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Saṁyutta Nikāya 23.2 Verbundene Lehrreden 23.2

1. Paṭhamamāravagga 1. Das erste Kapitel über Māra

Sattasutta Lebewesen

Sāvatthinidānaṁ. In Sāvatthī.

Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā rādho bhagavantaṁ etadavoca: Als er sich zur Seite hingesetzt hatte, sagte der Ehrwürdige Rādha zum Buddha:

“‘satto, satto’ti, bhante, vuccati. „Herr, man spricht von dieser Sache, die ‚Lebewesen‘ genannt wird.

Kittāvatā nu kho, bhante, sattoti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es ein Lebewesen?“

“Rūpe kho, rādha, yo chando yo rāgo yā nandī yā taṇhā, tatra satto, tatra visatto, tasmā sattoti vuccati. „Rādha, wenn du an Sehnen, Begehren, Genießen und Verlangen in Bezug auf Form festhältst, kräftig festhältst, dann spricht man von einem Lebewesen.

Vedanāya … Wenn du an Sehnen, Begehren, Genießen und Verlangen in Bezug auf Gefühl …

saññāya … in Bezug auf Wahrnehmung …

saṅkhāresu … in Bezug auf Willensbildungsprozesse …

viññāṇe yo chando yo rāgo yā nandī yā taṇhā, tatra satto, tatra visatto, tasmā sattoti vuccati. in Bezug auf Bewusstsein festhältst, kräftig festhältst, dann spricht man von einem Lebewesen.

Seyyathāpi, rādha, kumārakā vā kumārikāyo vā paṁsvāgārakehi kīḷanti. Wie wenn einige Jungen oder Mädchen mit Sandburgen spielen würden:

Yāvakīvañca tesu paṁsvāgārakesu avigatarāgā honti avigatacchandā avigatapemā avigatapipāsā avigatapariḷāhā avigatataṇhā, tāva tāni paṁsvāgārakāni allīyanti keḷāyanti dhanāyanti mamāyanti. Solange sie nicht von Begehren, Sehnen, Zuneigung, Durst, Leidenschaft und Verlangen nach diesen Sandburgen frei sind, schätzen sie sie, sind vernarrt in sie, geben viel darauf und behandeln sie als ihr Eigen.

Yato ca kho, rādha, kumārakā vā kumārikāyo vā tesu paṁsvāgārakesu vigatarāgā honti vigatacchandā vigatapemā vigatapipāsā vigatapariḷāhā vigatataṇhā, atha kho tāni paṁsvāgārakāni hatthehi ca pādehi ca vikiranti vidhamanti viddhaṁsenti vikīḷaniyaṁ karonti. Aber sobald sie von Begehren, Sehnen, Zuneigung, Durst, Leidenschaft und Verlangen nach diesen Sandburgen frei sind, ziehen sie sie mit ihren Händen und Füßen auseinander, reißen sie nieder, zerstören sie und richten sie so zu, dass man nicht mehr damit spielen kann.

Evameva kho, rādha, tumhepi rūpaṁ vikiratha vidhamatha viddhaṁsetha vikīḷaniyaṁ karotha taṇhākkhayāya paṭipajjatha. Ebenso sollt ihr Form auseinanderziehen, niederreißen, zerstören und so zurichten, dass man nicht mehr damit spielen kann. Und ihr sollt für die Auflösung des Verlangens üben.

Vedanaṁ vikiratha vidhamatha viddhaṁsetha vikīḷaniyaṁ karotha taṇhākkhayāya paṭipajjatha. Ihr sollt Gefühl auseinanderziehen, niederreißen, zerstören …

Saññaṁ … Ihr sollt Wahrnehmung auseinanderziehen, niederreißen, zerstören …

saṅkhāre vikiratha vidhamatha viddhaṁsetha vikīḷaniyaṁ karotha taṇhākkhayāya paṭipajjatha. Ihr sollt Willensbildungsprozesse auseinanderziehen, niederreißen, zerstören …

Viññāṇaṁ vikiratha vidhamatha viddhaṁsetha vikīḷaniyaṁ karotha taṇhākkhayāya paṭipajjatha. Ihr sollt Bewusstsein auseinanderziehen, niederreißen, zerstören und so zurichten, dass man nicht mehr damit spielen kann. Und ihr sollt für die Auflösung des Verlangens üben.

Taṇhākkhayo hi, rādha, nibbānan”ti. Denn die Auflösung des Verlangens ist Erlöschen.“

Dutiyaṁ.
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