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Saṁyutta Nikāya 22.49 Verbundene Lehrreden 22.49
5. Attadīpavagga 5. Das Kapitel darüber, als deine eigene Insel zu leben
Soṇasutta Mit Soṇa
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati veḷuvane kalandakanivāpe. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.
Atha kho soṇo gahapatiputto yena bhagavā tenupasaṅkami …pe… Da ging der Hausbesitzer Soṇa zum Buddha …
ekamantaṁ nisinnaṁ kho soṇaṁ gahapatiputtaṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:
“Ye hi keci, soṇa, samaṇā vā brāhmaṇā vā aniccena rūpena dukkhena vipariṇāmadhammena ‘seyyohamasmī’ti vā samanupassanti; „Soṇa, in Bezug auf Form, die unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sich manche Asketen und Brahmanen so: ‚Ich bin besser‘,
‘sadisohamasmī’ti vā samanupassanti; ‚Ich bin gleich‘
‘hīnohamasmī’ti vā samanupassanti; oder ‚Ich bin schlechter‘.
kimaññatra yathābhūtassa adassanā? Was ist das anderes, als nicht wahrhaftig zu sehen?
Aniccāya vedanāya dukkhāya vipariṇāmadhammāya ‘seyyohamasmī’ti vā samanupassanti; In Bezug auf Gefühl …
‘sadisohamasmī’ti vā samanupassanti;
‘hīnohamasmī’ti vā samanupassanti;
kimaññatra yathābhūtassa adassanā?
Aniccāya saññāya … In Bezug auf Wahrnehmung …
aniccehi saṅkhārehi dukkhehi vipariṇāmadhammehi ‘seyyohamasmī’ti vā samanupassanti; In Bezug auf Willensbildungsprozesse …
‘sadisohamasmī’ti vā samanupassanti;
‘hīnohamasmī’ti vā samanupassanti;
kimaññatra yathābhūtassa adassanā?
Aniccena viññāṇena dukkhena vipariṇāmadhammena ‘seyyohamasmī’ti vā samanupassanti; In Bezug auf Bewusstsein, das unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sie sich so: ‚Ich bin besser‘,
‘sadisohamasmī’ti vā samanupassanti; ‚Ich bin gleich‘
‘hīnohamasmī’ti vā samanupassanti; oder ‚Ich bin schlechter‘.
kimaññatra yathābhūtassa adassanā? Was ist das anderes, als nicht wahrhaftig zu sehen?
Ye ca kho keci, soṇa, samaṇā vā brāhmaṇā vā aniccena rūpena dukkhena vipariṇāmadhammena ‘seyyohamasmī’tipi na samanupassanti; In Bezug auf Form, die unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sich manche Asketen nicht so: ‚Ich bin besser‘,
‘sadisohamasmī’tipi na samanupassanti; ‚Ich bin gleich‘
‘hīnohamasmī’tipi na samanupassanti; oder ‚Ich bin schlechter‘.
kimaññatra yathābhūtassa dassanā? Was ist das anderes, als wahrhaftig zu sehen?
Aniccāya vedanāya … In Bezug auf Gefühl …
aniccāya saññāya … In Bezug auf Wahrnehmung …
aniccehi saṅkhārehi … In Bezug auf Willensbildungsprozesse …
aniccena viññāṇena dukkhena vipariṇāmadhammena ‘seyyohamasmī’tipi na samanupassanti; In Bezug auf Bewusstsein, das unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sie sich nicht so: ‚Ich bin besser‘,
‘sadisohamasmī’tipi na samanupassanti; ‚Ich bin gleich‘
‘hīnohamasmī’tipi na samanupassanti; oder ‚Ich bin schlechter‘.
kimaññatra yathābhūtassa dassanā? Was ist das anderes, als wahrhaftig zu sehen?
Taṁ kiṁ maññasi, soṇa, Was denkst du, Soṇa?
rūpaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Form beständig oder unbeständig?“
“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn sie unbeständig ist, ist sie Leiden oder Glück?“
“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn sie unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man sie dann so ansehen:
‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“
“Vedanā niccā vā aniccā vā”ti? „Ist Gefühl …
“Aniccā, bhante” …
“saññā … Ist Wahrnehmung …
saṅkhārā … Sind Willensbildungsprozesse …
viññāṇaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“
“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“
“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:
‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“
“Tasmātiha, soṇa, yaṁ kiñci rūpaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ rūpaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya daṭṭhabbaṁ. „Daher, Soṇa, solltest du jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘
Yā kāci vedanā … Du solltest jegliche Art von Gefühl …
yā kāci saññā … Du solltest jegliche Art von Wahrnehmung …
ye keci saṅkhārā … Du solltest jegliche Art von Willensbildungsprozessen …
yaṁ kiñci viññāṇaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ viññāṇaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya daṭṭhabbaṁ. Du solltest jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘
Evaṁ passaṁ, soṇa, sutavā ariyasāvako rūpasmimpi nibbindati, vedanāyapi nibbindati, saññāyapi nibbindati, saṅkhāresupi nibbindati, viññāṇasmimpi nibbindati. Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein.
Nibbindaṁ virajjati; virāgā vimuccati. Vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.
‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānātī”ti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“
Sattamaṁ.