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Saṁyutta Nikāya 22.88 Verbundene Lehrreden 22.88

9. Theravagga 9. Das Kapitel mit Altehrwürdigen

Assajisutta Mit Assaji

Ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati veḷuvane kalandakanivāpe. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Tena kho pana samayena āyasmā assaji kassapakārāme viharati ābādhiko dukkhito bāḷhagilāno. Zu dieser Zeit nun hielt sich der Ehrwürdige Assaji in einem Kloster auf, das von einem Kassapa erbaut war, und er war mitgenommen, leidend, schwer krank.

Atha kho āyasmā assaji upaṭṭhāke āmantesi: Da wandte er sich an seine Pfleger:

“etha tumhe, āvuso, yena bhagavā tenupasaṅkamatha; upasaṅkamitvā mama vacanena bhagavato pāde sirasā vandatha: „Bitte, Geehrte, geht zum Buddha und beugt in meinem Namen euren Kopf zu seinen Füßen. Sagt zu ihm:

‘assaji, bhante, bhikkhu ābādhiko dukkhito bāḷhagilāno. ‚Herr, der Mönch Assaji ist mitgenommen, leidend, schwer krank.

So bhagavato pāde sirasā vandatī’ti. Er beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.‘

Evañca vadetha: Und dann sagt:

‘sādhu kira, bhante, bhagavā yena assaji bhikkhu tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā’”ti. ‚Herr, bitte geh aus Anteilnahme zu dem Mönch Assaji.‘“

“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato assajissa paṭissutvā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho te bhikkhū bhagavantaṁ etadavocuṁ: „Ja, Geehrter“, antworteten diese Mönche. Sie erhoben sich von ihren Sitzen, gingen zum Buddha und überbrachten ihm die Botschaft.

“assaji, bhante, bhikkhu ābādhiko …pe…

sādhu kira, bhante, bhagavā yena assaji bhikkhu tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā”ti.

Adhivāsesi bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho bhagavā sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yenāyasmā assaji tenupasaṅkami. Da kam der Buddha am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Ehrwürdigen Assaji.

Addasā kho āyasmā assaji bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ. Der Ehrwürdige Assaji sah den Buddha von Weitem kommen

Disvāna mañcake samadhosi. und versuchte, sich auf seiner Liege aufzurichten.

Atha kho bhagavā āyasmantaṁ assajiṁ etadavoca: Aber der Buddha sagte zu ihm:

“alaṁ, assaji, mā tvaṁ mañcake samadhosi. „Es ist gut, Assaji, du brauchst nicht aufzustehen.

Santimāni āsanāni paññattāni, tatthāhaṁ nisīdissāmī”ti. Hier sind Sitze ausgelegt, da werde ich mich hinsetzen.“

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Nisajja kho bhagavā āyasmantaṁ assajiṁ etadavoca: Er setzte sich auf einen ausgebreiteten Sitz und sagte zu Assaji:

“kacci te, assaji, khamanīyaṁ, kacci yāpanīyaṁ …pe… paṭikkamosānaṁ paññāyati no abhikkamo”ti? „Ich hoffe, es geht dir leidlich, Assaji, ich hoffe, du kommst zurecht. Und ich hoffe, dass der Schmerz nachlässt und nicht zunimmt, dass ein Nachlassen erkennbar ist, kein Zunehmen.“

“Na me, bhante, khamanīyaṁ …pe… abhikkamosānaṁ paññāyati no paṭikkamo”ti. „Herr, es geht mir nicht leidlich, ich komme nicht zurecht. Der Schmerz ist schrecklich und nimmt zu, er lässt nicht nach, ein Zunehmen ist erkennbar, kein Nachlassen.“

“Kacci te, assaji, na kiñci kukkuccaṁ na koci vippaṭisāro”ti? „Ich hoffe, es gibt nichts, was du bereust oder bedauerst?“

“Taggha me, bhante, anappakaṁ kukkuccaṁ anappako vippaṭisāro”ti. „Es gibt tatsächlich etwas nicht Geringes, Herr, das ich bereue und bedauere.“

“Kacci pana taṁ, assaji, attā sīlato na upavadatī”ti? „Ich hoffe, du hast dir wegen deines sittlichen Verhaltens nichts vorzuwerfen?“

“Na kho maṁ, bhante, attā sīlato upavadatī”ti. „Nein, Herr, ich habe mir wegen meines sittlichen Verhaltens nichts vorzuwerfen.“

“No ce kira taṁ, assaji, attā sīlato upavadati, atha kiñca te kukkuccaṁ ko ca vippaṭisāro”ti? „Was ist es in diesem Fall, Assaji, das du bereust oder bedauerst?“

“Pubbe khvāhaṁ, bhante, gelaññe passambhetvā passambhetvā kāyasaṅkhāre viharāmi, sohaṁ samādhiṁ nappaṭilabhāmi. „Herr, bevor ich krank wurde, meditierte ich, indem ich den körperlichen Ablauf vollständig gestillt hatte. Doch jetzt kann ich keine Versenkung erlangen.

Tassa mayhaṁ, bhante, taṁ samādhiṁ appaṭilabhato evaṁ hoti: Da ich keine Versenkung erlangen kann, denke ich:

‘no cassāhaṁ parihāyāmī’”ti. ‚Dass ich nicht verkümmere!‘“

“Ye te, assaji, samaṇabrāhmaṇā samādhisārakā samādhisāmaññā tesaṁ taṁ samādhiṁ appaṭilabhataṁ evaṁ hoti: „Assaji, es gibt Asketen und Brahmanen, für die Versenkung das Wesentliche ist, sie setzen Versenkung mit dem Asketenleben gleich:

‘no cassu mayaṁ parihāyāmā’ti. ‚Dass wir nicht verkümmern!‘

Taṁ kiṁ maññasi, assaji, Was denkst du, Assaji?

rūpaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Form beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante” …pe… „Unbeständig, Herr.“ …

viññāṇaṁ …pe… „Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“ …

“tasmātiha …pe… „Daher solltest du jegliche Art … sehen …

evaṁ passaṁ …pe… Wenn er das sieht …

nāparaṁ itthattāyāti pajānātīti. Er versteht: ‚… es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

So sukhañce vedanaṁ vedayati, sā ‘aniccā’ti pajānāti. ‘Anajjhositā’ti pajānāti. ‘Anabhinanditā’ti pajānāti. Wenn er ein angenehmes Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist, dass er nicht daran hängt und kein Vergnügen daran findet.

Dukkhañce vedanaṁ vedayati, sā ‘aniccā’ti pajānāti. ‘Anajjhositā’ti pajānāti. ‘Anabhinanditā’ti pajānāti. Wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist, dass er nicht daran hängt und kein Vergnügen daran findet.

Adukkhamasukhañce vedanaṁ vedayati, sā ‘aniccā’ti pajānāti …pe… ‘anabhinanditā’ti pajānāti. Wenn er ein neutrales Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist, dass er nicht daran hängt und kein Vergnügen daran findet.

So sukhañce vedanaṁ vedayati, visaṁyutto naṁ vedayati; Wenn er ein angenehmes Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

dukkhañce vedanaṁ vedayati, visaṁyutto naṁ vedayati; Wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

adukkhamasukhañce vedanaṁ vedayati, visaṁyutto naṁ vedayati. Wenn er ein neutrales Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

So kāyapariyantikañce vedanaṁ vedayamāno ‘kāyapariyantikaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Jīvitapariyantikañce vedanaṁ vedayamāno ‘jīvitapariyantikaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er das Ende des Körpers nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Körpers nahen.‘ Wenn er das Ende des Lebens nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Lebens nahen.‘

‘Kāyassa bhedā uddhaṁ jīvitapariyādānā idheva sabbavedayitāni anabhinanditāni sītībhavissantī’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wenn mein Körper auseinanderbricht und mein Leben vorbei ist, wird alles Gefühlte, da ich daran kein Vergnügen mehr finde, hier auf der Stelle kühl werden.‘

Seyyathāpi, assaji, telañca paṭicca, vaṭṭiñca paṭicca, telappadīpo jhāyeyya; Wie eine Öllampe, die mithilfe von Öl und einem Docht brennt.

tasseva telassa ca vaṭṭiyā ca pariyādānā anāhāro nibbāyeyya. Wenn Öl und Docht aufgebraucht sind, erlischt sie, da sie nicht genährt wird.

Evameva kho, assaji, bhikkhu kāyapariyantikaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘kāyapariyantikaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Jīvitapariyantikaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘jīvitapariyantikaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Ebenso weiß er, wenn er das Ende des Körpers nahen fühlt: ‚Ich fühle das Ende des Körpers nahen.‘ Wenn er das Ende des Lebens nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Lebens nahen.‘

‘Kāyassa bhedā uddhaṁ jīvitapariyādānā idheva sabbavedayitāni anabhinanditāni sītībhavissantī’ti pajānātī”ti. Er versteht: ‚Wenn mein Körper auseinanderbricht und mein Leben vorbei ist, wird alles Gefühlte, da ich daran kein Vergnügen mehr finde, hier auf der Stelle kühl werden.‘“

Chaṭṭhaṁ.
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