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Saṁyutta Nikāya 22.85 Verbundene Lehrreden 22.85

9. Theravagga 9. Das Kapitel mit Altehrwürdigen

Yamakasutta Mit Yamaka

Ekaṁ samayaṁ āyasmā sāriputto sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Sāriputta bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tena kho pana samayena yamakassa nāma bhikkhuno evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ hoti: Zu dieser Zeit hatte ein Mönch namens Yamaka den folgenden schädlichen Irrglauben:

“tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā”ti. „Wie ich die Lehre des Buddha verstehe, wird ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, vernichtet und zerstört, wenn sein Körper auseinanderbricht, und besteht nach dem Tod nicht fort.“

Assosuṁ kho sambahulā bhikkhū yamakassa kira nāma bhikkhuno evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ hoti: Mehrere Mönche und Nonnen hörten davon.

“tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā”ti.

Atha kho te bhikkhū yenāyasmā yamako tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā āyasmatā yamakena saddhiṁ sammodiṁsu. Sie gingen zu Yamaka und tauschten Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho te bhikkhū āyasmantaṁ yamakaṁ etadavocuṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzten sie sich zur Seite hin und sagten zu ihm:

“Saccaṁ kira te, āvuso yamaka, evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ: „Ist es wirklich wahr, geehrter Yamaka, dass du solch einen schädlichen Irrglauben hast:

‘tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’”ti? ‚Wie ich die Lehre des Buddha verstehe, wird ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, vernichtet und zerstört, wenn sein Körper auseinanderbricht, und besteht nach dem Tod nicht fort‘?“

“Evaṁ khvāhaṁ, āvuso, bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi: „Ja, Geehrte, so verstehe ich die Lehre des Buddha.“

‘khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’”ti.

“Mā, āvuso yamaka, evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi. Na hi sādhu bhagavato abbhācikkhanaṁ. Na hi bhagavā evaṁ vadeyya: „Sag das nicht, Yamaka! Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.“

‘khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’”ti.

Evampi kho āyasmā yamako tehi bhikkhūhi vuccamāno tatheva taṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ thāmasā parāmāsā abhinivissa voharati: Doch obwohl er von den Mönchen und Nonnen so ermahnt wurde, hielt Yamaka eigensinnig an seinem schädlichen Irrglauben fest und bestand darauf.

“tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā”ti.

Yato kho te bhikkhū nāsakkhiṁsu āyasmantaṁ yamakaṁ etasmā pāpakā diṭṭhigatā vivecetuṁ, atha kho te bhikkhū uṭṭhāyāsanā yenāyasmā sāriputto tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ sāriputtaṁ etadavocuṁ: Als diese Mönche und Nonnen nicht in der Lage waren, Yamaka von diesem schädlichen Irrglauben abzubringen, erhoben sie sich von ihren Sitzen und gingen zum Ehrwürdigen Sāriputta. Sie berichteten ihm die Begebenheit und sagten:

“yamakassa nāma, āvuso sāriputta, bhikkhuno evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ:

‘tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’ti.

Sādhāyasmā sāriputto yena yamako bhikkhu tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā”ti. „Dass doch der Ehrwürdige Sāriputta aus Anteilnahme zu dem Mönch Yamaka gehe.“

Adhivāsesi kho āyasmā sāriputto tuṇhībhāvena. Sāriputta schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho āyasmā sāriputto sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yenāyasmā yamako tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā yamakena saddhiṁ sammodi …pe… ekamantaṁ nisinno kho āyasmā sāriputto āyasmantaṁ yamakaṁ etadavoca: Da kam der Ehrwürdige Sāriputta am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Yamaka und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Als er sich zur Seite hingesetzt hatte, sagte er zu Yamaka:

“Saccaṁ kira te, āvuso yamaka, evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ: „Ist es wirklich wahr, geehrter Yamaka, dass du solch einen schädlichen Irrglauben hast:

‘tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’”ti? ‚Wie ich die Lehre des Buddha verstehe, wird ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, vernichtet und zerstört, wenn sein Körper auseinanderbricht, und besteht nach dem Tod nicht fort‘?“

“Evaṁ khvāhaṁ, āvuso, bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā”ti. „Ja, Geehrter, so verstehe ich die Lehre des Buddha.“

“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, „Was denkst du, geehrter Yamaka?

rūpaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Form beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, āvuso”. „Unbeständig, Geehrter.“

“Vedanā niccā … „Ist Gefühl …

saññā … Ist Wahrnehmung …

saṅkhārā … Sind Willensbildungsprozesse …

viññāṇaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, āvuso”. „Unbeständig, Geehrter.“

“Tasmātiha …pe… „Daher solltest du jegliche Art … sehen …

evaṁ passaṁ …pe… Wenn er das sieht …

nāparaṁ itthattāyāti pajānāti. Er versteht: ‚… es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, „Was denkst du, geehrter Yamaka?

rūpaṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? Siehst du den Klargewordenen als Form an?“

“No hetaṁ, āvuso” … „Nein, Geehrter.“

“vedanaṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? „Siehst du den Klargewordenen als Gefühl …

“No hetaṁ, āvuso” …

“saññaṁ … als Wahrnehmung …

saṅkhāre … als Willensbildungsprozesse …

viññāṇaṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? als Bewusstsein an?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, „Was denkst du, geehrter Yamaka?

rūpasmiṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? Siehst du den Klargewordenen als in der Form an?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Aññatra rūpā tathāgatoti samanupassasī”ti? „Oder siehst du den Klargewordenen als von Form getrennt an?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Vedanāya … „Siehst du den Klargewordenen als im Gefühl an …

aññatra vedanāya …pe… oder als vom Gefühl getrennt …

saññāya … als in der Wahrnehmung …

aññatra saññāya … oder als von der Wahrnehmung getrennt …

saṅkhāresu … als in Willensbildungsprozessen …

aññatra saṅkhārehi … oder als von Willensbildungsprozessen getrennt …

viññāṇasmiṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? Siehst du den Klargewordenen als im Bewusstsein an?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Aññatra viññāṇā tathāgatoti samanupassasī”ti? „Oder siehst du den Klargewordenen als vom Bewusstsein getrennt an?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, „Was denkst du, geehrter Yamaka?

rūpaṁ … vedanaṁ … saññaṁ … saṅkhāre … viññāṇaṁ tathāgatoti samanupassasī”ti? Siehst du den Klargewordenen als jemanden an, der Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein besitzt?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, „Was denkst du, geehrter Yamaka?

ayaṁ so arūpī … avedano … asaññī … asaṅkhāro … aviññāṇo tathāgatoti samanupassasī”ti? Siehst du den Klargewordenen als jemanden an, der ohne Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein ist?“

“No hetaṁ, āvuso”. „Nein, Geehrter.“

“Ettha ca te, āvuso yamaka, diṭṭheva dhamme saccato thetato tathāgate anupalabbhiyamāne, kallaṁ nu te taṁ veyyākaraṇaṁ: „In diesem Fall, geehrter Yamaka, da du den Klargewordenen nicht einmal in eben diesem Leben finden kannst, ist es da angemessen, zu erklären:

‘tathāhaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmi, yathā khīṇāsavo bhikkhu kāyassa bhedā ucchijjati vinassati, na hoti paraṁ maraṇā’”ti? ‚Wie ich die Lehre des Buddha verstehe, wird ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, vernichtet und zerstört, wenn sein Körper auseinanderbricht, und besteht nach dem Tod nicht fort‘?“

“Ahu kho me taṁ, āvuso sāriputta, pubbe aviddasuno pāpakaṁ diṭṭhigataṁ; „Geehrter Sāriputta, in meiner Unwissenheit hatte ich früher diesen Irrglauben.

idañca panāyasmato sāriputtassa dhammadesanaṁ sutvā tañceva pāpakaṁ diṭṭhigataṁ pahīnaṁ, dhammo ca me abhisamito”ti. Aber jetzt, da ich diese Unterweisung vom Ehrwürdigen Sāriputta gehört habe, habe ich die Lehre erfasst.“

“Sace taṁ, āvuso yamaka, evaṁ puccheyyuṁ: „Geehrter Yamaka, angenommen, du würdest gefragt:

‘yo so, āvuso yamaka, bhikkhu arahaṁ khīṇāsavo so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā kiṁ hotī’ti? ‚Was geschieht mit einem Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod?‘

Evaṁ puṭṭho tvaṁ, āvuso yamaka, kinti byākareyyāsī”ti? Wie würdest du antworten?“

“Sace maṁ, āvuso, evaṁ puccheyyuṁ: „Geehrter, wenn ich so gefragt würde,

‘yo so, āvuso yamaka, bhikkhu arahaṁ khīṇāsavo so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā kiṁ hotī’ti?

Evaṁ puṭṭhohaṁ, āvuso, evaṁ byākareyyaṁ: würde ich antworten:

‘rūpaṁ kho, āvuso, aniccaṁ. Geehrter, Form ist unbeständig.

Yadaniccaṁ taṁ dukkhaṁ; Was unbeständig ist, ist Leiden.

yaṁ dukkhaṁ taṁ niruddhaṁ tadatthaṅgataṁ. Was Leiden ist, hat aufgehört und ist zu Ende gegangen.

Vedanā … Gefühl …

saññā … Wahrnehmung …

saṅkhārā … Willensbildungsprozesse …

viññāṇaṁ aniccaṁ. Bewusstsein ist unbeständig.

Yadaniccaṁ taṁ dukkhaṁ; Was unbeständig ist, ist Leiden.

yaṁ dukkhaṁ taṁ niruddhaṁ tadatthaṅgatan’ti. Was Leiden ist, hat aufgehört und ist zu Ende gegangen.‘

Evaṁ puṭṭhohaṁ, āvuso, evaṁ byākareyyan”ti. So würde ich eine solche Frage beantworten.“

“Sādhu sādhu, āvuso yamaka. „Gut, gut, geehrter Yamaka!

Tena hāvuso yamaka, upamaṁ te karissāmi etasseva atthassa bhiyyoso mattāya ñāṇāya. Nun, ich will dir ein Gleichnis geben, um die Bedeutung noch klarer zu machen.

Seyyathāpi, āvuso yamaka, gahapati vā gahapatiputto vā aḍḍho mahaddhano mahābhogo; Angenommen, da wäre ein Hausbesitzer oder der Sohn eines Hausbesitzers. Er wäre reich, hätte viel Besitz und Vermögen

so ca ārakkhasampanno. und eine Leibwache zu seinem Schutz.

Tassa kocideva puriso uppajjeyya anatthakāmo ahitakāmo ayogakkhemakāmo jīvitā voropetukāmo. Und es käme ein Mensch daher, der ihm schaden, ihn verletzen, ihn in Gefahr bringen und ihm das Leben nehmen wollte.

Tassa evamassa: Der dächte:

‘ayaṁ kho gahapati vā gahapatiputto vā aḍḍho mahaddhano mahābhogo; ‚Dieser Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers ist reich, hat viel Besitz und Vermögen

so ca ārakkhasampanno; und eine Leibwache zu seinem Schutz.

nāyaṁ sukaro pasayha jīvitā voropetuṁ. Es wird nicht leicht sein, ihm mit Gewalt das Leben zu nehmen.

Yannūnāhaṁ anupakhajja jīvitā voropeyyan’ti. Warum werde ich nicht vertraut mit ihm und nehme ihm dann das Leben?“

So taṁ gahapatiṁ vā gahapatiputtaṁ vā upasaṅkamitvā evaṁ vadeyya: Und er ginge zu diesem Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers und sagte:

‘upaṭṭhaheyyaṁ taṁ, bhante’ti. ‚Herr, ich möchte dir dienen.‘

Tamenaṁ so gahapati vā gahapatiputto vā upaṭṭhāpeyya. Er diente diesem Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers.

So upaṭṭhaheyya pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī. Er würde vor ihm aufstehen und nach ihm zu Bett gehen. Er wäre zuvorkommend, zeigte sich liebenswert und redete höflich.

Tassa so gahapati vā gahapatiputto vā mittatopi naṁ saddaheyya; Der Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers würde ihn als Freund

suhajjatopi naṁ saddaheyya; und Gefährten betrachten

tasmiñca vissāsaṁ āpajjeyya. und würde ihm allmählich vertrauen.

Yadā kho, āvuso, tassa purisassa evamassa: Aber wenn dieser Mensch merkte,

‘saṁvissattho kho myāyaṁ gahapati vā gahapatiputto vā’ti, atha naṁ rahogataṁ viditvā tiṇhena satthena jīvitā voropeyya. dass er das Vertrauen des Hausbesitzers oder des Sohnes eines Hausbesitzers erlangt hätte, und er wüsste, dass dieser allein ist, würde er ihm mit einem scharfen Messer das Leben nehmen.

Taṁ kiṁ maññasi, āvuso yamaka, Was denkst du, geehrter Yamaka?

yadā hi so puriso amuṁ gahapatiṁ vā gahapatiputtaṁ vā upasaṅkamitvā evaṁ āha: Als dieser Mensch zu dem Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers ging und ihm seine Dienste anbot,

‘upaṭṭhaheyyaṁ taṁ, bhante’ti, tadāpi so vadhakova. war er da nicht ein Mörder,

Vadhakañca pana santaṁ na aññāsi: auch wenn dieser nicht wusste,

‘vadhako me’ti. dass er sein Mörder war?

Yadāpi so upaṭṭhahati pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī, tadāpi so vadhakova. Und als er vor ihm aufstand und nach ihm zu Bett ging, als er zuvorkommend war und sich liebenswert zeigte und höflich redete, war er da nicht ein Mörder,

Vadhakañca pana santaṁ na aññāsi: auch wenn dieser nicht wusste,

‘vadhako me’ti. dass er sein Mörder war?

Yadāpi naṁ rahogataṁ viditvā tiṇhena satthena jīvitā voropeti, tadāpi so vadhakova. Und als er wusste, dass dieser allein war, und er ihm mit einem scharfen Messer das Leben nahm, war er da nicht ein Mörder,

Vadhakañca pana santaṁ na aññāsi: auch wenn dieser nicht wusste,

‘vadhako me’”ti. dass er sein Mörder war?“

“Evamāvuso”ti. „Ja, Geehrter.“

“Evameva kho, āvuso, assutavā puthujjano ariyānaṁ adassāvī ariyadhammassa akovido ariyadhamme avinīto, sappurisānaṁ adassāvī sappurisadhammassa akovido sappurisadhamme avinīto „Ebenso hat da ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch die Edlen nicht gesehen und ist in der Lehre der Edlen nicht bewandert und geschult. Er hat keine wahren Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen nicht bewandert und geschult.

rūpaṁ attato samanupassati, rūpavantaṁ vā attānaṁ; attani vā rūpaṁ, rūpasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.

Vedanaṁ … Er betrachtet Gefühl als das Selbst …

saññaṁ … Er betrachtet Wahrnehmung als das Selbst …

saṅkhāre … Er betrachtet Willensbildungsprozesse als das Selbst …

viññāṇaṁ attato samanupassati, viññāṇavantaṁ vā attānaṁ; attani vā viññāṇaṁ, viññāṇasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.

So aniccaṁ rūpaṁ ‘aniccaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Form, die unbeständig ist, nicht wahrhaftig als unbeständig.

Aniccaṁ vedanaṁ ‘aniccā vedanā’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Gefühl, das unbeständig ist …

Aniccaṁ saññaṁ ‘aniccā saññā’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Wahrnehmung, die unbeständig ist …

Anicce saṅkhāre ‘aniccā saṅkhārā’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Willensbildungsprozesse, die unbeständig sind …

Aniccaṁ viññāṇaṁ ‘aniccaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Bewusstsein, das unbeständig ist, nicht wahrhaftig als unbeständig.

Dukkhaṁ rūpaṁ ‘dukkhaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Form, die Leiden ist, nicht wahrhaftig als Leiden.

Dukkhaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das Leiden ist …

dukkhaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die Leiden ist …

dukkhe saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die Leiden sind …

dukkhaṁ viññāṇaṁ ‘dukkhaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Bewusstsein, das Leiden ist, nicht wahrhaftig als Leiden.

Anattaṁ rūpaṁ ‘anattā rūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Form, die ohne Selbst ist, nicht wahrhaftig als ohne Selbst.

Anattaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das ohne Selbst ist …

anattaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die ohne Selbst ist …

anatte saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die ohne Selbst sind …

anattaṁ viññāṇaṁ ‘anattaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Bewusstsein, das ohne Selbst ist, nicht wahrhaftig als ohne Selbst.

Saṅkhataṁ rūpaṁ ‘saṅkhataṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Form, die bedingt ist, nicht wahrhaftig als bedingt.

Saṅkhataṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das bedingt ist …

saṅkhataṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die bedingt ist …

saṅkhate saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die bedingt sind …

saṅkhataṁ viññāṇaṁ ‘saṅkhataṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Bewusstsein, das bedingt ist, nicht wahrhaftig als bedingt.

Vadhakaṁ rūpaṁ ‘vadhakaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Er versteht Form, die ein Mörder ist, nicht wahrhaftig als Mörder.

Vadhakaṁ vedanaṁ ‘vadhakā vedanā’ti … Er versteht Gefühl, das ein Mörder ist …

vadhakaṁ saññaṁ ‘vadhakā saññā’ti … Wahrnehmung, die ein Mörder ist …

vadhake saṅkhāre ‘vadhakā saṅkhārā’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Willensbildungsprozesse, die ein Mörder sind …

Vadhakaṁ viññāṇaṁ ‘vadhakaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Bewusstsein, das ein Mörder ist, nicht wahrhaftig als Mörder.

So rūpaṁ upeti upādiyati adhiṭṭhāti ‘attā me’ti. Er fühlt sich von Form angezogen, ergreift sie und fixiert sich auf den Gedanken ‚mein Selbst‘.

Vedanaṁ … Er fühlt sich von Gefühl angezogen …

saññaṁ … Er fühlt sich von Wahrnehmung angezogen …

saṅkhāre … Er fühlt sich von Willensbildungsprozessen angezogen …

viññāṇaṁ upeti upādiyati adhiṭṭhāti ‘attā me’ti. Er fühlt sich von Bewusstsein angezogen, ergreift es und fixiert sich auf den Gedanken ‚mein Selbst‘.

Tassime pañcupādānakkhandhā upetā upādinnā dīgharattaṁ ahitāya dukkhāya saṁvattanti. Und wenn du dich von diesen fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten angezogen fühlst und sie ergreifst, führt das zu deinem langanhaltenden Schaden und Leiden.

Sutavā ca kho, āvuso, ariyasāvako ariyānaṁ dassāvī …pe… sappurisadhamme suvinīto Aber ein gebildeter edler Schüler hat die Edlen gesehen und ist in der Lehre der Edlen bewandert und geschult. Er hat wahre Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen bewandert und geschult.

na rūpaṁ attato samanupassati, na rūpavantaṁ attānaṁ; na attani rūpaṁ, na rūpasmiṁ attānaṁ. Er betrachtet nicht Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.

Na vedanaṁ … Er betrachtet nicht Gefühl als das Selbst …

na saññaṁ … Er betrachtet nicht Wahrnehmung als das Selbst …

na saṅkhāre … Er betrachtet nicht Willensbildungsprozesse als das Selbst …

na viññāṇaṁ attato samanupassati, na viññāṇavantaṁ attānaṁ; Er betrachtet nicht Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat,

na attani viññāṇaṁ, na viññāṇasmiṁ attānaṁ. Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.

So aniccaṁ rūpaṁ ‘aniccaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht Form, die unbeständig ist, wahrhaftig als unbeständig.

Aniccaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das unbeständig ist …

aniccaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die unbeständig ist …

anicce saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die unbeständig sind …

aniccaṁ viññāṇaṁ ‘aniccaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Bewusstsein, das unbeständig ist, wahrhaftig als unbeständig.

Dukkhaṁ rūpaṁ ‘dukkhaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht Form, die Leiden ist, wahrhaftig als Leiden.

Dukkhaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das Leiden ist …

dukkhaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die Leiden ist …

dukkhe saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die Leiden sind …

dukkhaṁ viññāṇaṁ ‘dukkhaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Bewusstsein, das Leiden ist, wahrhaftig als Leiden.

Anattaṁ rūpaṁ ‘anattā rūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht Form, die ohne Selbst ist, wahrhaftig als ohne Selbst.

Anattaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das ohne Selbst ist …

anattaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die ohne Selbst ist …

anatte saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die ohne Selbst sind …

anattaṁ viññāṇaṁ ‘anattā viññāṇan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Bewusstsein, das ohne Selbst ist, wahrhaftig als ohne Selbst.

Saṅkhataṁ rūpaṁ ‘saṅkhataṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht Form, die bedingt ist, wahrhaftig als bedingt.

Saṅkhataṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das bedingt ist …

saṅkhataṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die bedingt ist …

saṅkhate saṅkhāre … Willensbildungsprozesse, die bedingt sind …

saṅkhataṁ viññāṇaṁ ‘saṅkhataṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Bewusstsein, das bedingt ist, wahrhaftig als bedingt.

Vadhakaṁ rūpaṁ ‘vadhakaṁ rūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht Form, die ein Mörder ist, wahrhaftig als Mörder.

Vadhakaṁ vedanaṁ … Er versteht Gefühl, das ein Mörder ist …

vadhakaṁ saññaṁ … Wahrnehmung, die ein Mörder ist …

vadhake saṅkhāre ‘vadhakā saṅkhārā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Willensbildungsprozesse, die ein Mörder sind …

Vadhakaṁ viññāṇaṁ ‘vadhakaṁ viññāṇan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Bewusstsein, das ein Mörder ist, wahrhaftig als Mörder.

So rūpaṁ na upeti, na upādiyati, nādhiṭṭhāti: ‘attā me’ti. Er fühlt sich von Form nicht angezogen, ergreift sie nicht und fixiert sich nicht auf den Gedanken ‚mein Selbst‘.

Vedanaṁ … Er fühlt sich von Gefühl nicht angezogen …

saññaṁ … Er fühlt sich von Wahrnehmung nicht angezogen …

saṅkhāre … Er fühlt sich von Willensbildungsprozessen nicht angezogen …

viññāṇaṁ na upeti, na upādiyati, nādhiṭṭhāti: ‘attā me’ti. Er fühlt sich von Bewusstsein nicht angezogen, ergreift es nicht und fixiert sich nicht auf den Gedanken ‚mein Selbst‘.

Tassime pañcupādānakkhandhā anupetā anupādinnā dīgharattaṁ hitāya sukhāya saṁvattantī”ti. Und wenn du dich von diesen fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten nicht angezogen fühlst und sie nicht ergreifst, führt das zu deinem langanhaltenden Nutzen und Glück.“

“Evametaṁ, āvuso sāriputta, hoti yesaṁ āyasmantānaṁ tādisā sabrahmacārino anukampakā atthakāmā ovādakā anusāsakā. „Geehrter Sāriputta, so ist es, wenn man solche Ehrwürdigen zu geistlichen Gefährten hat, die einen aus Güte und Anteilnahme unterweisen und anleiten.

Idañca pana me āyasmato sāriputtassa dhammadesanaṁ sutvā anupādāya āsavehi cittaṁ vimuttan”ti. Und jetzt, da ich diese Unterweisung vom Ehrwürdigen Sāriputta gehört habe, ist mein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.“

Tatiyaṁ.
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