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Saṁyutta Nikāya 35.62 Verbundene Lehrreden 35.62

6. Avijjāvagga 6. Das Kapitel über Unwissenheit

Dutiyasabbupādānapariyādānasutta Das Aufbrauchen allen Brennstoffs (2)

“Sabbupādānapariyādānāya vo, bhikkhave, dhammaṁ desessāmi. „Mönche und Nonnen, ich will euch den Grundsatz für das Aufbrauchen allen Brennstoffs lehren.

Taṁ suṇātha. Hört zu …

Katamo ca, bhikkhave, sabbupādānapariyādānāya dhammo? Und was ist der Grundsatz für das Aufbrauchen allen Brennstoffs?

Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

cakkhu niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das Auge beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“

“Rūpā …pe… „Sind Bilder …

cakkhuviññāṇaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Augenbewusstsein …

“Aniccaṁ, bhante” …pe….

“Cakkhusamphasso nicco vā anicco vā”ti? Ist Augenkontakt …

“Anicco, bhante” …pe….

“Yampidaṁ cakkhusamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante” …pe…. „Unbeständig, Herr.“ …

“Sotaṁ … „Ist das Ohr …

ghānaṁ … Ist die Nase …

jivhā … Ist die Zunge …

kāyo … Ist der Körper …

mano … Ist der Geist …

dhammā … Sind Vorstellungen …

manoviññāṇaṁ … Ist Geistbewusstsein …

manosamphasso … Ist Geistkontakt …

yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“

“Evaṁ passaṁ, bhikkhave, sutavā ariyasāvako cakkhusmimpi nibbindati, rūpesupi nibbindati, cakkhuviññāṇepi nibbindati, cakkhusamphassepi nibbindati. „Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert vom Auge, von Bildern, vom Augenbewusstsein und von Augenkontakt.

Yampidaṁ cakkhusamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati …pe… Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht.

jivhāyapi nibbindati, rasesupi nibbindati, jivhāviññāṇepi nibbindati, jivhāsamphassepi nibbindati, yampidaṁ jivhāsamphassapaccayā uppajjati …pe… Er wird ernüchtert vom Ohr … von der Nase … von der Zunge … vom Körper …

manasmimpi nibbindati, dhammesupi nibbindati, manoviññāṇepi nibbindati, manosamphassepi nibbindati. Er wird ernüchtert vom Geist, von Vorstellungen, vom Geistbewusstsein und von Geistkontakt.

Yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati. Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht.

Nibbindaṁ virajjati; virāgā vimuccati; vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.

‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Ayaṁ kho, bhikkhave, sabbupādānapariyādānāya dhammo”ti. Das ist der Grundsatz für das Aufbrauchen allen Brennstoffs.“

Dasamaṁ.

Avijjāvaggo paṭhamo.

Tassuddānaṁ

Avijjā saṁyojanā dve,

āsavena duve vuttā;

Anusayā apare dve,

pariññā dve pariyādinnaṁ;

Vaggo tena pavuccatīti.
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