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Saṁyutta Nikāya 22.82 Verbundene Lehrreden 22.82

8. Khajjanīyavagga 8. Das Kapitel über Verzehren

Puṇṇamasutta Eine Vollmondnacht

Ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati pubbārāme migāramātupāsāde mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras, zusammen mit einem großen Saṅgha von Mönchen und Nonnen.

Tena kho pana samayena bhagavā tadahuposathe pannarase puṇṇāya puṇṇamāya rattiyā bhikkhusaṅghaparivuto ajjhokāse nisinno hoti. Zu der Zeit, es war der Besinnungstag, der Vollmond am fünfzehnten Tag, saß der Buddha inmitten eines Saṅgha von Mönchen unter freiem Himmel.

Atha kho aññataro bhikkhu uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā bhagavantaṁ etadavoca: Da erhob sich einer der Mönche von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

“puccheyyāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ kiñcideva desaṁ, sace me bhagavā okāsaṁ karoti pañhassa veyyākaraṇāyā”ti? „Herr, ich würde den Buddha gerne über einen bestimmten Punkt befragen, wenn du die Zeit nehmen wolltest, zu antworten.“

“Tena hi tvaṁ, bhikkhu, sake āsane nisīditvā puccha yadākaṅkhasī”ti. „Nun, Mönch, nimm auf deinem Sitz Platz und frage, was du willst.“

“Evaṁ, bhante”ti kho so bhikkhu bhagavato paṭissutvā sake āsane nisīditvā bhagavantaṁ etadavoca: „Ja, Herr“, antwortete jener Mönch. Er setzte sich und sagte zum Buddha:

“ime nu kho, bhante, pañcupādānakkhandhā, seyyathidaṁ—„Herr, gibt es die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate: nämlich

rūpupādānakkhandho, vedanupādānakkhandho, saññupādānakkhandho, saṅkhārupādānakkhandho, viññāṇupādānakkhandho”ti. Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein?“

“Ime kho, bhikkhu, pañcupādānakkhandhā; „Ja, es gibt sie“, sagte der Buddha.

Seyyathidaṁ—rūpupādānakkhandho …pe… viññāṇupādānakkhandho”ti.

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:

“Ime kho pana, bhante, pañcupādānakkhandhā kiṁmūlakā”ti? „Aber Herr, was ist die Wurzel dieser fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate?“

“Ime kho, bhikkhu, pañcupādānakkhandhā chandamūlakā”ti …pe… „Diese fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate wurzeln im Sehnen.“ …

taññeva nu kho, bhante, upādānaṁ te pañcupādānakkhandhā udāhu aññatra pañcahi upādānakkhandhehi upādānan”ti? „Aber Herr, ist das Ergreifen genau dasselbe wie die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate? Oder ist das Ergreifen ein Ding, und die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate sind ein anderes?“

“Na kho, bhikkhu, taññeva upādānaṁ te pañcupādānakkhandhā nāpi aññatra pañcahi upādānakkhandhehi upādānaṁ, api ca yo tattha chandarāgo taṁ tattha upādānan”ti. „Weder das eine noch das andere. Vielmehr ist das Sehnen und Begehren nach ihnen das Ergreifen hier.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… uttariṁ pañhaṁ apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Siyā pana, bhante, pañcupādānakkhandhesu chandarāgavemattatā”ti? „Aber Herr, kann es verschiedene Arten von Sehnen und Begehren nach den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten geben?“

“Siyā, bhikkhū”ti bhagavā avoca: „Das kann es geben“, sagte der Buddha.

“idha, bhikkhu, ekaccassa evaṁ hoti: „Da denkt jemand:

‘evaṁrūpo siyaṁ anāgatamaddhānaṁ, evaṁvedano siyaṁ anāgatamaddhānaṁ, evaṁsañño siyaṁ anāgatamaddhānaṁ, evaṁsaṅkhāro siyaṁ anāgatamaddhānaṁ, evaṁviññāṇo siyaṁ anāgatamaddhānan’ti. ‚Dass ich doch in der Zukunft solche Form, solches Gefühl, solche Wahrnehmung, solche Willensbildungsprozesse und solches Bewusstsein hätte!‘

Evaṁ kho, bhikkhu, siyā pañcupādānakkhandhesu chandarāgavemattatā”ti? So kann es verschiedene Arten von Sehnen und Begehren nach den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten geben.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… uttariṁ pañhaṁ apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Kittāvatā nu kho, bhante, khandhānaṁ khandhādhivacanan”ti? „Herr, was ist die Reichweite des Ausdrucks ‚Aggregate‘, wie er für die Aggregate verwendet wird?“

“Yaṁ kiñci, bhikkhu, rūpaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, ayaṁ vuccati rūpakkhandho. „Jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: Das nennt man das Form-Aggregat.

Yā kāci vedanā … Jegliche Art von Gefühl …

yā kāci saññā … Jegliche Art von Wahrnehmung …

ye keci saṅkhārā … Jegliche Art von Willensbildungsprozessen …

yaṁ kiñci viññāṇaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, ayaṁ vuccati viññāṇakkhandho. Jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: Das nennt man das Bewusstseins-Aggregat.

Ettāvatā kho, bhikkhu, khandhānaṁ khandhādhivacanan”ti. Das ist die Reichweite des Ausdrucks ‚Aggregate‘, wie er für die Aggregate verwendet wird.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Ko nu kho, bhante, hetu ko paccayo rūpakkhandhassa paññāpanāya; „Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass das Form-Aggregat zu finden ist?

ko hetu ko paccayo vedanākkhandhassa paññāpanāya; Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass das Gefühls-Aggregat …

ko hetu ko paccayo saññākkhandhassa paññāpanāya; das Wahrnehmungs-Aggregat …

ko hetu ko paccayo saṅkhārakkhandhassa paññāpanāya; das Willensbildungs-Aggregat …

ko hetu ko paccayo viññāṇakkhandhassa paññāpanāyā”ti? das Bewusstseins-Aggregat zu finden ist?“

“Cattāro kho, bhikkhu, mahābhūtā hetu, cattāro mahābhūtā paccayo rūpakkhandhassa paññāpanāya. „Die vier Grundzustände sind der Grund und die Ursache, dass das Form-Aggregat zu finden ist.

Phasso hetu phasso paccayo vedanākkhandhassa paññāpanāya. Kontakt ist der Grund und die Ursache, dass das Gefühls-Aggregat,

Phasso hetu phasso paccayo saññākkhandhassa paññāpanāya. das Wahrnehmungs-Aggregat

Phasso hetu, phasso paccayo saṅkhārakkhandhassa paññāpanāya. und das Willensbildungs-Aggregat zu finden sind.

Nāmarūpaṁ hetu, nāmarūpaṁ paccayo viññāṇakkhandhassa paññāpanāyā”ti. Name und Form sind der Grund und die Ursache, dass das Bewusstseins-Aggregat zu finden ist.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Kathaṁ nu kho, bhante, sakkāyadiṭṭhi hotī”ti? „Herr, wie kommt eine substanzialistische Ansicht zustande?“

“Idha, bhikkhu, assutavā puthujjano ariyānaṁ adassāvī ariyadhammassa akovido ariyadhamme avinīto, sappurisānaṁ adassāvī sappurisadhammassa akovido sappurisadhamme avinīto „Da hat ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch die Edlen nicht gesehen und ist in der Lehre der Edlen nicht bewandert und geschult. Er hat keine wahren Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen nicht bewandert und geschult.

rūpaṁ attato samanupassati, rūpavantaṁ vā attānaṁ; attani vā rūpaṁ, rūpasmiṁ vā attānaṁ; Er betrachtet Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.

vedanaṁ … Er betrachtet Gefühl als das Selbst …

saññaṁ … Er betrachtet Wahrnehmung als das Selbst …

saṅkhāre … Er betrachtet Willensbildungsprozesse als das Selbst …

viññāṇaṁ attato samanupassati, viññāṇavantaṁ vā attānaṁ; attani vā viññāṇaṁ, viññāṇasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.

Evaṁ kho, bhikkhu, sakkāyadiṭṭhi hotī”ti. So kommt eine substanzialistische Ansicht zustande.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Kathaṁ pana, bhante, sakkāyadiṭṭhi na hotī”ti? „Aber Herr, wie kommt eine substanzialistische Ansicht nicht zustande?“

“Idha, bhikkhu, sutavā ariyasāvako ariyānaṁ dassāvī ariyadhammassa kovido ariyadhamme suvinīto, sappurisānaṁ dassāvī sappurisadhammassa kovido sappurisadhamme suvinīto „Da hat ein gebildeter edler Schüler die Edlen gesehen und ist in der Lehre der Edlen bewandert und geschult. Er hat wahre Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen bewandert und geschult.

na rūpaṁ attato samanupassati, na rūpavantaṁ vā attānaṁ; na attani vā rūpaṁ, na rūpasmiṁ vā attānaṁ; Er betrachtet nicht Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.

na vedanaṁ … Er betrachtet nicht Gefühl als das Selbst …

na saññaṁ … Er betrachtet nicht Wahrnehmung als das Selbst …

na saṅkhāre … Er betrachtet nicht Willensbildungsprozesse als das Selbst …

na viññāṇaṁ attato samanupassati, na viññāṇavantaṁ vā attānaṁ; na attani vā viññāṇaṁ, na viññāṇasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet nicht Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.

Evaṁ kho, bhikkhu, sakkāyadiṭṭhi na hotī”ti. So kommt eine substanzialistische Ansicht nicht zustande.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu …pe… apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ … stellte jener Mönch eine weitere Frage:

“Ko nu kho, bhante, rūpassa assādo, ko ādīnavo, kiṁ nissaraṇaṁ; „Herr, worin bestehen die Befriedigung, der Nachteil und das Entrinnen bei der Form,

ko vedanāya … beim Gefühl,

ko saññāya … bei der Wahrnehmung,

ko saṅkhārānaṁ … bei den Willensbildungsprozessen

ko viññāṇassa assādo, ko ādīnavo, kiṁ nissaraṇan”ti? und beim Bewusstsein?“

“Yaṁ kho, bhikkhu, rūpaṁ paṭicca uppajjati sukhaṁ somanassaṁ—ayaṁ rūpassa assādo. „In dem Glück und dem Hochgefühl, die aus Form entstehen: Darin besteht die Befriedigung bei der Form.

Yaṁ rūpaṁ aniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ—ayaṁ rūpassa ādīnavo. Dass Form unbeständig ist, voller Leiden, dass sie zugrunde gehen muss: Darin bestehen ihr Nachteil.

Yo rūpasmiṁ chandarāgavinayo chandarāgappahānaṁ—idaṁ rūpassa nissaraṇaṁ. Das Sehnen und Begehren nach Form ausräumen und aufgeben: Darin besteht das Entrinnen von ihr.

Yaṁ vedanaṁ paṭicca … In dem Glück und dem Hochgefühl, die aus Gefühl entstehen …

yaṁ saññaṁ paṭicca … die aus Wahrnehmung entstehen …

ye saṅkhāre paṭicca … die aus Willensbildungsprozessen entstehen …

yaṁ viññāṇaṁ paṭicca uppajjati sukhaṁ somanassaṁ—ayaṁ viññāṇassa assādo. die aus Bewusstsein entstehen: Darin besteht die Befriedigung beim Bewusstsein.

Yaṁ viññāṇaṁ aniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ—ayaṁ viññāṇassa ādīnavo. Dass Bewusstsein unbeständig ist, voller Leiden, dass es zugrunde gehen muss: Darin bestehen sein Nachteil.

Yo viññāṇasmiṁ chandarāgavinayo chandarāgappahānaṁ—idaṁ viññāṇassa nissaraṇan”ti. Das Sehnen und Begehren nach Bewusstsein ausräumen und aufgeben: Darin besteht das Entrinnen von ihm.“

“Sādhu, bhante”ti kho so bhikkhu bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi: Mit den Worten: „Gut, Herr“ begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:

“Kathaṁ nu kho, bhante, jānato, kathaṁ passato imasmiñca saviññāṇake kāye bahiddhā ca sabbanimittesu ahaṅkāramamaṅkāramānānusayā na hontī”ti? „Herr, auf welche Art erkennt und sieht man, sodass es kein Ich-Machen, kein Mein-Machen und keine zugrunde liegende Neigung zur Einbildung für diesen mit Bewusstsein versehenen Körper gibt, noch für alle äußeren Reize?“

“Yaṁ kiñci, bhikkhu, rūpaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ rūpaṁ: ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passati. „Mönch, man sieht jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Yā kāci vedanā … Man sieht jegliche Art von Gefühl …

yā kāci saññā … jegliche Art von Wahrnehmung …

ye keci saṅkhārā … jegliche Art von Willensbildungsprozessen …

yaṁ kiñci viññāṇaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ viññāṇaṁ: ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passati. jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Evaṁ kho, bhikkhu, jānato evaṁ passato imasmiñca saviññāṇake kāye bahiddhā ca sabbanimittesu ahaṅkāramamaṅkāramānānusayā na hontī”ti. Auf diese Art erkennt und sieht man, sodass es kein kein Ich-Machen, kein Mein-Machen und keine zugrunde liegende Neigung zur Einbildung für diesen mit Bewusstsein versehenen Körper gibt, noch für alle äußeren Reize.“

Tena kho pana samayena aññatarassa bhikkhuno evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Da kam zu dieser Zeit einem der Mönche dieser Gedanke in den Sinn:

“iti kira bho rūpaṁ anattā, vedanā … saññā … saṅkhārā … viññāṇaṁ anattā; „So scheint es, guter Herr, dass Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein ohne Selbst sind.

anattakatāni kammāni kathamattānaṁ phusissantī”ti. Welches Selbst werden dann die Taten betreffen, die von etwas, das ohne Selbst ist, begangen wurden?“

Atha kho bhagavā tassa bhikkhuno cetasā ceto parivitakkamaññāya bhikkhū āmantesi: Da erkannte der Buddha den Gedankengang dieses Mönchs und wandte sich an die Mönche und Nonnen:

“Ṭhānaṁ kho panetaṁ, bhikkhave, vijjati yaṁ idhekacco moghapuriso avidvā avijjāgato taṇhādhipateyyena cetasā satthusāsanaṁ atidhāvitabbaṁ maññeyya. „Es ist möglich, dass ein unnützer Mensch hier, unverständig und unwissend, mit von Verlangen beherrschtem Geist, denkt, er könne die Anleitung des Lehrers überschreiten:

‘Iti kira, bho, rūpaṁ anattā, vedanā … saññā … saṅkhārā … viññāṇaṁ anattā. ‚So scheint es, guter Herr, dass Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein ohne Selbst sind.

Anattakatāni kammāni kathamattānaṁ phusissantī’ti? Welches Selbst werden dann die Taten betreffen, die von etwas, das ohne Selbst ist, begangen wurden?‘

Paṭipucchāvinītā kho me tumhe, bhikkhave, tatra tatra tesu tesu dhammesu. Nun, Mönche und Nonnen, ihr wurdet von mir in Bezug auf all diese Dinge in all diesen Fällen im Fragen erzogen.

Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

rūpaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Form beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Vedanā … „Ist Gefühl …

saññā … Ist Wahrnehmung …

saṅkhārā … Sind Willensbildungsprozesse …

viññāṇaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“

Tasmātiha …pe… „Daher solltet ihr jegliche Art … sehen …

evaṁ passaṁ …pe… Wenn er das sieht …

nāparaṁ itthattāyāti pajānātī”ti. Er versteht: ‚… es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

“Dve khandhā taññeva siyaṁ, „Zwei über die Aggregate; genau dasselbe; und kann es geben;

adhivacanañca hetunā; über den Ausdruck; und über den Grund;

Sakkāyena duve vuttā, zwei Fragen zur substanziellen Wirklichkeit;

assādaviññāṇakena ca; Befriedigung; und das mit Bewusstsein;

Ete dasavidhā vuttā, das sind die zehn Fragen,

hoti bhikkhu pucchāyā”ti. die der Mönch stellte.“

Dasamaṁ.

Khajjanīyavaggo tatiyo.

Tassuddānaṁ

Assādo dve samudayā,

arahantehi apare dve;

Sīho khajjanī piṇḍolyaṁ,

pālileyyena puṇṇamāti.
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