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Saṁyutta Nikāya 11.3 Nummerierte Lehrreden 11.3

1. Paṭhamavagga 1. Das erste Kapitel

Dhajaggasutta Die Fahnenspitze

Sāvatthiyaṁ. In Sāvatthī.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, devāsurasaṅgāmo samupabyūḷho ahosi. „Es war einmal, Mönche und Nonnen, eine Schlacht, die wurde zwischen den Göttern und den Titanen ausgefochten.

Atha kho, bhikkhave, sakko devānamindo deve tāvatiṁse āmantesi: Da wandte sich Sakka der Götterfürst an die Götter der Dreiunddreißig:

‘Sace, mārisā, devānaṁ saṅgāmagatānaṁ uppajjeyya bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, mameva tasmiṁ samaye dhajaggaṁ ullokeyyātha. ‚Kameraden, wenn die Götter kämpfen, wenn ihr von Furcht und Entsetzen gepackt werdet und eure Haare sich sträuben, schaut einfach auf zu meiner Fahnenspitze.

Mamañhi vo dhajaggaṁ ullokayataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

No ce me dhajaggaṁ ullokeyyātha, atha pajāpatissa devarājassa dhajaggaṁ ullokeyyātha. Wenn ihr meine Fahnenspitze nicht sehen könnt, schaut auf zur Fahnenspitze des Urvaters, des Königs der Götter.

Pajāpatissa hi vo devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

No ce pajāpatissa devarājassa dhajaggaṁ ullokeyyātha, atha varuṇassa devarājassa dhajaggaṁ ullokeyyātha. Wenn ihr seine Fahnenspitze nicht sehen könnt, schaut auf zur Fahnenspitze von Varuṇa dem König der Götter.

Varuṇassa hi vo devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

No ce varuṇassa devarājassa dhajaggaṁ ullokeyyātha, atha īsānassa devarājassa dhajaggaṁ ullokeyyātha. Wenn ihr seine Fahnenspitze nicht sehen könnt, schaut auf zur Fahnenspitze von Īsāna dem König der Götter.

Īsānassa hi vo devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissatī’ti. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.‘

Taṁ kho pana, bhikkhave, sakkassa vā devānamindassa dhajaggaṁ ullokayataṁ, pajāpatissa vā devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ, varuṇassa vā devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ, īsānassa vā devarājassa dhajaggaṁ ullokayataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyethāpi nopi pahīyetha. Wenn sie allerdings zu diesen Fahnenspitzen aufschauen, kann es sein, dass sich ihre Furcht, ihr Entsetzen und ihre gesträubten Haare legen, oder sie legen sich nicht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Sakko hi, bhikkhave, devānamindo avītarāgo avītadoso avītamoho bhīru chambhī utrāsī palāyīti. Weil Sakka der Götterfürst nicht frei von Gier, Hass und Täuschung ist. Er ist furchtsam, ängstlich, bange, zur Flucht geneigt.

Ahañca kho, bhikkhave, evaṁ vadāmi: Aber, Mönche und Nonnen, ich sage:

‘sace tumhākaṁ, bhikkhave, araññagatānaṁ vā rukkhamūlagatānaṁ vā suññāgāragatānaṁ vā uppajjeyya bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, mameva tasmiṁ samaye anussareyyātha: Wenn ihr in die Wildnis gegangen seid, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte und von Furcht oder Entsetzen gepackt werdet und eure Haare sich sträuben, so besinnt euch einfach auf mich:

“itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā”ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Mamañhi vo, bhikkhave, anussarataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

No ce maṁ anussareyyātha, atha dhammaṁ anussareyyātha: Wenn ihr euch nicht auf mich besinnen könnt, besinnt euch auf die Lehre:

“svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī”ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Dhammañhi vo, bhikkhave, anussarataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

No ce dhammaṁ anussareyyātha, atha saṅghaṁ anussareyyātha: Wenn ihr euch nicht auf die Lehre besinnen könnt, besinnt euch auf den Saṅgha:

“suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ujuppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ñāyappaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho sāmīcippaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, yadidaṁ cattāri purisayugāni aṭṭha purisapuggalā esa bhagavato sāvakasaṅgho, āhuneyyo pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā”ti. ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem aufrichtigen Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Saṅghañhi vo, bhikkhave, anussarataṁ yaṁ bhavissati bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā lomahaṁso vā, so pahīyissati. Dann werden sich eure Furcht, euer Entsetzen und eure gesträubten Haare legen.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathāgato hi, bhikkhave, arahaṁ sammāsambuddho vītarāgo vītadoso vītamoho abhīru acchambhī anutrāsī apalāyī’”ti. Weil der Klargewordene frei von Gier, Hass und Täuschung ist. Er ist furchtlos, tapfer, kühn und standhaft.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Araññe rukkhamūle vā, „In der Wildnis, am Fuß eines Baumes

suññāgāreva bhikkhavo; oder in einer leeren Hütte

Anussaretha sambuddhaṁ, besinnt euch auf den Buddha,

bhayaṁ tumhāka no siyā. und keine Furcht wird euch überkommen.

No ce buddhaṁ sareyyātha, Wenn ihr euch nicht auf den Buddha besinnen könnt –

lokajeṭṭhaṁ narāsabhaṁ; den Ältesten in der Welt, den Anführer der Menschen –,

Atha dhammaṁ sareyyātha, dann besinnt euch auf die Lehre,

niyyānikaṁ sudesitaṁ. die mündig macht und gut gelehrt ist.

No ce dhammaṁ sareyyātha, Wenn ihr euch nicht auf die Lehre besinnen könnt –

niyyānikaṁ sudesitaṁ; die mündig macht und gut gelehrt ist –,

Atha saṅghaṁ sareyyātha, dann besinnt euch auf den Saṅgha,

puññakkhettaṁ anuttaraṁ. dieses unübertreffliche Feld für Verdienst.

Evaṁ buddhaṁ sarantānaṁ, Wenn ihr euch so auf den Buddha,

Dhammaṁ saṅghañca bhikkhavo; die Lehre und den Saṅgha besinnt, Mönche und Nonnen,

Bhayaṁ vā chambhitattaṁ vā, werden Furcht und Entsetzen

Lomahaṁso na hessatī”ti. und sich sträubende Haare nicht mehr sein.“
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