleibt mir nicht erspart. Ich tue besser Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist“?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāsakkhissaṁ, bhante, pamādassaṁ, bhante’ti. ‚Ich konnte nicht, Herr. Ich war nachlässig.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, pamādavatāya na kalyāṇamakāsi kāyena vācāya manasā. ‚He, Mann, weil du nachlässig warst, hast du mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan.

Taggha tvaṁ, ambho purisa, tathā karissanti yathā taṁ pamattaṁ. Nun werden sie dich gewiss entsprechend deiner Nachlässigkeit bestrafen.

Taṁ kho pana te etaṁ pāpakammaṁ neva mātarā kataṁ na pitarā kataṁ na bhātarā kataṁ na bhaginiyā kataṁ na mittāmaccehi kataṁ na ñātisālohitehi kataṁ na samaṇabrāhmaṇehi kataṁ na devatāhi kataṁ, tayāvetaṁ pāpakammaṁ kataṁ, tvaññevetassa vipākaṁ paṭisaṁvedissasī’ti. Diese schlechte Tat wurde nicht von deiner Mutter, deinem Vater, deinem Bruder oder deiner Schwester begangen. Sie wurde nicht von deinen Freunden oder Kollegen, deinen Verwandten oder Sippenangehörigen, von den Gottheiten oder von Asketen und Brahmanen begangen. Diese schlechte Tat wurde ganz allein von dir begangen, und du allein wirst ihr Ergebnis erfahren.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā paṭhamaṁ devadūtaṁ samanuyuñjitvā samanugāhitvā samanubhāsitvā dutiyaṁ devadūtaṁ samanuyuñjati samanugāhati samanubhāsati: Dann dringt der König Yama über den zweiten Götterboten auf ihn ein, geht ihm nach und nimmt ihn ins Kreuzverhör:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu dutiyaṁ devadūtaṁ pātubhūtan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht den zweiten Götterboten gesehen, der unter den Menschen erschienen ist?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāddasaṁ, bhante’ti. ‚Ich habe nichts gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu itthiṁ vā purisaṁ vā (…) jiṇṇaṁ gopānasivaṅkaṁ bhoggaṁ daṇḍaparāyanaṁ pavedhamānaṁ gacchantaṁ āturaṁ gatayobbanaṁ khaṇḍadantaṁ palitakesaṁ vilūnaṁ khalitasiraṁ valinaṁ tilakāhatagattan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht unter den Menschen eine alte Frau oder einen alten Mann gesehen – achtzig, neunzig oder hundert Jahre alt –, gebeugt, krumm, auf einen Stock gestützt, beim Gehen zitternd, siech, die guten Jahre hinter sich, die Zähne bröckelig, die Haare grau und schütter oder kahl, die Haut runzelig und die Glieder fleckig?‘

So evamāha: Er sagt:

‘addasaṁ, bhante’ti. ‚Das habe ich gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, tassa te viññussa sato mahallakassa na etadahosi—‚He, Mann, als vernünftiger erwachsener Mensch, ist dir da nicht in den Sinn gekommen:

ahampi khomhi jarādhammo, jaraṁ anatīto. Handāhaṁ kalyāṇaṁ karomi kāyena vācāya manasā’ti? „Auch ich muss alt werden, das Alter bleibt mir nicht erspart. Ich tue besser Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist“?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāsakkhissaṁ, bhante, pamādassaṁ, bhante’ti. ‚Ich konnte nicht, Herr. Ich war nachlässig.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, pamādavatāya na kalyāṇamakāsi kāyena vācāya manasā. ‚He, Mann, weil du nachlässig warst, hast du mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan.

Taggha tvaṁ, ambho purisa, tathā karissanti yathā taṁ pamattaṁ. Nun werden sie dich gewiss entsprechend deiner Nachlässigkeit bestrafen.

Taṁ kho pana te etaṁ pāpakammaṁ neva mātarā kataṁ na pitarā kataṁ na bhātarā kataṁ na bhaginiyā kataṁ na mittāmaccehi kataṁ na ñātisālohitehi kataṁ na samaṇabrāhmaṇehi kataṁ na devatāhi kataṁ, tayāvetaṁ pāpakammaṁ kataṁ, tvaññevetassa vipākaṁ paṭisaṁvedissasī’ti. Diese schlechte Tat wurde nicht von deiner Mutter, deinem Vater, deinem Bruder oder deiner Schwester begangen. Sie wurde nicht von deinen Freunden oder Kollegen, deinen Verwandten oder Sippenangehörigen, von den Gottheiten oder von Asketen und Brahmanen begangen. Diese schlechte Tat wurde ganz allein von dir begangen, und du allein wirst ihr Ergebnis erfahren.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā dutiyaṁ devadūtaṁ samanuyuñjitvā samanugāhitvā samanubhāsitvā tatiyaṁ devadūtaṁ samanuyuñjati samanugāhati samanubhāsati: Dann geht der König Yama ihm nach, dringt auf ihn ein und nimmt ihn über den dritten Götterboten ins Kreuzverhör:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu tatiyaṁ devadūtaṁ pātubhūtan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht den dritten Götterboten gesehen, der unter den Menschen erschienen ist?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāddasaṁ, bhante’ti. ‚Ich habe nichts gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu itthiṁ vā purisaṁ vā ābādhikaṁ dukkhitaṁ bāḷhagilānaṁ sake muttakarīse palipannaṁ semānaṁ aññehi vuṭṭhāpiyamānaṁ aññehi saṁvesiyamānan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht unter den Menschen eine Frau oder einen Mann gesehen, mitgenommen, leidend, schwer krank, in den eigenen Ausscheidungen liegend und darauf angewiesen, von den einen hochgehoben und von den anderen niedergelegt zu werden?‘

So evamāha: Er sagt:

‘addasaṁ, bhante’ti. ‚Das habe ich gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, tassa te viññussa sato mahallakassa na etadahosi—‚He, Mann, als vernünftiger erwachsener Mensch, ist dir da nicht in den Sinn gekommen:

ahampi khomhi byādhidhammo, byādhiṁ anatīto. „Auch ich muss krank werden, Krankheit bleibt mir nicht erspart. Ich tue besser Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist“?‘

Handāhaṁ kalyāṇaṁ karomi kāyena vācāya manasā’ti? So evamāha: Er sagt:

‘nāsakkhissaṁ, bhante, pamādassaṁ, bhante’ti. ‚Ich konnte nicht, Herr. Ich war nachlässig.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, pamādavatāya na kalyāṇamakāsi kāyena vācāya manasā. ‚He, Mann, weil du nachlässig warst, hast du mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan.

Taggha tvaṁ, ambho purisa, tathā karissanti yathā taṁ pamattaṁ. Nun werden sie dich gewiss entsprechend deiner Nachlässigkeit bestrafen.

Taṁ kho pana te etaṁ pāpakammaṁ neva mātarā kataṁ na pitarā kataṁ na bhātarā kataṁ na bhaginiyā kataṁ na mittāmaccehi kataṁ na ñātisālohitehi kataṁ na samaṇabrāhmaṇehi kataṁ na devatāhi kataṁ, tayāvetaṁ pāpakammaṁ kataṁ, tvaññevetassa vipākaṁ paṭisaṁvedissasī’ti. Diese schlechte Tat wurde nicht von deiner Mutter, deinem Vater, deinem Bruder oder deiner Schwester begangen. Sie wurde nicht von deinen Freunden oder Kollegen, deinen Verwandten oder Sippenangehörigen, von den Gottheiten oder von Asketen und Brahmanen begangen. Diese schlechte Tat wurde ganz allein von dir begangen, und du allein wirst ihr Ergebnis erfahren.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā tatiyaṁ devadūtaṁ samanuyuñjitvā samanugāhitvā samanubhāsitvā catutthaṁ devadūtaṁ samanuyuñjati samanugāhati samanubhāsati: Dann dringt der König Yama über den vierten Götterboten auf ihn ein, geht ihm nach und nimmt ihn ins Kreuzverhör:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu catutthaṁ devadūtaṁ pātubhūtan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht den vierten Götterboten gesehen, der unter den Menschen erschienen ist?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāddasaṁ, bhante’ti. ‚Ich habe nichts gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu rājāno coraṁ āgucāriṁ gahetvā vividhā kammakāraṇā kārente—‚He, Mann, hast du nicht unter den Menschen gesehen, wie Könige einen Räuber oder Verbrecher festnehmen ließen und verschiedene Strafen über ihn verhängten –

kasāhipi tāḷente vettehipi tāḷente addhadaṇḍakehipi tāḷente hatthampi chindante pādampi chindante hatthapādampi chindante kaṇṇampi chindante nāsampi chindante kaṇṇanāsampi chindante bilaṅgathālikampi karonte saṅkhamuṇḍikampi karonte rāhumukhampi karonte jotimālikampi karonte hatthapajjotikampi karonte erakavattikampi karonte cīrakavāsikampi karonte eṇeyyakampi karonte baḷisamaṁsikampi karonte kahāpaṇikampi karonte khārāpatacchikampi karonte palighaparivattikampi karonte palālapīṭhakampi karonte tattenapi telena osiñcante sunakhehipi khādāpente jīvantampi sūle uttāsente asināpi sīsaṁ chindante’ti? Auspeitschen, Schläge mit Stock oder Knüppel; Abhacken von Händen, Füßen oder beidem; Abschneiden von Ohren, Nase oder beidem; den ‚Breitopf‘, die ‚Muschelrasur‘, ‚Rāhus Mund‘, den ‚Feuerkranz‘, die ‚brennende Hand‘, die ‚gedrehte Binse‘, den ‚Rindenanzug‘, die ‚Antilope‘, den ‚Fleischhaken‘, die ‚Münzen‘, die ‚Ätzlake‘, den ‚gedrehten Stab‘, die ‚Strohmatte‘; mit heißem Öl übergießen, den Hunden zum Fraß vorwerfen, bei lebendigem Leib pfählen oder den Kopf abschlagen?‘

So evamāha: Er sagt:

‘addasaṁ, bhante’ti. ‚Das habe ich gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, tassa te viññussa sato mahallakassa na etadahosi—‚He, Mann, als vernünftiger erwachsener Mensch, ist dir da nicht in den Sinn gekommen:

ye kira, bho, pāpakāni kammāni karonti te diṭṭheva dhamme evarūpā vividhā kammakāraṇā karīyanti, kimaṅgaṁ pana parattha. Handāhaṁ kalyāṇaṁ karomi kāyena vācāya manasā’ti? „Diejenigen in der Welt, die so Schlechtes tun, erfahren in eben diesem Leben all diese verschiedenen Strafen; was widerfährt ihnen erst in einem anderen? Ich tue besser Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist“?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāsakkhissaṁ, bhante, pamādassaṁ, bhante’ti. ‚Ich konnte nicht, Herr. Ich war nachlässig.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, pamādavatāya na kalyāṇamakāsi kāyena vācāya manasā. ‚He, Mann, weil du nachlässig warst, hast du mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan.

Taggha tvaṁ, ambho purisa, tathā karissanti yathā taṁ pamattaṁ. Nun werden sie dich gewiss entsprechend deiner Nachlässigkeit bestrafen.

Taṁ kho pana te etaṁ pāpakammaṁ neva mātarā kataṁ na pitarā kataṁ na bhātarā kataṁ na bhaginiyā kataṁ na mittāmaccehi kataṁ na ñātisālohitehi kataṁ na samaṇabrāhmaṇehi kataṁ na devatāhi kataṁ, tayāvetaṁ pāpakammaṁ kataṁ, tvaññevetassa vipākaṁ paṭisaṁvedissasī’ti. Diese schlechte Tat wurde nicht von deiner Mutter, deinem Vater, deinem Bruder oder deiner Schwester begangen. Sie wurde nicht von deinen Freunden oder Kollegen, deinen Verwandten oder Sippenangehörigen, von den Gottheiten oder von Asketen und Brahmanen begangen. Diese schlechte Tat wurde ganz allein von dir begangen, und du allein wirst ihr Ergebnis erfahren.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā catutthaṁ devadūtaṁ samanuyuñjitvā samanugāhitvā samanubhāsitvā pañcamaṁ devadūtaṁ samanuyuñjati samanugāhati samanubhāsati: Dann dringt der König Yama über den fünften Götterboten auf ihn ein, geht ihm nach und nimmt ihn ins Kreuzverhör:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu pañcamaṁ devadūtaṁ pātubhūtan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht den fünften Götterboten gesehen, der unter den Menschen erschienen ist?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāddasaṁ, bhante’ti. ‚Ich habe nichts gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, na tvaṁ addasa manussesu itthiṁ vā purisaṁ vā ekāhamataṁ vā dvīhamataṁ vā tīhamataṁ vā uddhumātakaṁ vinīlakaṁ vipubbakajātan’ti? ‚He, Mann, hast du nicht unter den Menschen eine Frau oder einen Mann gesehen, einen, zwei oder drei Tage tot, aufgedunsen, blau verfärbt und verwesend?‘

So evamāha: Er sagt:

‘addasaṁ, bhante’ti. ‚Das habe ich gesehen, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, tassa te viññussa sato mahallakassa na etadahosi—‚He, Mann, als vernünftiger erwachsener Mensch, ist dir da nicht in den Sinn gekommen:

ahampi khomhi maraṇadhammo, maraṇaṁ anatīto. Handāhaṁ kalyāṇaṁ karomi kāyena vācāya manasā’ti? „Auch ich muss sterben, der Tod bleibt mir nicht erspart. Ich tue besser Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist“?‘

So evamāha: Er sagt:

‘nāsakkhissaṁ, bhante, pamādassaṁ, bhante’ti. ‚Ich konnte nicht, Herr. Ich war nachlässig.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā evamāha: König Yama sagt zu ihm:

‘ambho purisa, pamādavatāya na kalyāṇamakāsi kāyena vācāya manasā. ‚He, Mann, weil du nachlässig warst, hast du mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan.

Taggha tvaṁ, ambho purisa, tathā karissanti yathā taṁ pamattaṁ. Nun werden sie dich gewiss entsprechend deiner Nachlässigkeit bestrafen.

Taṁ kho pana te etaṁ pāpakammaṁ neva mātarā kataṁ na pitarā kataṁ na bhātarā kataṁ na bhaginiyā kataṁ na mittāmaccehi kataṁ na ñātisālohitehi kataṁ na samaṇabrāhmaṇehi kataṁ na devatāhi kataṁ, tayāvetaṁ pāpakammaṁ kataṁ, tvaññevetassa vipākaṁ paṭisaṁvedissasī’ti. Diese schlechte Tat wurde nicht von deiner Mutter, deinem Vater, deinem Bruder oder deiner Schwester begangen. Sie wurde nicht von deinen Freunden oder Kollegen, deinen Verwandten oder Sippenangehörigen, von den Gottheiten oder von Asketen und Brahmanen begangen. Diese schlechte Tat wurde ganz allein von dir begangen, und du allein wirst ihr Ergebnis erfahren.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, yamo rājā pañcamaṁ devadūtaṁ samanuyuñjitvā samanugāhitvā samanubhāsitvā tuṇhī hoti. Nachdem König Yama ihn über den fünften Götterboten ins Kreuzverhör genommen hat, schweigt er.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā pañcavidhabandhanaṁ nāma kammakāraṇaṁ karonti—Die Höllenwärter strafen ihn mit der fünffachen Nagelung.

tattaṁ ayokhilaṁ hatthe gamenti, tattaṁ ayokhilaṁ dutiye hatthe gamenti, tattaṁ ayokhilaṁ pāde gamenti, tattaṁ ayokhilaṁ dutiye pāde gamenti, tattaṁ ayokhilaṁ majjheurasmiṁ gamenti. Sie stoßen rot glühende Pflöcke durch beide Hände, beide Füße und mitten durch die Brust.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā saṁvesetvā kuṭhārīhi tacchanti …pe… Die Höllenwärter werfen ihn nieder und zerhacken ihn mit Äxten. …

tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā uddhampādaṁ adhosiraṁ gahetvā vāsīhi tacchanti …pe… Sie hängen ihn kopfüber auf und zerhacken ihn mit Beilen. …

tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā rathe yojetvā ādittāya pathaviyā sampajjalitāya sajotibhūtāya sārentipi, paccāsārentipi …pe… Sie spannen ihn an einen Wagen und treiben ihn vor und zurück über brennende, lodernde, glühende Kohlen. …

tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā mahantaṁ aṅgārapabbataṁ ādittaṁ sampajjalitaṁ sajotibhūtaṁ āropentipi oropentipi …pe… Sie zwingen ihn, einen riesigen Berg von brennenden, lodernden, glühenden Kohlen hinauf- und hinunterzuklettern. …

tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā uddhampādaṁ adhosiraṁ gahetvā tattāya lohakumbhiyā pakkhipanti ādittāya sampajjalitāya sajotibhūtāya. Die Höllenwärter werfen ihn kopfüber in einen rot glühenden Kupferkessel, der brennt, lodert und glüht.

So tattha pheṇuddehakaṁ paccati.

So tattha pheṇuddehakaṁ paccamāno sakimpi uddhaṁ gacchati, sakimpi adho gacchati, sakimpi tiriyaṁ gacchati. Dort kocht er im siedenden Schaum und wird auf und nieder und rundherum geschwemmt.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā mahāniraye pakkhipanti. Die Höllenwärter stoßen ihn in die Große Hölle.

So kho pana, bhikkhave, mahānirayo—Nun, über diese große Hölle:

Catukkaṇṇo catudvāro, ‚Vier Ecken hat sie und vier Tore,

vibhatto bhāgaso mito; ist sauber abschnittsweise aufgeteilt.

Ayopākārapariyanto, Von eisernen Wänden ist sie umgeben,

ayasā paṭikujjito. aus Eisen ist das Dach.

Tassa ayomayā bhūmi, Auch der Boden ist aus Eisen

jalitā tejasāyutā; und brennt mit grimmigem Feuer.

Samantā yojanasataṁ, Die Hitze strahlt für immer

pharitvā tiṭṭhati sabbadā. hundert Meilen im Umkreis.‘

Tassa kho pana, bhikkhave, mahānirayassa puratthimāya bhittiyā acci uṭṭhahitvā pacchimāya bhittiyā paṭihaññati, pacchimāya bhittiyā acci uṭṭhahitvā puratthimāya bhittiyā paṭihaññati, uttarāya bhittiyā acci uṭṭhahitvā dakkhiṇāya bhittiyā paṭihaññati, dakkhiṇāya bhittiyā acci uṭṭhahitvā uttarāya bhittiyā paṭihaññati, heṭṭhā acci uṭṭhahitvā upari paṭihaññati, uparito acci uṭṭhahitvā heṭṭhā paṭihaññati. Nun schlagen in der Großen Hölle Flammen aus den Wänden prallen auf die gegenüberliegende Wand: von Osten nach Westen, von Westen nach Osten, von Norden nach Süden, von Süden nach Norden, vom Boden zur Decke, von der Decke zum Boden.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Hoti kho so, bhikkhave, samayo yaṁ kadāci karahaci dīghassa addhuno accayena tassa mahānirayassa puratthimaṁ dvāraṁ apāpurīyati. Es kommt eine Zeit, nachdem eine sehr lange Zeitspanne vergangen ist, da sich das östliche Tor der Großen Hölle öffnet.

So tattha sīghena javena dhāvati. Da rennt der Mensch, so schnell er kann.

Tassa sīghena javena dhāvato chavimpi ḍayhati, cammampi ḍayhati, maṁsampi ḍayhati, nhārumpi ḍayhati, aṭṭhīnipi sampadhūpāyanti, ubbhataṁ tādisameva hoti. Während er rennt, verbrennen seine äußere Haut, seine innere Haut, sein Fleisch und seine Sehnen, und selbst die Knochen rauchen. Das ist sein Entrinnen.

Yato ca kho so, bhikkhave, bahusampatto hoti, atha taṁ dvāraṁ pidhīyati. Doch wenn er fast den ganzen Weg geschafft hat, schlägt das Tor zu.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Hoti kho so, bhikkhave, samayo yaṁ kadāci karahaci dīghassa addhuno accayena tassa mahānirayassa pacchimaṁ dvāraṁ apāpurīyati …pe… Es kommt eine Zeit, nachdem eine sehr lange Zeitspanne vergangen ist, da sich das westliche Tor der Großen Hölle öffnet …

uttaraṁ dvāraṁ apāpurīyati …pe… das nördliche Tor …

dakkhiṇaṁ dvāraṁ apāpurīyati. das südliche Tor.

So tattha sīghena javena dhāvati. Da rennt der Mensch, so schnell er kann.

Tassa sīghena javena dhāvato chavimpi ḍayhati, cammampi ḍayhati, maṁsampi ḍayhati, nhārumpi ḍayhati, aṭṭhīnipi sampadhūpāyanti, ubbhataṁ tādisameva hoti. Während er rennt, verbrennen seine äußere Haut, seine innere Haut, sein Fleisch und seine Sehnen, und selbst die Knochen rauchen. Das ist sein Entrinnen.

Yato ca kho so, bhikkhave, bahusampatto hoti, atha taṁ dvāraṁ pidhīyati. Doch wenn er fast den ganzen Weg geschafft hat, schlägt das Tor zu.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Hoti kho so, bhikkhave, samayo yaṁ kadāci karahaci dīghassa addhuno accayena tassa mahānirayassa puratthimaṁ dvāraṁ apāpurīyati. Es kommt eine Zeit, nachdem eine sehr lange Zeitspanne vergangen ist, da sich das östliche Tor der Großen Hölle öffnet.

So tattha sīghena javena dhāvati. Da rennt der Mensch, so schnell er kann.

Tassa sīghena javena dhāvato chavimpi ḍayhati, cammampi ḍayhati, maṁsampi ḍayhati, nhārumpi ḍayhati, aṭṭhīnipi sampadhūpāyanti, ubbhataṁ tādisameva hoti. Während er rennt, verbrennen seine äußere Haut, seine innere Haut, sein Fleisch und seine Sehnen, und selbst die Knochen rauchen. Das ist sein Entrinnen.

So tena dvārena nikkhamati. Und er schafft es zum Tor hinaus.

Tassa kho pana, bhikkhave, mahānirayassa samanantarā sahitameva mahanto gūthanirayo. An die Große Hölle schließt sich unmittelbar die große Kothölle an,

So tattha patati. und dort fällt der Mensch hinein.

Tasmiṁ kho pana, bhikkhave, gūthaniraye sūcimukhā pāṇā chaviṁ chindanti, chaviṁ chetvā cammaṁ chindanti, cammaṁ chetvā maṁsaṁ chindanti, maṁsaṁ chetvā nhāruṁ chindanti, nhāruṁ chetvā aṭṭhiṁ chindanti, aṭṭhiṁ chetvā aṭṭhimiñjaṁ khādanti. In dieser Kothölle gibt es Geschöpfe mit nadelspitzen Mäulern, die sich durch die äußere Haut, die innere Haut, das Fleisch, die Sehnen und die Knochen bohren, bis sie ins Mark vordringen und es verschlingen.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tassa kho pana, bhikkhave, gūthanirayassa samanantarā sahitameva mahanto kukkulanirayo. An die Kothölle schließt sich unmittelbar die große Hölle der brennenden Spreu an,

So tattha patati. und dort fällt der Mensch hinein.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tassa kho pana, bhikkhave, kukkulanirayassa samanantarā sahitameva mahantaṁ simbalivanaṁ uddhaṁ yojanamuggataṁ soḷasaṅgulakaṇṭakaṁ ādittaṁ sampajjalitaṁ sajotibhūtaṁ. An die Hölle der brennenden Spreu schließt sich unmittelbar der große Rote Seidenwoll-Wald an. Er ist eine Meile hoch, voller Dornen von einem halben Meter Länge, und brennt, lodert und glüht.

Tattha āropentipi oropentipi. Und dort zwingen sie ihn, hinauf- und hinunterzuklettern.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tassa kho pana, bhikkhave, simbalivanassa samanantarā sahitameva mahantaṁ asipattavanaṁ. An den Roten Seidenwoll-Wald schließt sich unmittelbar der große Schwertblätter-Wald an,

So tattha pavisati. und dort fällt der Mensch hinein.

Tassa vāteritāni pattāni patitāni hatthampi chindanti, pādampi chindanti, hatthapādampi chindanti, kaṇṇampi chindanti, nāsampi chindanti, kaṇṇanāsampi chindanti. Dort schneiden herabgefallene Blätter, die vom Wind aufgewirbelt werden, Hände, Füße oder beides ab; sie schneiden Ohren, Nase oder beides ab.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tassa kho pana, bhikkhave, asipattavanassa samanantarā sahitameva mahatī khārodakā nadī. An den Schwertblätter-Wald schließt sich unmittelbar der große Säurefluss an,

So tattha patati. und dort fällt der Mensch hinein.

So tattha anusotampi vuyhati, paṭisotampi vuyhati, anusotapaṭisotampi vuyhati. Dort wird er flussaufwärts und flussabwärts geschwemmt und sowohl flussauf- als auch flussabwärts.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā balisena uddharitvā thale patiṭṭhāpetvā evamāhaṁsu: Die Höllenwärter ziehen ihn mit einem Haken heraus und stellen ihn auf festen Boden. Sie sagen:

‘ambho purisa, kiṁ icchasī’ti? ‚He, Mann, was willst du?‘

So evamāha: Er sagt:

‘jighacchitosmi, bhante’ti. ‚Ich habe Hunger, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā tattena ayosaṅkunā mukhaṁ vivaritvā ādittena sampajjalitena sajotibhūtena tattaṁ lohaguḷaṁ mukhe pakkhipanti ādittaṁ sampajjalitaṁ sajotibhūtaṁ. Die Höllenwärter öffnen ihm mit einem rot glühenden Eisenpflock gewaltsam den Mund und stecken eine rot glühende Kupferkugel hinein, die brennt, lodert und glüht.

So tassa oṭṭhampi dahati, mukhampi dahati, kaṇṭhampi dahati, urampi dahati, antampi antaguṇampi ādāya adhobhāgā nikkhamati. Sie verbrennt Lippen, Mund, Zunge, Rachen und Magen, bevor sie unten wieder herauskommt und die Eingeweide mitzieht.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā evamāhaṁsu: Die Höllenwärter sagen:

‘ambho purisa, kiṁ icchasī’ti? ‚He, Mann, was willst du?‘

So evamāha: Er sagt:

‘pipāsitosmi, bhante’ti. ‚Ich habe Durst, Herr.‘

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā tattena ayosaṅkunā mukhaṁ vivaritvā ādittena sampajjalitena sajotibhūtena tattaṁ tambalohaṁ mukhe āsiñcanti ādittaṁ sampajjalitaṁ sajotibhūtaṁ. Die Höllenwärter öffnen ihm mit einem rot glühenden Eisenpflock gewaltsam den Mund und gießen geschmolzenes Kupfer hinein, das brennt, lodert und glüht.

Taṁ tassa oṭṭhampi dahati, mukhampi dahati, kaṇṭhampi dahati, urampi dahati, antampi antaguṇampi ādāya adhobhāgā nikkhamati. Es verbrennt Lippen, Mund, Zunge, Rachen und Magen, bevor es unten wieder herauskommt und die Eingeweide mitzieht.

So tattha dukkhā tibbā kharā kaṭukā vedanā vedeti, na ca tāva kālaṁ karoti, yāva na taṁ pāpakammaṁ byantīhoti. Und da erleidet der Mensch schmerzhafte, scharfe, heftige, brennende Gefühle – aber er stirbt nicht, solange diese schlechte Tat nicht erschöpft ist.

Tamenaṁ, bhikkhave, nirayapālā puna mahāniraye pakkhipanti. Die Höllenwärter stoßen ihn zurück in die Große Hölle.

Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, yamassa rañño etadahosi: Es war einmal eine Zeit, da dachte König Yama:

‘ye kira, bho, loke pāpakāni akusalāni kammāni karonti te evarūpā vividhā kammakāraṇā karīyanti. ‚Diejenigen in der Welt, die so Schlechtes tun, erfahren all diese verschiedenen Strafen.

Aho vatāhaṁ manussattaṁ labheyyaṁ. Tathāgato ca loke uppajjeyya arahaṁ sammāsambuddho. Tañcāhaṁ bhagavantaṁ payirupāseyyaṁ. Ach, dass ich doch als Mensch wiedergeboren würde! Und dass ein Klargewordener, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha in der Welt erschiene! Und dass ich dem Buddha meine Aufwartung machen könnte!

So ca me bhagavā dhammaṁ deseyya. Tassa cāhaṁ bhagavato dhammaṁ ājāneyyan’ti. Dass dann der Buddha mich den Dhamma lehrte, und dass ich seine Lehre verstünde.‘

Taṁ kho panāhaṁ, bhikkhave, nāññassa samaṇassa vā brāhmaṇassa vā sutvā vadāmi, api ca yadeva sāmaṁ ñātaṁ sāmaṁ diṭṭhaṁ sāmaṁ viditaṁ tadevāhaṁ vadāmī”ti. Nun, ich sage das nicht, weil ich es von einem anderen Asketen oder Brahmanen gehört habe. Ich sage es lediglich, weil ich es selber erkannt und gesehen habe, mir selber darüber klar geworden bin.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Coditā devadūtehi, „Wenn sie von den Götterboten gewarnt werden,

ye pamajjanti māṇavā; grämen sich diese nachlässigen Kinder Manus

Te dīgharattaṁ socanti, lange Zeit,

hīnakāyūpagā narā. wenn sie zu diesem erbärmlichen Ort gehen.

Ye ca kho devadūtehi, Doch wenn die guten und wahren Menschen

santo sappurisā idha; von den Götterboten gewarnt werden,

Coditā nappamajjanti, vernachlässigen sie nie

ariyadhamme kudācanaṁ. die Lehre des Edlen.

Upādāne bhayaṁ disvā, Sie erkennen die Gefahr im Ergreifen,

jātimaraṇasambhave; auf das Geburt und Tod zurückgehen.

Anupādā vimuccanti, Die Ungebundenen sind befreit

jātimaraṇasaṅkhaye. mit der Auflösung von Geburt und Tod.

Te khemappattā sukhino, Glücklich sind sie, zu sicherem Ort gelangt,

diṭṭhadhammābhinibbutā; in diesem Leben verloschen.

Sabbaverabhayātītā, Über alle Bedrohungen und Gefahren sind sie hinausgelangt

sabbadukkhaṁ upaccagun”ti. und über alles Leiden erhaben.“

Devadūtasuttaṁ niṭṭhitaṁ dasamaṁ.

Suññatavaggo niṭṭhito tatiyo.

Tassuddānaṁ

Dvidhāva suññatā hoti,

Abbhutadhammabākulaṁ;

Aciravatabhūmijanāmo,

Anuruddhupakkilesaṁ;

Bālapaṇḍito devadūtañca te dasāti.
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