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Saṁyutta Nikāya 6.3 Verbundene Lehrreden 6.3
1. Paṭhamavagga 1. Das Kapitel über die Aufforderung
Brahmadevasutta Mit Brahmadeva
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Tena kho pana samayena aññatarissā brāhmaṇiyā brahmadevo nāma putto bhagavato santike agārasmā anagāriyaṁ pabbajito hoti. Nun hatte zu dieser Zeit eine Brahmanin einen Sohn mit Namen Brahmadeva, der vor dem Buddha aus dem Haus fortgezogen war ins hauslose Leben.
Atha kho āyasmā brahmadevo eko vūpakaṭṭho appamatto ātāpī pahitatto viharanto nacirasseva—yassatthāya kulaputtā sammadeva agārasmā anagāriyaṁ pabbajanti, tadanuttaraṁ—brahmacariyapariyosānaṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihāsi. Da gelangte der Ehrwürdige Brahmadeva, als er allein lebte, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Er lebte an dem Ziel, das er durch eigene Einsicht erkannt hatte, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.
“Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā”ti abbhaññāsi. Er verstand: „Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.“
Aññataro ca panāyasmā brahmadevo arahataṁ ahosi. Und der Ehrwürdige Brahmadeva wurde einer der Vollendeten.
Atha kho āyasmā brahmadevo pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya sāvatthiṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete sich Brahmadeva am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Sāvatthī zum Almosengang.
Sāvatthiyaṁ sapadānaṁ piṇḍāya caramāno yena sakamātu nivesanaṁ tenupasaṅkami. Als er der Reihe nach um Almosen durch Sāvatthī zog, kam er zum Haus seiner Mutter.
Tena kho pana samayena āyasmato brahmadevassa mātā brāhmaṇī brahmuno āhutiṁ niccaṁ paggaṇhāti. Nun richtete zu dieser Zeit Brahmadevas Mutter, die Brahmanin, eine regelmäßige Opfergabe an Brahmā aus.
Atha kho brahmuno sahampatissa etadahosi: Da dachte der Brahmā Sahampati:
“ayaṁ kho āyasmato brahmadevassa mātā brāhmaṇī brahmuno āhutiṁ niccaṁ paggaṇhāti. „Diese Mutter des Ehrwürdigen Brahmadeva, die Brahmanin, richtet eine regelmäßige Opfergabe an Brahmā aus.
Yannūnāhaṁ taṁ upasaṅkamitvā saṁvejeyyan”ti. Warum gehe ich nicht hin und errege in ihr ein Gefühl der Dringlichkeit?“
Atha kho brahmā sahampati—seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—brahmaloke antarahito āyasmato brahmadevassa mātu nivesane pāturahosi. Und so leicht, wie ein starker Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwand er aus der Brahmāwelt und erschien wieder vor Brahmadevas Mutter.
Atha kho brahmā sahampati vehāsaṁ ṭhito āyasmato brahmadevassa mātaraṁ brāhmaṇiṁ gāthāya ajjhabhāsi: Und der Brahmā Sahampati stand in der Luft und redete Brahmadevas Mutter in Strophen an:
“Dūre ito brāhmaṇi brahmaloko, „Weit von hier, meine Dame, ist die Brahmāwelt,
Yassāhutiṁ paggaṇhāsi niccaṁ; für die du eine regelmäßige Opfergabe spendest.
Netādiso brāhmaṇi brahmabhakkho, Doch Brahmā isst diese Art von Speise nicht.
Kiṁ jappasi brahmapathaṁ ajānaṁ. Warum betest du und kennst dabei den Pfad zu Brahmā nicht?
Eso hi te brāhmaṇi brahmadevo, Dieser Brahmadeva, meine Dame,
Nirūpadhiko atidevapatto; frei von Bindungen, hat die Götter übertroffen.
Akiñcano bhikkhu anaññaposī, Ein Mönch, der nichts hat und niemand anderen versorgt,
Yo te so piṇḍāya gharaṁ paviṭṭho. ist um Almosen in dein Haus gekommen.
Āhuneyyo vedagu bhāvitatto, Er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, ein Wissensmeister, entwickelt.
Narānaṁ devānañca dakkhiṇeyyo; Er ist einer religiösen Gabe von Göttern und Menschen würdig.
Bāhitvā pāpāni anūpalitto, Alle Übel hat er verbannt, ist unbefleckt.
Ghāsesanaṁ iriyati sītibhūto. Im Herzen kühl geworden, wandert er auf der Suche nach Speise.
Na tassa pacchā na puratthamatthi, Er kennt kein Davor und kein Danach,
Santo vidhūmo anigho nirāso; friedvoll, ungetrübt, unbeschwert, braucht er keine Hoffnung.
Nikkhittadaṇḍo tasathāvaresu, Den Stock hat er niedergelegt für alle Geschöpfe, kräftig und zart.
So tyāhutiṁ bhuñjatu aggapiṇḍaṁ. Lass daher ihn deine Gabe von ausgesuchtem Almosen genießen.
Visenibhūto upasantacitto, Mit friedvollem Geist hat er die Menge verlassen,
Nāgova danto carati anejo; er wandert wie ein gezähmter Elefant, unbewegt.
Bhikkhu susīlo suvimuttacitto, Er ist ein Mönch von guter Sittlichkeit, im Herzen gut befreit.
So tyāhutiṁ bhuñjatu aggapiṇḍaṁ. Lass daher ihn deine Gabe von ausgesuchtem Almosen genießen.
Tasmiṁ pasannā avikampamānā, Schenke mit unerschütterlicher Zuversicht zu ihm
Patiṭṭhapehi dakkhiṇaṁ dakkhiṇeyye; deine religiöse Gabe einem, der ihrer würdig ist.
Karohi puññaṁ sukhamāyatikaṁ, Jetzt, meine Dame, da du den Abgeklärten gesehen hast, der hinübergelangt ist,
Disvā muniṁ brāhmaṇi oghatiṇṇanti. schaffe Verdienst um künftigen Glücks willen!“
Tasmiṁ pasannā avikampamānā, Mit unerschütterlicher Zuversicht zu ihm
Patiṭṭhapesi dakkhiṇaṁ dakkhiṇeyye; schenkte sie ihre religiöse Gabe einem, der ihrer würdig war.
Akāsi puññaṁ sukhamāyatikaṁ, Da sie den Abgeklärten gesehen hatte, der hinübergelangt war,
Disvā muniṁ brāhmaṇī oghatiṇṇan”ti. schuf die Brahmanin Verdienst um künftigen Glücks willen.