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Majjhima Nikāya 137 Mittlere Lehrreden 137

Saḷāyatanavibhaṅgasutta Die Aufgliederung der sechs Sinnesfelder

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“saḷāyatanavibhaṅgaṁ vo, bhikkhave, desessāmi. „Mönche und Nonnen, ich will euch die Aufgliederung der sechs Sinnesfelder lehren.

Taṁ suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“‘Cha ajjhattikāni āyatanāni veditabbāni, cha bāhirāni āyatanāni veditabbāni, cha viññāṇakāyā veditabbā, cha phassakāyā veditabbā, aṭṭhārasa manopavicārā veditabbā, chattiṁsa sattapadā veditabbā, tatra idaṁ nissāya idaṁ pajahatha, tayo satipaṭṭhānā yadariyo sevati yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahati, so vuccati yoggācariyānaṁ anuttaro purisadammasārathī’ti—„‚Die sechs inneren Sinnesfelder müssen verstanden werden. Die sechs äußeren Sinnesfelder müssen verstanden werden. Die sechs Klassen von Bewusstsein müssen verstanden werden. Die sechs Klassen von Kontakt müssen verstanden werden. Die achtzehn Arten des Gedankenkreisens müssen verstanden werden. Die sechsunddreißig Standpunkte der Lebewesen müssen verstanden werden. Gebt dabei, indem ihr euch auf dieses stützt, jenes auf. Der Edle pflegt das Verankern der Achtsamkeit in drei Fällen und ist dadurch ein Lehrer, der würdig ist, eine Gruppe zu unterweisen. Von allen Meditations-Lehrmeistern ist er es, den man den unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, nennt.‘

ayamuddeso saḷāyatanavibhaṅgassa. Das ist der Merksatz für die Aufgliederung der sechs Sinnesfelder.

‘Cha ajjhattikāni āyatanāni veditabbānī’ti—‚Die sechs inneren Sinnesfelder müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

‘Cakkhāyatanaṁ sotāyatanaṁ ghānāyatanaṁ jivhāyatanaṁ kāyāyatanaṁ manāyatanaṁ—Es gibt die Sinnesfelder von Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.

cha ajjhattikāni āyatanāni veditabbānī’ti—‚Die sechs inneren Sinnesfelder müssen verstanden werden.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Cha bāhirāni āyatanāni veditabbānī’ti—‚Die sechs äußeren Sinnesfelder müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

‘Rūpāyatanaṁ saddāyatanaṁ gandhāyatanaṁ rasāyatanaṁ phoṭṭhabbāyatanaṁ dhammāyatanaṁ—Es gibt die Sinnesfelder von Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.

cha bāhirāni āyatanāni veditabbānī’ti—‚Die sechs äußeren Sinnesfelder müssen verstanden werden.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Cha viññāṇakāyā veditabbā’ti—‚Die sechs Klassen von Bewusstsein müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

‘Cakkhuviññāṇaṁ sotaviññāṇaṁ ghānaviññāṇaṁ jivhāviññāṇaṁ kāyaviññāṇaṁ manoviññāṇaṁ—Es gibt Augenbewusstsein, Ohrbewusstsein, Nasenbewusstsein, Zungenbewusstsein, Körperbewusstsein und Geistbewusstsein.

cha viññāṇakāyā veditabbā’ti—‚Die sechs Klassen von Bewusstsein müssen verstanden werden.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Cha phassakāyā veditabbā’ti—‚Die sechs Klassen von Kontakt müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

‘Cakkhusamphasso sotasamphasso ghānasamphasso jivhāsamphasso kāyasamphasso manosamphasso—Es gibt Kontakt mit dem Auge, dem Ohr, der Nase, der Zunge, dem Körper und dem Geist.

cha phassakāyā veditabbā’ti—‚Die sechs Klassen von Kontakt müssen verstanden werden.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Aṭṭhārasa manopavicārā veditabbā’ti—‚Die achtzehn Arten des Gedankenkreisens müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

‘Cakkhunā rūpaṁ disvā somanassaṭṭhānīyaṁ rūpaṁ upavicarati, domanassaṭṭhānīyaṁ rūpaṁ upavicarati, upekkhāṭṭhānīyaṁ rūpaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Fröhlichkeit oder Traurigkeit oder Gleichmut darstellt.

Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn man mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn man mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn man mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn man mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya somanassaṭṭhānīyaṁ dhammaṁ upavicarati, domanassaṭṭhānīyaṁ dhammaṁ upavicarati, upekkhāṭṭhānīyaṁ dhammaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Fröhlichkeit oder Traurigkeit oder Gleichmut darstellt.

Iti cha somanassūpavicārā, cha domanassūpavicārā, cha upekkhūpavicārā, aṭṭhārasa manopavicārā veditabbā’ti—Somit gibt es sechs Arten des Gedankenkreisens um Fröhlichkeit, sechs um Traurigkeit und sechs um Gleichmut.

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. ‚Die achtzehn Arten des Gedankenkreisens müssen verstanden werden.‘ Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Chattiṁsa sattapadā veditabbā’ti—‚Die sechsunddreißig Standpunkte der Lebewesen müssen verstanden werden.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

Cha gehasitāni somanassāni, cha nekkhammasitāni somanassāni, cha gehasitāni domanassāni, cha nekkhammasitāni domanassāni, cha gehasitā upekkhā, cha nekkhammasitā upekkhā. Es gibt sechs Arten von Fröhlichkeit der Laien und sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen. Es gibt sechs Arten von Traurigkeit der Laien und sechs Arten von Traurigkeit der Hauslosen. Es gibt sechs Arten von Gleichmut der Laien und sechs Arten von Gleichmut der Hauslosen.

Tattha katamāni cha gehasitāni somanassāni? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Fröhlichkeit der Laien?

Cakkhuviññeyyānaṁ rūpānaṁ iṭṭhānaṁ kantānaṁ manāpānaṁ manoramānaṁ lokāmisapaṭisaṁyuttānaṁ paṭilābhaṁ vā paṭilābhato samanupassato pubbe vā paṭiladdhapubbaṁ atītaṁ niruddhaṁ vipariṇataṁ samanussarato uppajjati somanassaṁ. Es gibt Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, dem Geist gefällig, die mit weltlichen fleischlichen Genüssen verbunden sind. Fröhlichkeit entsteht, wenn man es als Gewinn betrachtet, solche Bilder zu erlangen, oder wenn man sich an Bilder erinnert, die man früher erlangt hat, die jetzt vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.

Yaṁ evarūpaṁ somanassaṁ idaṁ vuccati gehasitaṁ somanassaṁ. Solche Fröhlichkeit nennt man Fröhlichkeit der Laien.

Sotaviññeyyānaṁ saddānaṁ … Es gibt Töne, die das Ohr erkennt …

ghānaviññeyyānaṁ gandhānaṁ … Gerüche, die die Nase erkennt …

jivhāviññeyyānaṁ rasānaṁ … Geschmäcke, die die Zunge erkennt …

kāyaviññeyyānaṁ phoṭṭhabbānaṁ … Berührungen, die der Körper erkennt …

manoviññeyyānaṁ dhammānaṁ iṭṭhānaṁ kantānaṁ manāpānaṁ …pe… somanassaṁ. Vorstellungen, die der Geist erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, dem Geist gefällig, die mit weltlichen fleischlichen Genüssen verbunden sind. Fröhlichkeit entsteht, wenn man es als Gewinn betrachtet, solche Vorstellungen zu erlangen, oder wenn man sich an Vorstellungen erinnert, die man früher erlangt hat, die jetzt vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.

Yaṁ evarūpaṁ somanassaṁ idaṁ vuccati gehasitaṁ somanassaṁ. Solche Fröhlichkeit nennt man Fröhlichkeit der Laien.

Imāni cha gehasitāni somanassāni. Das sind die sechs Arten von Fröhlichkeit der Laien.

Tattha katamāni cha nekkhammasitāni somanassāni? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen?

Rūpānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva rūpā etarahi ca sabbe te rūpā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passato uppajjati somanassaṁ. Wenn man die Unbeständigkeit von Bildern verstanden hat – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, entsteht Fröhlichkeit, da man wahrhaftig mit rechter Weisheit sieht, dass all diese Bilder jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind.

Yaṁ evarūpaṁ somanassaṁ idaṁ vuccati nekkhammasitaṁ somanassaṁ. Solche Fröhlichkeit nennt man Fröhlichkeit der Hauslosen.

Saddānaṁ tveva … Wenn man die Unbeständigkeit von Tönen verstanden hat …

gandhānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Gerüchen …

rasānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Geschmäcken …

phoṭṭhabbānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Berührungen …

dhammānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva dhammā etarahi ca sabbe te dhammā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passato uppajjati somanassaṁ. die Unbeständigkeit von Vorstellungen – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, entsteht Fröhlichkeit, da man wahrhaftig mit rechter Weisheit sieht, dass all diese Vorstellungen jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind.

Yaṁ evarūpaṁ somanassaṁ idaṁ vuccati nekkhammasitaṁ somanassaṁ. Solche Fröhlichkeit nennt man Fröhlichkeit der Hauslosen.

Imāni cha nekkhammasitāni somanassāni. Das sind die sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen.

Tattha katamāni cha gehasitāni domanassāni? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Traurigkeit der Laien?

Cakkhuviññeyyānaṁ rūpānaṁ … Es gibt Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, dem Geist gefällig, die mit weltlichen fleischlichen Genüssen verbunden sind. Traurigkeit entsteht, wenn man es als Verlust betrachtet, solche Bilder zu verlieren, oder wenn man sich an Bilder erinnert, die man früher verloren hat, die jetzt vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.

pe… Solche Traurigkeit nennt man Traurigkeit der Laien.

sotaviññeyyānaṁ saddānaṁ … Es gibt Töne, die das Ohr erkennt …

ghānaviññeyyānaṁ gandhānaṁ … Gerüche, die die Nase erkennt …

jivhāviññeyyānaṁ rasānaṁ … Geschmäcke, die die Zunge erkennt …

kāyaviññeyyānaṁ phoṭṭhabbānaṁ … Berührungen, die der Körper erkennt …

manoviññeyyānaṁ dhammānaṁ iṭṭhānaṁ kantānaṁ manāpānaṁ manoramānaṁ lokāmisapaṭisaṁyuttānaṁ appaṭilābhaṁ vā appaṭilābhato samanupassato pubbe vā appaṭiladdhapubbaṁ atītaṁ niruddhaṁ vipariṇataṁ samanussarato uppajjati domanassaṁ. Vorstellungen, die der Geist erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, dem Geist gefällig, die mit weltlichen fleischlichen Genüssen verbunden sind. Traurigkeit entsteht, wenn man es als Verlust betrachtet, solche Vorstellungen zu verlieren, oder wenn man sich an Vorstellungen erinnert, die man früher verloren hat, die jetzt vergangen sind, aufgehört haben und zugrunde gegangen sind.

Yaṁ evarūpaṁ domanassaṁ idaṁ vuccati gehasitaṁ domanassaṁ. Solche Traurigkeit nennt man Traurigkeit der Laien.

Imāni cha gehasitāni domanassāni. Das sind die sechs Arten von Traurigkeit der Laien.

Tattha katamāni cha nekkhammasitāni domanassāni? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Traurigkeit der Hauslosen?

Rūpānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva rūpā etarahi ca sabbe te rūpā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya disvā anuttaresu vimokkhesu pihaṁ upaṭṭhāpeti: Wenn man die Unbeständigkeit von Bildern verstanden hat – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, sieht man wahrhaftig mit rechter Weisheit, dass all diese Bilder jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind. Wenn man das sieht, entsteht Sehnsucht nach den unübertrefflichen Befreiungen:

‘kudāssu nāmāhaṁ tadāyatanaṁ upasampajja viharissāmi yadariyā etarahi āyatanaṁ upasampajja viharantī’ti iti anuttaresu vimokkhesu pihaṁ upaṭṭhāpayato uppajjati pihapaccayā domanassaṁ. ‚Ach, wann werde ich in die gleiche Dimension eintreten und darin verweilen, in die die Edlen heute eintreten und in der sie verweilen?‘ Wenn man eine solche Sehnsucht nach den unübertrefflichen Befreiungen hervorbringt, entsteht durch dieses Sehnen Traurigkeit.

Yaṁ evarūpaṁ domanassaṁ idaṁ vuccati nekkhammasitaṁ domanassaṁ. Solche Traurigkeit nennt man Traurigkeit der Hauslosen.

Saddānaṁ tveva …pe… Wenn man die Unbeständigkeit von Tönen verstanden hat …

gandhānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Gerüchen …

rasānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Geschmäcken …

phoṭṭhabbānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Berührungen …

dhammānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva dhammā etarahi ca sabbe te dhammā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya disvā anuttaresu vimokkhesu pihaṁ upaṭṭhāpeti: die Unbeständigkeit von Vorstellungen – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, sieht man wahrhaftig mit rechter Weisheit, dass all diese Vorstellungen jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind. Wenn man das sieht, entsteht Sehnsucht nach den unübertrefflichen Befreiungen:

‘kudāssu nāmāhaṁ tadāyatanaṁ upasampajja viharissāmi yadariyā etarahi āyatanaṁ upasampajja viharantī’ti iti anuttaresu vimokkhesu pihaṁ upaṭṭhāpayato uppajjati pihapaccayā domanassaṁ. ‚Ach, wann werde ich in die gleiche Dimension eintreten und darin verweilen, in die die Edlen heute eintreten und in der sie verweilen?‘ Wenn man eine solche Sehnsucht nach den unübertrefflichen Befreiungen hervorbringt, entsteht durch dieses Sehnen Traurigkeit.

Yaṁ evarūpaṁ domanassaṁ idaṁ vuccati nekkhammasitaṁ domanassaṁ. Solche Traurigkeit nennt man Traurigkeit der Hauslosen.

Imāni cha nekkhammasitāni domanassāni. Das sind die sechs Arten von Traurigkeit der Hauslosen.

Tattha katamā cha gehasitā upekkhā? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Gleichmut der Laien?

Cakkhunā rūpaṁ disvā uppajjati upekkhā bālassa mūḷhassa puthujjanassa anodhijinassa avipākajinassa anādīnavadassāvino assutavato puthujjanassa. Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, entsteht bei einem ungebildeten gewöhnlichen Menschen Gleichmut – einem törichten, verblendeten gewöhnlichen Menschen, der nicht über seine Grenzen und über die Ergebnisse seiner Taten hinausgegangen und blind für die Nachteile ist.

Yā evarūpā upekkhā, rūpaṁ sā nātivattati. Solcher Gleichmut geht über das Bild nicht hinaus.

Tasmā sā upekkhā ‘gehasitā’ti vuccati. Darum nennt man ihn Gleichmut der Laien.

Sotena saddaṁ sutvā … Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya uppajjati upekkhā bālassa mūḷhassa puthujjanassa anodhijinassa avipākajinassa anādīnavadassāvino assutavato puthujjanassa. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, entsteht bei einem ungebildeten gewöhnlichen Menschen Gleichmut – einem törichten, verblendeten gewöhnlichen Menschen, der nicht über seine Grenzen und über die Ergebnisse seiner Taten hinausgegangen und blind für die Nachteile ist.

Yā evarūpā upekkhā, dhammaṁ sā nātivattati. Solcher Gleichmut geht über die Vorstellung nicht hinaus.

Tasmā sā upekkhā ‘gehasitā’ti vuccati. Darum nennt man ihn Gleichmut der Laien.

Imā cha gehasitā upekkhā. Das sind die sechs Arten von Gleichmut der Laien.

Tattha katamā cha nekkhammasitā upekkhā? Und was sind in diesem Zusammenhang die sechs Arten von Gleichmut der Hauslosen?

Rūpānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva rūpā etarahi ca sabbe te rūpā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passato uppajjati upekkhā. Wenn man die Unbeständigkeit von Bildern verstanden hat – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, entsteht Gleichmut, da man wahrhaftig mit rechter Weisheit sieht, dass all diese Bilder jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind.

Yā evarūpā upekkhā, rūpaṁ sā ativattati. Solcher Gleichmut geht über das Bild hinaus.

Tasmā sā upekkhā ‘nekkhammasitā’ti vuccati. Darum nennt man ihn Gleichmut der Hauslosen.

Saddānaṁ tveva … Wenn man die Unbeständigkeit von Tönen verstanden hat …

gandhānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Gerüchen …

rasānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Geschmäcken …

phoṭṭhabbānaṁ tveva … die Unbeständigkeit von Berührungen …

dhammānaṁ tveva aniccataṁ viditvā vipariṇāmavirāganirodhaṁ, ‘pubbe ceva dhammā etarahi ca sabbe te dhammā aniccā dukkhā vipariṇāmadhammā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passato uppajjati upekkhā. die Unbeständigkeit von Vorstellungen – ihr Zugrundegehen, Schwinden und Aufhören –, entsteht Gleichmut, da man wahrhaftig mit rechter Weisheit sieht, dass all diese Vorstellungen jetzt, genau wie früher, unbeständig, Leiden und ohne Selbst sind.

Yā evarūpā upekkhā, dhammaṁ sā ativattati. Solcher Gleichmut geht über die Vorstellung hinaus.

Tasmā sā upekkhā ‘nekkhammasitā’ti vuccati. Darum nennt man ihn Gleichmut der Hauslosen.

Imā cha nekkhammasitā upekkhā. Das sind die sechs Arten von Gleichmut der Hauslosen.

‘Chattiṁsa sattapadā veditabbā’ti—‚Die sechsunddreißig Standpunkte der Lebewesen müssen verstanden werden.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Tatra idaṁ nissāya idaṁ pajahathā’ti—‚Gebt dabei, indem ihr euch auf dieses stützt, jenes auf.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ; Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

Tatra, bhikkhave, yāni cha nekkhammasitāni somanassāni tāni nissāya tāni āgamma yāni cha gehasitāni somanassāni tāni pajahatha, tāni samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf die sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen stützt, die sechs Arten von Fröhlichkeit der Laien auf und überwinde sie.

Evametesaṁ pahānaṁ hoti, evametesaṁ samatikkamo hoti. So gibt man diese auf und überwindet sie.

Tatra, bhikkhave, yāni cha nekkhammasitāni domanassāni tāni nissāya tāni āgamma yāni cha gehasitāni domanassāni tāni pajahatha, tāni samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf die sechs Arten von Traurigkeit der Hauslosen stützt, die sechs Arten von Traurigkeit der Laien auf und überwinde sie.

Evametesaṁ pahānaṁ hoti, evametesaṁ samatikkamo hoti. So gibt man diese auf und überwindet sie.

Tatra, bhikkhave, yā cha nekkhammasitā upekkhā tā nissāya tā āgamma, yā cha gehasitā upekkhā tā pajahatha tā samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf die sechs Arten von Gleichmut der Hauslosen stützt, die sechs Arten von Gleichmut der Laien auf und überwinde sie.

Evametāsaṁ pahānaṁ hoti, evametāsaṁ samatikkamo hoti. So gibt man diese auf und überwindet sie.

Tatra, bhikkhave, yāni cha nekkhammasitāni somanassāni tāni nissāya tāni āgamma yāni cha nekkhammasitāni domanassāni tāni pajahatha, tāni samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf die sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen stützt, die sechs Arten von Traurigkeit der Hauslosen auf und überwinde sie.

Evametesaṁ pahānaṁ hoti, evametesaṁ samatikkamo hoti. So gibt man diese auf und überwindet sie.

Tatra, bhikkhave, yā cha nekkhammasitā upekkhā tā nissāya tā āgamma yāni cha nekkhammasitāni somanassāni tāni pajahatha, tāni samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf die sechs Arten von Gleichmut der Hauslosen stützt, die sechs Arten von Fröhlichkeit der Hauslosen auf und überwinde sie.

Evametesaṁ pahānaṁ hoti, evametesaṁ samatikkamo hoti. So gibt man diese auf und überwindet sie.

Atthi, bhikkhave, upekkhā nānattā nānattasitā, atthi upekkhā ekattā ekattasitā. Es gibt vielfältigen Gleichmut, der auf Vielfalt gegründet ist, und einheitlichen Gleichmut, der auf Einheit gegründet ist.

Katamā ca, bhikkhave, upekkhā nānattā nānattasitā? Und was ist auf Vielfalt gegründeter Gleichmut?

Atthi, bhikkhave, upekkhā rūpesu, atthi saddesu, atthi gandhesu, atthi rasesu, atthi phoṭṭhabbesu—Es gibt Gleichmut in Bezug auf Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke oder Berührungen.

ayaṁ, bhikkhave, upekkhā nānattā nānattasitā. Das ist auf Vielfalt gegründeter Gleichmut.

Katamā ca, bhikkhave, upekkhā ekattā ekattasitā? Und was ist auf Einheit gegründeter Gleichmut?

Atthi, bhikkhave, upekkhā ākāsānañcāyatananissitā, atthi viññāṇañcāyatananissitā, atthi ākiñcaññāyatananissitā, atthi nevasaññānāsaññāyatananissitā—Es gibt Gleichmut, der auf die Dimension des unendlichen Raumes gegründet ist, auf die Dimension des unendlichen Bewusstseins, auf die Dimension des Nichts oder auf die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat.

ayaṁ, bhikkhave, upekkhā ekattā ekattasitā. Das ist auf Einheit gegründeter Gleichmut.

Tatra, bhikkhave, yāyaṁ upekkhā ekattā ekattasitā taṁ nissāya taṁ āgamma yāyaṁ upekkhā nānattā nānattasitā taṁ pajahatha, taṁ samatikkamatha. Gib in dieser Hinsicht, indem du dich auf auf Einheit gegründeten Gleichmut stützt, auf Vielfalt gegründeten Gleichmut auf und überwinde ihn.

Evametissā pahānaṁ hoti, evametissā samatikkamo hoti. So gibt man diesen auf und überwindet ihn.

Atammayataṁ, bhikkhave, nissāya atammayataṁ āgamma yāyaṁ upekkhā ekattā ekattasitā taṁ pajahatha, taṁ samatikkamatha. Gib, indem du davon nicht geprägt bist, auf Einheit gegründeten Gleichmut auf und überwinde ihn.

Evametissā pahānaṁ hoti, evametissā samatikkamo hoti. So gibt man diesen auf und überwindet ihn.

‘Tatra idaṁ nissāya idaṁ pajahathā’ti—‚Gebt dabei, indem ihr euch auf dieses stützt, jenes auf.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘Tayo satipaṭṭhānā yadariyo sevati, yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahatī’ti—‚Der Edle pflegt das Verankern der Achtsamkeit in drei Fällen und ist dadurch ein Lehrer, der würdig ist, eine Gruppe zu unterweisen.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ; Das habe ich gesagt,

kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? aber inwiefern habe ich es gesagt?

Idha, bhikkhave, satthā sāvakānaṁ dhammaṁ deseti anukampako hitesī anukampaṁ upādāya: Da lehrt der Lehrer seine Schüler aus Güte und Anteilnahme den Dhamma:

‘idaṁ vo hitāya, idaṁ vo sukhāyā’ti. ‚Das ist zu eurem Wohl. Das ist zu eurem Glück.‘

Tassa sāvakā na sussūsanti, na sotaṁ odahanti, na aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, vokkamma ca satthusāsanā vattanti. Aber seine Schüler wollen nicht zuhören. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen. Sie fahren fort, indem sie sich von der Anleitung des Lehrers abwenden.

Tatra, bhikkhave, tathāgato na ceva anattamano hoti, na ca anattamanataṁ paṭisaṁvedeti, anavassuto ca viharati sato sampajāno. In diesem Fall ist der Klargewordene nicht verstimmt, er fühlt keine Verstimmung. Er bleibt, ohne zu schwären, achtsam und der Situation bewusst.

Idaṁ, bhikkhave, paṭhamaṁ satipaṭṭhānaṁ yadariyo sevati, yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahati. Das ist der erste Fall, in dem der Edle das Verankern der Achtsamkeit pflegt.

Puna caparaṁ, bhikkhave, satthā sāvakānaṁ dhammaṁ deseti anukampako hitesī anukampaṁ upādāya: Dann lehrt da der Lehrer seine Schüler aus Güte und Anteilnahme den Dhamma:

‘idaṁ vo hitāya, idaṁ vo sukhāyā’ti. ‚Das ist zu eurem Wohl. Das ist zu eurem Glück.‘

Tassa ekacce sāvakā na sussūsanti, na sotaṁ odahanti, na aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, vokkamma ca satthusāsanā vattanti; Und manche seiner Schüler wollen nicht zuhören. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen. Sie fahren fort, indem sie sich von der Anleitung des Lehrers abwenden.

ekacce sāvakā sussūsanti, sotaṁ odahanti, aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, na ca vokkamma satthusāsanā vattanti. Aber manche seiner Schüler wollen zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen. Sie fahren fort, indem sie sich nicht von der Anleitung des Lehrers abwenden.

Tatra, bhikkhave, tathāgato na ceva anattamano hoti, na ca anattamanataṁ paṭisaṁvedeti; In diesem Fall ist der Klargewordene nicht verstimmt,

na ca attamano hoti, na ca attamanataṁ paṭisaṁvedeti. noch ist er zufrieden.

Anattamanatā ca attamanatā ca—Verstimmung und Zufriedenheit weist er beide zurück

tadubhayaṁ abhinivajjetvā upekkhako viharati sato sampajāno. und bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, dutiyaṁ satipaṭṭhānaṁ yadariyo sevati, yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahati. Das ist der zweite Fall, in dem der Edle das Verankern der Achtsamkeit pflegt.

Puna caparaṁ, bhikkhave, satthā sāvakānaṁ dhammaṁ deseti anukampako hitesī anukampaṁ upādāya: Dann lehrt da der Lehrer seine Schüler aus Güte und Anteilnahme den Dhamma:

‘idaṁ vo hitāya, idaṁ vo sukhāyā’ti. ‚Das ist zu eurem Wohl. Das ist zu eurem Glück.‘

Tassa sāvakā sussūsanti, sotaṁ odahanti, aññācittaṁ upaṭṭhapenti, na ca vokkamma satthusāsanā vattanti. Und seine Schüler wollen zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen. Sie fahren fort, indem sie sich nicht von der Anleitung des Lehrers abwenden.

Tatra, bhikkhave, tathāgato attamano ceva hoti, attamanatañca paṭisaṁvedeti, anavassuto ca viharati sato sampajāno. In diesem Fall ist der Klargewordene zufrieden, er fühlt Zufriedenheit. Er bleibt, ohne zu schwären, achtsam und der Situation bewusst.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, tatiyaṁ satipaṭṭhānaṁ yadariyo sevati, yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahati. Das ist der dritte Fall, in dem der Edle das Verankern der Achtsamkeit pflegt.

‘Tayo satipaṭṭhānā yadariyo sevati, yadariyo sevamāno satthā gaṇamanusāsitumarahatī’ti—‚Der Edle pflegt das Verankern der Achtsamkeit in drei Fällen und ist dadurch ein Lehrer, der würdig ist, eine Gruppe zu unterweisen.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

‘So vuccati yoggācariyānaṁ anuttaro purisadammasārathī’ti—‚Von allen Meditations-Lehrmeistern ist er es, den man den unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, nennt.‘

iti kho panetaṁ vuttaṁ. Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?

Hatthidamakena, bhikkhave, hatthidammo sārito ekaṁyeva disaṁ dhāvati—Wenn ein Elefant von einem Elefantenzureiter angetrieben wird, läuft er in nur eine Richtung:

puratthimaṁ vā pacchimaṁ vā uttaraṁ vā dakkhiṇaṁ vā. nach Osten, nach Westen, nach Norden oder nach Süden.

Assadamakena, bhikkhave, assadammo sārito ekaññeva disaṁ dhāvati—Wenn ein Pferd von einem Pferdezureiter angetrieben wird, läuft es in nur eine Richtung:

puratthimaṁ vā pacchimaṁ vā uttaraṁ vā dakkhiṇaṁ vā. nach Osten, nach Westen, nach Norden oder nach Süden.

Godamakena, bhikkhave, godammo sārito ekaññeva disaṁ dhāvati—Wenn ein Ochse von einem Ochsenzureiter angetrieben wird, läuft er in nur eine Richtung:

puratthimaṁ vā pacchimaṁ vā uttaraṁ vā dakkhiṇaṁ vā. nach Osten, nach Westen, nach Norden oder nach Süden.

Tathāgatena hi, bhikkhave, arahatā sammāsambuddhena purisadammo sārito aṭṭha disā vidhāvati. Aber wenn ein Mensch in Schulung vom Klargewordenen angetrieben wird, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha, läuft er in acht Richtungen:

Rūpī rūpāni passati—Er besitzt körperliche Form und sieht Formen.

ayaṁ ekā disā; Das ist die erste Richtung.

ajjhattaṁ arūpasaññī bahiddhā rūpāni passati—Während er keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich.

ayaṁ dutiyā disā; Das ist die zweite Richtung.

subhantveva adhimutto hoti—Er ist einzig auf Schönheit ausgerichtet.

ayaṁ tatiyā disā; Das ist die dritte Richtung.

sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati—Er übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt er im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.

ayaṁ catutthī disā; Das ist die vierte Richtung.

sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati—Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.

ayaṁ pañcamī disā; Das ist die fünfte Richtung.

sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati—Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.

ayaṁ chaṭṭhī disā; Das ist die sechste Richtung.

sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati—Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.

ayaṁ sattamī disā; Das ist die siebte Richtung.

sabbaso nevasaññānāsaññāyatanaṁ samatikkamma saññāvedayitanirodhaṁ upasampajja viharati—Er übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.

ayaṁ aṭṭhamī disā. Das ist die achte Richtung.

Tathāgatena, bhikkhave, arahatā sammāsambuddhena purisadammo sārito imā aṭṭha disā vidhāvati. Wenn ein Mensch in Schulung vom Klargewordenen angetrieben wird, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha, läuft er in diese acht Richtungen.

So vuccati: ‘yoggācariyānaṁ anuttaro purisadammasārathī’ti—‚Von allen Meditations-Lehrmeistern ist er es, den man den unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, nennt.‘

iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttan”ti. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Saḷāyatanavibhaṅgasuttaṁ niṭṭhitaṁ sattamaṁ.
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