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Saṁyutta Nikāya 35.32 Verbundene Lehrreden 35.32

3. Sabbavagga 3. Das Kapitel über alles

Dutiyasamugghātasappāyasutta Dem Ausrotten förderlich (2)

“Sabbamaññitasamugghātasappāyaṁ vo, bhikkhave, paṭipadaṁ desessāmi. „Mönche und Nonnen, ich werde euch die Übung lehren, die dem Ausrotten allen Vorstellens förderlich ist.

Taṁ suṇātha. Hört zu …

Katamā ca sā, bhikkhave, sabbamaññitasamugghātasappāyā paṭipadā? Und was ist die Übung, die dem Ausrotten allen Vorstellens förderlich ist?

Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

cakkhu niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das Auge beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ bhante”. „Nein, Herr.“

“Rūpā …pe… „Sind Bilder …

cakkhuviññāṇaṁ … Ist Augenbewusstsein …

cakkhusamphasso nicco vā anicco vā”ti? Ist Augenkontakt …

“Anicco, bhante” …pe….

“Yampidaṁ cakkhusamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante” …pe…. „Nein, Herr.“

“Jivhā niccā vā aniccā vā”ti? „Ist das Ohr … Ist die Nase … Ist die Zunge …

“Aniccā, bhante” …pe….

“Rasā …

jivhāviññāṇaṁ …

jivhāsamphasso …pe…

yampidaṁ jivhāsamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti?

“Aniccaṁ, bhante” …pe…

dhammā … Ist der Körper … Ist der Geist …

manoviññāṇaṁ … Ist Geistbewusstsein …

manosamphasso nicco vā anicco vā”ti? Ist Geistkontakt …

“Anicco, bhante”.

“Yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“

“Evaṁ passaṁ, bhikkhave, sutavā ariyasāvako cakkhusmimpi nibbindati, rūpesupi nibbindati, cakkhuviññāṇepi nibbindati, cakkhusamphassepi nibbindati. „Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert vom Auge, von Bildern, vom Augenbewusstsein und von Augenkontakt.

Yampidaṁ cakkhusamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati …pe… Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht.

jivhāyapi nibbindati, rasesupi …pe… yampidaṁ jivhāsamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati …pe…. Er wird ernüchtert vom Ohr … von der Nase … von der Zunge … vom Körper …

Manasmimpi nibbindati, dhammesupi nibbindati, manoviññāṇepi nibbindati, manosamphassepi nibbindati. Er wird ernüchtert vom Geist, von Vorstellungen, vom Geistbewusstsein und von Geistkontakt.

Yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati. Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht.

Nibbindaṁ virajjati; virāgā vimuccati; vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.

‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Ayaṁ kho sā, bhikkhave, sabbamaññitasamugghātasappāyā paṭipadā”ti. Das ist die Übung, die dem Ausrotten allen Vorstellens förderlich ist.“

Dasamaṁ.

Sabbavaggo tatiyo.

Tassuddānaṁ

Sabbañca dvepi pahānā,

parijānāpare duve;

Ādittaṁ addhabhūtañca,

sāruppā dve ca sappāyā;

Vaggo tena pavuccatīti.
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