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Saṁyutta Nikāya 11.4 Nummerierte Lehrreden 11.4

1. Paṭhamavagga 1. Das erste Kapitel

Vepacittisutta Mit Vepacitti

Sāvatthinidānaṁ. In Sāvatthī.

“Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, devāsurasaṅgāmo samupabyūḷho ahosi. „Es war einmal, Mönche und Nonnen, eine Schlacht, die wurde zwischen den Göttern und den Titanen ausgefochten.

Atha kho, bhikkhave, vepacitti asurindo asure āmantesi: Da wandte sich Vepacitti der Titanenfürst an die Titanen:

‘sace, mārisā, devānaṁ asurasaṅgāme samupabyūḷhe asurā jineyyuṁ devā parājineyyuṁ, yena naṁ sakkaṁ devānamindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā mama santike āneyyātha asurapuran’ti. ‚Kameraden, wenn die Titanen in dieser Schlacht die Götter schlagen, bindet Sakka den Götterfürsten an Händen und Füßen und am Hals und bringt ihn vor mich in die Titanenburg.‘

Sakkopi kho, bhikkhave, devānamindo deve tāvatiṁse āmantesi: Unterdessen wandte sich Sakka der Götterfürst an die Götter der Dreiunddreißig:

‘sace, mārisā, devānaṁ asurasaṅgāme samupabyūḷhe devā jineyyuṁ asurā parājineyyuṁ, yena naṁ vepacittiṁ asurindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā mama santike āneyyātha sudhammasabhan’ti. ‚Kameraden, wenn die Götter in dieser Schlacht die Titanen schlagen, bindet Vepacitti den Titanenfürsten an Händen und Füßen und am Hals und bringt ihn vor mich in die Halle der Gerechtigkeit.‘

Tasmiṁ kho pana, bhikkhave, saṅgāme devā jiniṁsu, asurā parājiniṁsu. In dieser Schlacht siegten die Götter, und die Titanen unterlagen.

Atha kho, bhikkhave, devā tāvatiṁsā vepacittiṁ asurindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā sakkassa devānamindassa santike ānesuṁ sudhammasabhaṁ. Da banden die Götter der Dreiunddreißig Vepacitti an Händen und Füßen und am Hals und brachten ihn vor Sakka in die Halle der Gerechtigkeit.

Tatra sudaṁ, bhikkhave, vepacitti asurindo kaṇṭhapañcamehi bandhanehi baddho sakkaṁ devānamindaṁ sudhammasabhaṁ pavisantañca nikkhamantañca asabbhāhi pharusāhi vācāhi akkosati paribhāsati. Und wenn Sakka die Halle betrat oder verließ, beschimpfte und beleidigte Vepacitti ihn mit ruppigen, harten Worten.

Atha kho, bhikkhave, mātali saṅgāhako sakkaṁ devānamindaṁ gāthāhi ajjhabhāsi: Da redete Mātali der Wagenlenker Sakka mit einer Strophe an:

‘Bhayā nu maghavā sakka, ‚O Maghavā, o Sakka,

dubbalyā no titikkhasi; erträgst du solche harten Worte

Suṇanto pharusaṁ vācaṁ, im Angesicht Vepacittis

sammukhā vepacittino’ti. aus Furcht oder aus Schwäche?‘

‘Nāhaṁ bhayā na dubbalyā, ‚Nicht aus Furcht oder Schwäche

khamāmi vepacittino; bin ich mit Vepacitti geduldig.

Kathañhi mādiso viññū, Denn wie kann jemand mit Vernunft wie ich

bālena paṭisaṁyuje’ti. mit einem Toren Streit anfangen?‘

‘Bhiyyo bālā pabhijjeyyuṁ, ‚Toren würden sich noch mehr erhitzen,

no cassa paṭisedhako; wenn ihnen niemand Einhalt gebietet.

Tasmā bhusena daṇḍena, Daher sollte ein Weiser einem Toren

dhīro bālaṁ nisedhaye’ti. mit harter Strafe Einhalt gebieten.‘

‘Etadeva ahaṁ maññe, ‚Ich denke, der einzige Weg,

bālassa paṭisedhanaṁ; einem Toren Einhalt zu gebieten,

Paraṁ saṅkupitaṁ ñatvā, ist, wenn man weiß, dass der andere aufgebracht ist,

yo sato upasammatī’ti. achtsam zu sein und ruhig zu bleiben.‘

‘Etadeva titikkhāya, ‚Diesen Fehler, Vāsava, sehe ich darin,

vajjaṁ passāmi vāsava; bloß geduldig zu sein.

Yadā naṁ maññati bālo, Wenn ein Tor denkt:

bhayā myāyaṁ titikkhati; „Er erträgt mich aus Furcht“,

Ajjhāruhati dummedho, wird der Dummkopf dir noch mehr nachstellen,

gova bhiyyo palāyinan’ti. wie eine Kuh, die den jagt, der wegläuft.‘

‘Kāmaṁ maññatu vā mā vā, ‚Soll er so denken, wenn er will, oder auch nicht:

bhayā myāyaṁ titikkhati; „Er erträgt mich aus Furcht.“

Sadatthaparamā atthā, Unter den Zielen, die im eigenen Wohl gipfeln,

khantyā bhiyyo na vijjati. findet man kein besseres als Geduld.

Yo have balavā santo, Wenn ein Starker

dubbalassa titikkhati; einen Schwächling erträgt,

Tamāhu paramaṁ khantiṁ, nennt man das die höchste Geduld,

niccaṁ khamati dubbalo. denn ein Schwächling muss stets geduldig sein.

Abalaṁ taṁ balaṁ āhu, Die Stärke der Torheit

yassa bālabalaṁ balaṁ; ist in Wahrheit bloß Schwäche, so heißt es.

Balassa dhammaguttassa, Aber niemand kann jemanden anfechten,

paṭivattā na vijjati. der stark ist, von der Lehre behütet.

Tasseva tena pāpiyo, Wenn du auf einen zornigen Menschen zornig wirst,

yo kuddhaṁ paṭikujjhati; machst du nur alles schlimmer für dich.

Kuddhaṁ appaṭikujjhanto, Wenn du auf einen zornigen Menschen nicht zornig wirst,

saṅgāmaṁ jeti dujjayaṁ. gewinnst du die Schlacht, die schwer zu gewinnen ist.

Ubhinnamatthaṁ carati, Wenn du weißt, dass der andere zornig ist,

attano ca parassa ca; handelst du zum Wohl beider,

Paraṁ saṅkupitaṁ ñatvā, deinem eigenen und dem des anderen,

yo sato upasammati. wenn du achtsam bist und ruhig bleibst.

Ubhinnaṁ tikicchantānaṁ, Menschen, die nicht mit der Lehre vertraut sind,

attano ca parassa ca; halten einen, der beide heilt,

Janā maññanti bāloti, sich selbst und den anderen,

ye dhammassa akovidā’ti. für einen Toren.‘

So hi nāma, bhikkhave, sakko devānamindo sakaṁ puññaphalaṁ upajīvamāno devānaṁ tāvatiṁsānaṁ issariyādhipaccaṁ rajjaṁ kārento khantisoraccassa vaṇṇavādī bhavissati. So, Mönche und Nonnen, spricht selbst Sakka der Götterfürst – während er von den Früchten seiner guten und schlechten Taten zehrt und als oberster Gebieter über diese Götter der Dreiunddreißig herrscht – lobend über Geduld und Sanftmut.

Idha kho taṁ, bhikkhave, sobhetha yaṁ tumhe evaṁ svākkhāte dhammavinaye pabbajitā samānā khamā ca bhaveyyātha soratā cā”ti. Aber da ihr in einer so gut erklärten Lehre und Schulung fortgezogen seid, wäre es wirklich wundervoll, wenn ihr geduldig und sanftmütig wärt.“
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