Other Translations: English , Italiano , ру́сский язы́к

From: ,

PreviousNext

Majjhima Nikāya 142 Mittlere Lehrreden 142

Dakkhiṇāvibhaṅgasutta Die Aufgliederung der religiösen Gaben

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sakkesu viharati kapilavatthusmiṁ nigrodhārāme. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer bei Kapilavatthu auf, im Banyanbaum-Kloster.

Atha kho mahāpajāpati gotamī navaṁ dussayugaṁ ādāya yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinnā kho mahāpajāpati gotamī bhagavantaṁ etadavoca: Da begab sich Mahāpajāpati Gotamī zum Buddha und brachte ein neues Paar von Gewändern. Sie verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

“idaṁ me, bhante, navaṁ dussayugaṁ bhagavantaṁ uddissa sāmaṁ kantaṁ sāmaṁ vāyitaṁ. „Herr, ich habe dieses neue Paar von Gewändern eigens für den Buddha gesponnen und gewoben.

Taṁ me, bhante, bhagavā paṭiggaṇhātu anukampaṁ upādāyā”ti. Dass der Buddha es doch bitte aus Anteilnahme von mir annehme.“

Evaṁ vutte, bhagavā mahāpajāpatiṁ gotamiṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Buddha zu ihr:

“saṅghe, gotami, dehi. „Gib es dem Saṅgha, Gotamī.

Saṅghe te dinne ahañceva pūjito bhavissāmi saṅgho cā”ti. Wenn du es dem Saṅgha gibst, werden sowohl der Saṅgha als auch ich geehrt sein.“

Dutiyampi kho mahāpajāpati gotamī bhagavantaṁ etadavoca: Zum zweiten Mal …

“idaṁ me, bhante, navaṁ dussayugaṁ bhagavantaṁ uddissa sāmaṁ kantaṁ sāmaṁ vāyitaṁ.

Taṁ me, bhante, bhagavā paṭiggaṇhātu anukampaṁ upādāyā”ti.

Dutiyampi kho bhagavā mahāpajāpatiṁ gotamiṁ etadavoca:

“saṅghe, gotami, dehi.

Saṅghe te dinne ahañceva pūjito bhavissāmi saṅgho cā”ti.

Tatiyampi kho mahāpajāpati gotamī bhagavantaṁ etadavoca: und zum dritten Mal sagte Mahāpajāpati Gotamī zum Buddha:

“idaṁ me, bhante, navaṁ dussayugaṁ bhagavantaṁ uddissa sāmaṁ kantaṁ sāmaṁ vāyitaṁ. „Herr, ich habe dieses neue Paar von Gewändern eigens für den Buddha gesponnen und gewoben.

Taṁ me, bhante, bhagavā paṭiggaṇhātu anukampaṁ upādāyā”ti. Dass der Buddha es doch bitte aus Anteilnahme von mir annehme.“

Tatiyampi kho bhagavā mahāpajāpatiṁ gotamiṁ etadavoca: Und zum dritten Mal sagte der Buddha zu ihr:

“saṅghe, gotami, dehi. „Gib es dem Saṅgha, Gotamī.

Saṅghe te dinne ahañceva pūjito bhavissāmi saṅgho cā”ti. Wenn du es dem Saṅgha gibst, werden sowohl der Saṅgha als auch ich geehrt sein.“

Evaṁ vutte, āyasmā ānando bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha:

“paṭiggaṇhātu, bhante, bhagavā mahāpajāpatiyā gotamiyā navaṁ dussayugaṁ. „Herr, bitte nimm das neue Paar von Gewändern von Mahāpajāpati Gotamī an.

Bahūpakārā, bhante, mahāpajāpati gotamī bhagavato mātucchā āpādikā posikā khīrassa dāyikā; Herr, Mahāpajāpati war dem Buddha eine große Hilfe. Sie ist seine Tante und hat ihn aufgezogen, ihn ernährt und ihm ihre Milch gegeben.

bhagavantaṁ janettiyā kālaṅkatāya thaññaṁ pāyesi. Als seine leibliche Mutter starb, stillte sie ihn an ihrer Brust.

Bhagavāpi, bhante, bahūpakāro mahāpajāpatiyā gotamiyā. Und der Buddha war Mahāpajāpati eine große Hilfe.

Bhagavantaṁ, bhante, āgamma mahāpajāpati gotamī buddhaṁ saraṇaṁ gatā, dhammaṁ saraṇaṁ gatā, saṅghaṁ saraṇaṁ gatā. Sie verdankt es dem Buddha, dass sie Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen hat.

Bhagavantaṁ, bhante, āgamma mahāpajāpati gotamī pāṇātipātā paṭiviratā adinnādānā paṭiviratā kāmesumicchācārā paṭiviratā musāvādā paṭiviratā surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭiviratā. Sie verdankt es dem Buddha, dass sie keine lebenden Geschöpfe tötet, nicht stiehlt, keine sexuellen Verfehlungen begeht, nicht lügt und keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein trinkt.

Bhagavantaṁ, bhante, āgamma mahāpajāpati gotamī buddhe aveccappasādena samannāgatā, dhamme aveccappasādena samannāgatā, saṅghe aveccappasādena samannāgatā ariyakantehi sīlehi samannāgatā. Sie verdankt es dem Buddha, dass sie auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha hat und die Tugend besitzt, die von den Edlen geliebt wird.

Bhagavantaṁ, bhante, āgamma mahāpajāpati gotamī dukkhe nikkaṅkhā, dukkhasamudaye nikkaṅkhā, dukkhanirodhe nikkaṅkhā, dukkhanirodhagāminiyā paṭipadāya nikkaṅkhā. Sie verdankt es dem Buddha, dass sie frei von Zweifel ist bezüglich des Leidens, des Ursprungs des Leidens, des Aufhörens des Leidens und der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.

Bhagavāpi, bhante, bahūpakāro mahāpajāpatiyā gotamiyā”ti. Der Buddha war Mahāpajāpati eine große Hilfe.“

“Evametaṁ, ānanda. „Das ist wirklich wahr, Ānanda!

Yaṁ hānanda, puggalo puggalaṁ āgamma buddhaṁ saraṇaṁ gato hoti, dhammaṁ saraṇaṁ gato hoti, saṅghaṁ saraṇaṁ gato hoti, imassānanda, puggalassa iminā puggalena na suppatikāraṁ vadāmi, yadidaṁ—Wenn einem jemand dabei geholfen hat, Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha zu nehmen, ist es nicht leicht, ihm das zu vergelten,

abhivādanapaccuṭṭhānaañjalikammasāmīcikammacīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānuppadānena. indem man sich vor ihm verbeugt, für ihn aufsteht, ihn mit zusammengelegten Händen grüßt und ihm gegenüber respektvolle Umgangsformen zeigt; oder indem man für ihn Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung bereitstellt.

Yaṁ hānanda, puggalo puggalaṁ āgamma pāṇātipātā paṭivirato hoti, adinnādānā paṭivirato hoti, kāmesumicchācārā paṭivirato hoti, musāvādā paṭivirato hoti, surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭivirato hoti, imassānanda, puggalassa iminā puggalena na suppatikāraṁ vadāmi, yadidaṁ—Wenn jemand einem dabei geholfen hat, keine lebenden Geschöpfe zu töten, nicht zu stehlen, keine sexuellen Verfehlungen zu begehen, nicht zu lügen und keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein zu trinken …

abhivādanapaccuṭṭhānaañjalikammasāmīcikammacīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānuppadānena.

Yaṁ hānanda, puggalo puggalaṁ āgamma buddhe aveccappasādena samannāgato hoti, dhamme … saṅghe … ariyakantehi sīlehi samannāgato hoti, imassānanda, puggalassa iminā puggalena na suppatikāraṁ vadāmi, yadidaṁ—Wenn einem jemand dabei geholfen hat, auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha zu haben und die Tugend zu besitzen, die von den Edlen geliebt wird …

abhivādanapaccuṭṭhānaañjalikammasāmīcikammacīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānuppadānena.

Yaṁ hānanda, puggalo puggalaṁ āgamma dukkhe nikkaṅkho hoti, dukkhasamudaye nikkaṅkho hoti, dukkhanirodhe nikkaṅkho hoti, dukkhanirodhagāminiyā paṭipadāya nikkaṅkho hoti, imassānanda, puggalassa iminā puggalena na suppatikāraṁ vadāmi, yadidaṁ—Wenn einem jemand dabei geholfen hat, frei von Zweifel zu sein bezüglich des Leidens, des Ursprungs des Leidens, des Aufhörens des Leidens und der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt, ist es nicht leicht, ihm das zu vergelten,

abhivādanapaccuṭṭhānaañjalikammasāmīcikammacīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānuppadānena. indem man sich vor ihm verbeugt, für ihn aufsteht, ihn mit zusammengelegten Händen grüßt und ihm gegenüber respektvolle Umgangsformen zeigt; oder indem man für ihn Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung bereitstellt.

Cuddasa kho panimānanda, pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Ānanda, es gibt diese vierzehn religiösen Gaben, die einer Person gegeben werden.

Katamā cuddasa? Welche vierzehn?

Tathāgate arahante sammāsambuddhe dānaṁ deti—Man gibt dem Klargewordenen, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha eine Gabe.

ayaṁ paṭhamā pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die erste religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Paccekasambuddhe dānaṁ deti—Man gibt einem unabhängigen Buddha eine Gabe.

ayaṁ dutiyā pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die zweite religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Tathāgatasāvake arahante dānaṁ deti—Man gibt einem Vollendeten eine Gabe.

ayaṁ tatiyā pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die dritte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Arahattaphalasacchikiriyāya paṭipanne dānaṁ deti—Man gibt jemandem eine Gabe, der übt, um die Frucht der Vollendung zu verwirklichen.

ayaṁ catutthī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die vierte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Anāgāmissa dānaṁ deti—Man gibt einem Nichtwiederkehrer eine Gabe.

ayaṁ pañcamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die fünfte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Anāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanne dānaṁ deti—Man gibt jemandem eine Gabe, der übt, um die Frucht der Nichtwiederkehr zu verwirklichen.

ayaṁ chaṭṭhī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die sechste religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Sakadāgāmissa dānaṁ deti—Man gibt einem Einmalwiederkehrer eine Gabe.

ayaṁ sattamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die siebte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Sakadāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanne dānaṁ deti—Man gibt jemandem eine Gabe, der übt, um die Frucht der Einmalwiederkehr zu verwirklichen.

ayaṁ aṭṭhamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die achte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Sotāpanne dānaṁ deti—Man gibt jemandem eine Gabe, der in den Strom eingetreten ist.

ayaṁ navamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die neunte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Sotāpattiphalasacchikiriyāya paṭipanne dānaṁ deti—Man gibt jemandem eine Gabe, der übt, um die Frucht des Stromeintritts zu verwirklichen.

ayaṁ dasamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die zehnte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Bāhirake kāmesu vītarāge dānaṁ deti—Man gibt einem Außenstehenden eine Gabe, der frei von Begierde nach Sinnenfreuden ist.

ayaṁ ekādasamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die elfte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Puthujjanasīlavante dānaṁ deti—Man gibt einem tugendhaften gewöhnlichen Menschen eine Gabe.

ayaṁ dvādasamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die zwölfte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Puthujjanadussīle dānaṁ deti—Man gibt einem tugendlosen gewöhnlichen Menschen eine Gabe.

ayaṁ terasamī pāṭipuggalikā dakkhiṇā. Das ist die dreizehnte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Tiracchānagate dānaṁ deti—Man gibt einem Tier eine Gabe.

ayaṁ cuddasamī pāṭipuggalikā dakkhiṇāti. Das ist die vierzehnte religiöse Gabe, die einer Person gegeben wird.

Tatrānanda, tiracchānagate dānaṁ datvā sataguṇā dakkhiṇā pāṭikaṅkhitabbā, puthujjanadussīle dānaṁ datvā sahassaguṇā dakkhiṇā pāṭikaṅkhitabbā, puthujjanasīlavante dānaṁ datvā satasahassaguṇā dakkhiṇā pāṭikaṅkhitabbā, bāhirake kāmesu vītarāge dānaṁ datvā koṭisatasahassaguṇā dakkhiṇā pāṭikaṅkhitabbā, sotāpattiphalasacchikiriyāya paṭipanne dānaṁ datvā asaṅkheyyā appameyyā dakkhiṇā pāṭikaṅkhitabbā, ko pana vādo sotāpanne, ko pana vādo sakadāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanne, ko pana vādo sakadāgāmissa, ko pana vādo anāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanne, ko pana vādo anāgāmissa, ko pana vādo arahattaphalasacchikiriyāya paṭipanne, ko pana vādo arahante, ko pana vādo paccekasambuddhe, ko pana vādo tathāgate arahante sammāsambuddhe. Nun, Ānanda, eine Gabe an ein Tier kann den hundertfachen Ertrag zurückbringen; an einen tugendlosen gewöhnlichen Menschen den tausendfachen; an einen tugendhaften gewöhnlichen Menschen den hunderttausendfachen; an einen Außenstehenden, der frei von Begierde nach Sinnenfreuden ist, den zehnmillionenfachen. Aber von einer Gabe an jemanden, der übt, um die Frucht des Stromeintritts zu verwirklichen, kann man erwarten, dass sie einen unübersehbaren, unermesslichen Ertrag zurückbringt. Um wie viel mehr gilt das für eine Gabe an jemanden, der in den Strom eingetreten ist, jemanden, der übt, um die Frucht der Einmalwiederkehr zu verwirklichen, einen Einmalwiederkehrer, jemanden, der übt, um die Frucht der Nichtwiederkehr zu verwirklichen, einen Nichtwiederkehrer, jemanden, der übt, um die Frucht der Vollendung zu verwirklichen, einen Vollendeten oder einen unabhängigen Buddha? Und um wie viel mehr für eine Gabe an den Klargewordenen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha?

Satta kho panimānanda, saṅghagatā dakkhiṇā. Aber, Ānanda, es gibt diese sieben religiösen Gaben, die einem Saṅgha erwiesen werden.

Katamā satta? Welche sieben?

Buddhappamukhe ubhatosaṅghe dānaṁ deti—Man gibt der Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen mit dem Buddha an der Spitze eine Gabe.

ayaṁ paṭhamā saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die erste religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

Tathāgate parinibbute ubhatosaṅghe dānaṁ deti—Man gibt der Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen eine Gabe, nachdem der Buddha vollkommen verloschen ist.

ayaṁ dutiyā saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die zweite religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

Bhikkhusaṅghe dānaṁ deti—Man gibt dem Saṅgha der Mönche eine Gabe.

ayaṁ tatiyā saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die dritte religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

Bhikkhunisaṅghe dānaṁ deti—Man gibt dem Saṅgha der Nonnen eine Gabe.

ayaṁ catutthī saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die vierte religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

‘Ettakā me bhikkhū ca bhikkhuniyo ca saṅghato uddissathā’ti dānaṁ deti—Man gibt eine Gabe im Gedanken: ‚Bestimme für mich so und so viele Mönche und Nonnen aus dem Saṅgha.‘

ayaṁ pañcamī saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die fünfte religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

‘Ettakā me bhikkhū saṅghato uddissathā’ti dānaṁ deti—Man gibt eine Gabe im Gedanken: ‚Bestimme für mich so und so viele Mönche aus dem Saṅgha.‘

ayaṁ chaṭṭhī saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die sechste religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

‘Ettakā me bhikkhuniyo saṅghato uddissathā’ti dānaṁ deti—Man gibt eine Gabe im Gedanken: ‚Bestimme für mich so und so viele Nonnen aus dem Saṅgha.‘

ayaṁ sattamī saṅghagatā dakkhiṇā. Das ist die siebte religiöse Gabe, die einem Saṅgha erwiesen wird.

Bhavissanti kho panānanda, anāgatamaddhānaṁ gotrabhuno kāsāvakaṇṭhā dussīlā pāpadhammā. In künftigen Zeiten wird es Lämmer aus der Herde geben, die einen Fetzen ockerfarbenen Stoffs tragen, tugendlos und von schlechtem Charakter.

Tesu dussīlesu saṅghaṁ uddissa dānaṁ dassanti. Leute werden diesen tugendlosen Menschen im Namen des Saṅgha Gaben geben.

Tadāpāhaṁ, ānanda, saṅghagataṁ dakkhiṇaṁ asaṅkheyyaṁ appameyyaṁ vadāmi. Auch dann sage ich, dass eine religiöse Gabe, die dem Saṅgha erwiesen wird, unübersehbar und unermesslich ist.

Na tvevāhaṁ, ānanda, kenaci pariyāyena saṅghagatāya dakkhiṇāya pāṭipuggalikaṁ dānaṁ mahapphalataraṁ vadāmi. Denn in keinem Fall kann eine persönliche Spende fruchtbarer sein als eine, die dem Saṅgha erwiesen wird, sage ich.

Catasso kho imā, ānanda, dakkhiṇā visuddhiyo. Es gibt diese vier Arten, Ānanda, auf die eine religiöse Gabe geläutert werden kann.

Katamā catasso? Welche vier?

Atthānanda, dakkhiṇā dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. Es gibt eine religiöse Gabe, die durch den Spender geläutert wird, nicht durch den Empfänger.

Atthānanda, dakkhiṇā paṭiggāhakato visujjhati no dāyakato. Es gibt eine religiöse Gabe, die durch den Empfänger geläutert wird, nicht durch den Spender.

Atthānanda, dakkhiṇā neva dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. Es gibt eine religiöse Gabe, die weder durch den Spender noch durch den Empfänger geläutert wird.

Atthānanda, dakkhiṇā dāyakato ceva visujjhati paṭiggāhakato ca. Es gibt eine religiöse Gabe, die sowohl durch den Spender als auch durch den Empfänger geläutert wird.

Kathañcānanda, dakkhiṇā dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato? Und wie wird eine religiöse Gabe durch den Spender geläutert, nicht durch den Empfänger?

Idhānanda, dāyako hoti sīlavā kalyāṇadhammo, paṭiggāhakā honti dussīlā pāpadhammā—Da ist der Spender tugendhaft, von gutem Charakter, doch der Empfänger ist tugendlos, von schlechtem Charakter.

evaṁ kho, ānanda, dakkhiṇā dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. So wird eine religiöse Gabe durch den Spender geläutert, nicht durch den Empfänger.

Kathañcānanda, dakkhiṇā paṭiggāhakato visujjhati no dāyakato? Und wie wird eine religiöse Gabe durch den Empfänger geläutert, nicht durch den Spender?

Idhānanda, dāyako hoti dussīlo pāpadhammo, paṭiggāhakā honti sīlavanto kalyāṇadhammā—Da ist der Spender tugendlos, von schlechtem Charakter, doch der Empfänger ist tugendhaft, von gutem Charakter.

evaṁ kho, ānanda, dakkhiṇā paṭiggāhakato visujjhati no dāyakato. So wird eine religiöse Gabe durch den Empfänger geläutert, nicht durch den Spender.

Kathañcānanda, dakkhiṇā neva dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato? Und wie wird eine religiöse Gabe weder durch den Spender noch durch den Empfänger geläutert?

Idhānanda, dāyako ca hoti dussīlo pāpadhammo, paṭiggāhakā ca honti dussīlā pāpadhammā—Da ist sowohl der Spender als auch der Empfänger tugendlos, von schlechtem Charakter.

evaṁ kho, ānanda, dakkhiṇā neva dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. So wird eine religiöse Gabe weder durch den Spender noch durch den Empfänger geläutert.

Kathañcānanda, dakkhiṇā dāyakato ceva visujjhati paṭiggāhakato ca? Und wie wird eine religiöse Gabe sowohl durch den Spender als auch durch den Empfänger geläutert?

Idhānanda, dāyako ca hoti sīlavā kalyāṇadhammo, paṭiggāhakā ca honti sīlavanto kalyāṇadhammā—Da ist sowohl der Spender als auch der Empfänger tugendhaft, von gutem Charakter.

evaṁ kho, ānanda, dakkhiṇā dāyakato ceva visujjhati paṭiggāhakato ca. So wird eine religiöse Gabe sowohl durch den Spender als auch durch den Empfänger geläutert.

Imā kho, ānanda, catasso dakkhiṇā visuddhiyo”ti. Das sind die vier Arten, auf die eine religiöse Gabe geläutert werden kann.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Yo sīlavā dussīlesu dadāti dānaṁ, „Wenn ein Tugendhafter mit zuversichtlichem Herzen

Dhammena laddhaṁ supasannacitto; Tugendlosen eine angemessene Gabe gibt

Abhisaddahaṁ kammaphalaṁ uḷāraṁ, und dabei auf die herrliche Frucht von Taten vertraut,

Sā dakkhiṇā dāyakato visujjhati. wird diese Spende durch den Spender geläutert.

Yo dussīlo sīlavantesu dadāti dānaṁ, Wenn ein tugendloser Mensch ohne Zuversicht

Adhammena laddhaṁ appasannacitto; Tugendhaften eine unpassende Gabe gibt

Anabhisaddahaṁ kammaphalaṁ uḷāraṁ, und dabei nicht auf die herrliche Frucht von Taten vertraut,

Sā dakkhiṇā paṭiggāhakato visujjhati. wird diese Spende durch die Empfänger geläutert.

Yo dussīlo dussīlesu dadāti dānaṁ, Wenn ein tugendloser Mensch ohne Zuversicht

Adhammena laddhaṁ appasannacitto; Tugendlosen eine unpassende Gabe gibt

Anabhisaddahaṁ kammaphalaṁ uḷāraṁ, und dabei nicht auf die herrliche Frucht von Taten vertraut,

Na taṁ dānaṁ vipulapphalanti brūmi. so erkläre ich, dass diese Gabe nicht sehr fruchtbar ist.

Yo sīlavā sīlavantesu dadāti dānaṁ, Wenn ein Tugendhafter mit zuversichtlichem Herzen

Dhammena laddhaṁ supasannacitto; Tugendhaften eine angemessene Gabe gibt

Abhisaddahaṁ kammaphalaṁ uḷāraṁ, und dabei auf die herrliche Frucht von Taten vertraut,

Taṁ ve dānaṁ vipulapphalanti brūmi. so erkläre ich, dass diese Gabe überaus fruchtbar ist.

Yo vītarāgo vītarāgesu dadāti dānaṁ, Doch wenn einer, der frei von Begehren ist, anderen, die frei von Begehren sind,

Dhammena laddhaṁ supasannacitto; mit zuversichtlichem Herzen eine angemessene Gabe gibt

Abhisaddahaṁ kammaphalaṁ uḷāraṁ, und dabei auf die herrliche Frucht von Taten vertraut,

Taṁ ve dānaṁ āmisadānānamaggan”ti. so ist das wahrhaftig die beste der fleischlichen Gaben!“

Dakkhiṇāvibhaṅgasuttaṁ niṭṭhitaṁ dvādasamaṁ.

Vibhaṅgavaggo niṭṭhito catuttho.

Tassuddānaṁ

Bhaddekānandakaccāna,

Lomasakaṅgiyāsubho;

Mahākammasaḷāyatanavibhaṅgā,

Uddesaaraṇā dhātu saccaṁ.

Dakkhiṇāvibhaṅgasuttanti.
PreviousNext