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Saṁyutta Nikāya 15.8 Verbundene Lehrreden 15.8
1. Paṭhamavagga 1. Das erste Kapitel
Gaṅgāsutta Der Ganges
Rājagahe viharati veḷuvane. Bei Rājagaha, im Bambuswäldchen.
Atha kho aññataro brāhmaṇo yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho so brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und fragte den Buddha:
“kīvabahukā nu kho, bho gotama, kappā abbhatītā atikkantā”ti? „Herr Gotama, wie viele Äonen sind vergangen?“
“Bahukā kho, brāhmaṇa, kappā abbhatītā atikkantā. „Brahmane, es sind viele Äonen vergangen.
Te na sukarā saṅkhātuṁ: Es ist nicht leicht, zu berechnen,
‘ettakā kappā iti vā, ettakāni kappasatāni iti vā, ettakāni kappasahassāni iti vā, ettakāni kappasatasahassāni iti vā’”ti. wie viele Äonen vergangen sind, wie viele hundert oder tausend oder hunderttausend Äonen.“
“Sakkā pana, bho gotama, upamaṁ kātun”ti? „Aber Herr Gotama, ist es möglich, dafür ein Gleichnis zu geben?“
“Sakkā, brāhmaṇā”ti bhagavā avoca. „Das ist möglich“, sagte der Buddha.
“Seyyathāpi, brāhmaṇa, yato cāyaṁ gaṅgā nadī pabhavati yattha ca mahāsamuddaṁ appeti, yā etasmiṁ antare vālikā sā na sukarā saṅkhātuṁ: „Betrachten wir den Ganges von seiner Quelle bis zur Mündung in das Weltmeer. Es ist nicht leicht, zu berechnen,
‘ettakā vālikā iti vā, ettakāni vālikasatāni iti vā, ettakāni vālikasahassāni iti vā, ettakāni vālikasatasahassāni iti vā’ti. wie viele Sandkörner sich zwischen diesen beiden Orten befinden, wie viele hundert oder tausend oder hunderttausend Sandkörner.
Tato bahutarā kho, brāhmaṇa, kappā abbhatītā atikkantā. Die Äonen, die vergangen sind, sind mehr als diese.
Te na sukarā saṅkhātuṁ: Es ist nicht leicht, zu berechnen,
‘ettakā kappā iti vā, ettakāni kappasatāni iti vā, ettakāni kappasahassāni iti vā, ettakāni kappasatasahassāni iti vā’ti. wie viele Äonen vergangen sind, wie viele hundert oder tausend oder hunderttausend Äonen.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Anamataggoyaṁ, brāhmaṇa, saṁsāro. Das Umherwandern hat keinen bekannten Anfang.
Pubbā koṭi na paññāyati avijjānīvaraṇānaṁ sattānaṁ taṇhāsaṁyojanānaṁ sandhāvataṁ saṁsarataṁ. Ein Anfangspunkt für das Umherstreifen und Umherwandern der Lebewesen, die von Unwissenheit eingehüllt und von Verlangen gefesselt sind, ist nicht gefunden.
Evaṁ dīgharattaṁ kho, brāhmaṇa, dukkhaṁ paccanubhūtaṁ tibbaṁ paccanubhūtaṁ byasanaṁ paccanubhūtaṁ, kaṭasī vaḍḍhitā. So lange Zeit hast du Leiden, Qual und Verderben erfahren und die Leichenfelder aufgefüllt.
Yāvañcidaṁ, brāhmaṇa, alameva sabbasaṅkhāresu nibbindituṁ, alaṁ virajjituṁ, alaṁ vimuccitun”ti. Eben das reicht völlig aus, dass du in Bezug auf alle Bedingungen ernüchtert wirst, dass deine Leidenschaft schwindet und du davon frei wirst.“
Evaṁ vutte, so brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Brahmane zum Buddha:
“abhikkantaṁ, bho gotama, abhikkantaṁ, bho gotama …pe… „Vortrefflich, Herr Gotama! Vortrefflich! …
upāsakaṁ maṁ bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll Herr Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
Aṭṭhamaṁ.