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Saṁyutta Nikāya 22.101 Verbundene Lehrreden 22.101
10. Pupphavagga 10. Das Kapitel über Blumen
Vāsijaṭasutta Die Axt
Sāvatthinidānaṁ. In Sāvatthī.
“Jānato ahaṁ, bhikkhave, passato āsavānaṁ khayaṁ vadāmi, no ajānato no apassato. „Mönche und Nonnen, ich sage, dass die Befleckungen für jemanden aufgelöst werden, der erkennt und sieht, nicht für jemanden, der nicht erkennt und nicht sieht.
Kiñca, bhikkhave, jānato kiṁ passato āsavānaṁ khayo hoti? Für jemanden, der was erkennt und sieht?
‘Iti rūpaṁ, iti rūpassa samudayo, iti rūpassa atthaṅgamo; ‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Enden.
iti vedanā … So ist Gefühl …
iti saññā … So ist Wahrnehmung …
iti saṅkhārā … So sind Willensbildungsprozesse …
iti viññāṇaṁ, iti viññāṇassa samudayo, iti viññāṇassa atthaṅgamo’ti—So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Enden.‘
evaṁ kho, bhikkhave, jānato evaṁ passato āsavānaṁ khayo hoti. Die Befleckungen werden für jemanden aufgelöst, der das erkennt und sieht.
Bhāvanānuyogaṁ ananuyuttassa, bhikkhave, bhikkhuno viharato kiñcāpi evaṁ icchā uppajjeyya: Wenn ein Mönch nicht dem Entwickeln geweiht ist, mag er wünschen:
‘aho vata me anupādāya āsavehi cittaṁ vimucceyyā’ti, atha khvassa neva anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccati. ‚Dass doch mein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit wäre!‘ Dennoch wird sein Geist nicht durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
‘Abhāvitattā’ tissa vacanīyaṁ. Ihr solltet sagen: Weil er nicht entwickelt ist.‘
Kissa abhāvitattā? Nicht entwickelt worin?
Abhāvitattā catunnaṁ satipaṭṭhānānaṁ, abhāvitattā catunnaṁ sammappadhānānaṁ, abhāvitattā catunnaṁ iddhipādānaṁ, abhāvitattā pañcannaṁ indriyānaṁ, abhāvitattā pañcannaṁ balānaṁ, abhāvitattā sattannaṁ bojjhaṅgānaṁ, abhāvitattā ariyassa aṭṭhaṅgikassa maggassa. Nicht entwickelt in den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, den vier Arten rechten Bemühens, den vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, den fünf Fähigkeiten, den fünf Kräften, den sieben Faktoren des Erwachens und dem edlen achtfachen Pfad.
Seyyathāpi, bhikkhave, kukkuṭiyā aṇḍāni aṭṭha vā dasa vā dvādasa vā. Wie wenn eine Henne acht, zehn oder zwölf Eier hätte,
Tānassu kukkuṭiyā na sammā adhisayitāni, na sammā pariseditāni, na sammā paribhāvitāni. doch sie hätte nicht richtig darauf gesessen, sie warm gehalten und bebrütet.
Kiñcāpi tassā kukkuṭiyā evaṁ icchā uppajjeyya: Selbst wenn diese Henne wünschte:
‘aho vata me kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjeyyun’ti, ‚Dass doch meine Küken die Eierschale mit ihren Klauen und Schnäbeln durchbrechen und sicher schlüpfen könnten!‘ –
atha kho abhabbāva te kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjituṁ. sie könnten dennoch nicht die Schale durchbrechen und sicher schlüpfen.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Tathā hi pana, bhikkhave, kukkuṭiyā aṇḍāni aṭṭha vā dasa vā dvādasa vā; Weil die Henne mit ihren acht, zehn oder zwölf Eiern
tāni kukkuṭiyā na sammā adhisayitāni, na sammā pariseditāni, na sammā paribhāvitāni. nicht richtig darauf gesessen, sie warm gehalten und bebrütet hat.
Evameva kho, bhikkhave, bhāvanānuyogaṁ ananuyuttassa bhikkhuno viharato kiñcāpi evaṁ icchā uppajjeyya: Ebenso mag ein Mönch, der nicht dem Entwickeln geweiht ist, wünschen:
‘aho vata me anupādāya āsavehi cittaṁ vimucceyyā’ti, atha khvassa neva anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccati. ‚Dass doch mein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit wäre!‘ Dennoch wird sein Geist nicht durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
‘Abhāvitattā’tissa vacanīyaṁ. Ihr solltet sagen: ‚Weil er nicht entwickelt ist.‘
Kissa abhāvitattā? Nicht entwickelt worin?
Abhāvitattā catunnaṁ satipaṭṭhānānaṁ …pe… aṭṭhaṅgikassa maggassa. Nicht entwickelt in den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, den vier Arten rechten Bemühens, den vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, den fünf Fähigkeiten, den fünf Kräften, den sieben Faktoren des Erwachens und dem edlen achtfachen Pfad.
Bhāvanānuyogaṁ anuyuttassa, bhikkhave, bhikkhuno viharato kiñcāpi na evaṁ icchā uppajjeyya: Wenn ein Mönch dem Entwickeln geweiht ist, mag er nicht wünschen:
‘aho vata me anupādāya āsavehi cittaṁ vimucceyyā’ti, atha khvassa anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccati. ‚Dass doch mein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit wäre!‘ Dennoch wird sein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
‘Bhāvitattā’tissa vacanīyaṁ. Ihr solltet sagen: ‚Weil er entwickelt ist.‘
Kissa bhāvitattā? Entwickelt worin?
Bhāvitattā catunnaṁ satipaṭṭhānānaṁ, bhāvitattā catunnaṁ sammappadhānānaṁ, bhāvitattā catunnaṁ iddhipādānaṁ, bhāvitattā pañcannaṁ indriyānaṁ, bhāvitattā pañcannaṁ balānaṁ, bhāvitattā sattannaṁ bojjhaṅgānaṁ, bhāvitattā ariyassa aṭṭhaṅgikassa maggassa. Entwickelt in den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, den vier Arten rechten Bemühens, den vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, den fünf Fähigkeiten, den fünf Kräften, den sieben Faktoren des Erwachens und dem edlen achtfachen Pfad.
Seyyathāpi, bhikkhave, kukkuṭiyā aṇḍāni aṭṭha vā dasa vā dvādasa vā. Wie wenn eine Henne acht, zehn oder zwölf Eier hätte,
Tānassu kukkuṭiyā sammā adhisayitāni, sammā pariseditāni, sammā paribhāvitāni. und sie hätte richtig darauf gesessen, sie warm gehalten und bebrütet.
Kiñcāpi tassā kukkuṭiyā na evaṁ icchā uppajjeyya: Selbst wenn diese Henne nicht wünschte:
‘aho vata me kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjeyyun’ti, ‚Dass doch meine Küken die Eierschale mit ihren Klauen und Schnäbeln durchbrechen und sicher schlüpfen könnten!‘,
atha kho bhabbāva te kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjituṁ. sie könnten dennoch die Schale durchbrechen und sicher schlüpfen.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Tathā hi pana, bhikkhave, kukkuṭiyā aṇḍāni aṭṭha vā dasa vā dvādasa vā; Weil die Henne mit ihren acht, zehn oder zwölf Eiern
tānassu kukkuṭiyā sammā adhisayitāni, sammā pariseditāni, sammā paribhāvitāni. richtig darauf gesessen, sie warm gehalten und bebrütet hat.
Evameva kho, bhikkhave, bhāvanānuyogaṁ anuyuttassa bhikkhuno viharato kiñcāpi na evaṁ icchā uppajjeyya: Ebenso mag ein Mönch, der dem Entwickeln geweiht ist, nicht wünschen:
‘aho vata me anupādāya āsavehi cittaṁ vimucceyyā’ti, atha khvassa anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccati. ‚Dass doch mein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit wäre!‘ Dennoch wird sein Geist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
‘Bhāvitattā’tissa vacanīyaṁ. Ihr solltet sagen: ‚Weil er entwickelt ist.‘
Kissa bhāvitattā? Entwickelt worin?
Bhāvitattā catunnaṁ satipaṭṭhānānaṁ …pe… bhāvitattā ariyassa aṭṭhaṅgikassa maggassa. Entwickelt in den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, den vier Arten rechten Bemühens, den vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, den fünf Fähigkeiten, den fünf Kräften, den sieben Faktoren des Erwachens und dem edlen achtfachen Pfad.
Seyyathāpi, bhikkhave, palagaṇḍassa vā palagaṇḍantevāsissa vā vāsijaṭe dissanteva aṅgulipadāni dissati aṅguṭṭhapadaṁ. Wie ein Zimmermann oder Zimmermannslehrling, der die Spuren seiner Finger und seines Daumens auf dem Griff seiner Axt sieht:
No ca khvassa evaṁ ñāṇaṁ hoti: Er weiß nicht,
‘ettakaṁ vata me ajja vāsijaṭassa khīṇaṁ, ettakaṁ hiyyo, ettakaṁ pare’ti. wie viel von dem Griff heute abgenutzt wurde, wie viel gestern und wie viel davor.
Atha khvassa khīṇe khīṇantveva ñāṇaṁ hoti. Er weiß nur, was abgenutzt wurde.
Evameva kho, bhikkhave, bhāvanānuyogaṁ anuyuttassa bhikkhuno viharato kiñcāpi na evaṁ ñāṇaṁ hoti: Ebenso weiß ein Mönch, der dem Entwickeln geweiht ist, nicht,
‘ettakaṁ vata me ajja āsavānaṁ khīṇaṁ, ettakaṁ hiyyo, ettakaṁ pare’ti, atha khvassa khīṇe khīṇantveva ñāṇaṁ hoti. wie viel von den Befleckungen heute abgenutzt wurde, wie viel gestern und wie viel davor. Er weiß nur, was abgenutzt wurde.
Seyyathāpi, bhikkhave, sāmuddikāya nāvāya vettabandhanabaddhāya vassamāsāni udake pariyādāya hemantikena thalaṁ ukkhittāya vātātapaparetāni vettabandhanāni. Tāni pāvusakena meghena abhippavuṭṭhāni appakasireneva paṭippassambhanti pūtikāni bhavanti; Wie ein Meeresschiff, das mit Tauen zusammengebunden ist: Sechs Monate lang wurden die Taue im Wasser zersetzt. Dann wurde das Schiff während der kalten Jahreszeit an Land gezogen, wo die Taue in Wind und Sonne verwitterten. Wenn die Monsunwolken sie reichlich mit Regen tränken, zerfallen und verrotten diese Taue leicht.
evameva kho, bhikkhave, bhāvanānuyogaṁ anuyuttassa bhikkhuno viharato appakasireneva saṁyojanāni paṭippassambhanti pūtikāni bhavantī”ti. Ebenso zerfallen und verrotten die Fesseln eines Mönchs, der dem Entwickeln geweiht ist, leicht.“
Navamaṁ.