Other Translations: English

From:

PreviousNext

Saṁyutta Nikāya 35.75 Verbundene Lehrreden 35.75

8. Gilānavagga 8. Das Kapitel über Kranke

Dutiyagilānasutta Krank (2)

Atha kho aññataro bhikkhu …pe… bhagavantaṁ etadavoca: Da ging ein Mönch zum Buddha … und sagte zu ihm:

“amukasmiṁ, bhante, vihāre aññataro bhikkhu navo appaññāto ābādhiko dukkhito bāḷhagilāno. „Herr, in dem und dem Kloster lebt ein Mönch, der jünger und nicht namhaft ist. Er ist mitgenommen, leidend, schwer krank.

Sādhu, bhante, bhagavā yena so bhikkhu tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā”ti. Bitte geh aus Anteilnahme zu ihm.“

Atha kho bhagavā navavādañca sutvā gilānavādañca, “appaññāto bhikkhū”ti iti viditvā yena so bhikkhu tenupasaṅkami. Als der Buddha hörte, dass der Mönch jünger war, dass er krank war, und als er verstand, dass er nicht namhaft war, ging er zu ihm.

Addasā kho so bhikkhu bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ. Der Mönch sah den Buddha von Weitem kommen

Disvāna mañcake samadhosi. und versuchte, sich auf seiner Liege aufzurichten.

Atha kho bhagavā taṁ bhikkhuṁ etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:

“alaṁ, bhikkhu, mā tvaṁ mañcake samadhosi. „Es ist gut, Mönch, du brauchst nicht aufzustehen.

Santimāni āsanāni paññattāni, tatthāhaṁ nisīdissāmī”ti. Hier sind Sitze ausgelegt, da werde ich mich hinsetzen.“

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Nisajja kho bhagavā taṁ bhikkhuṁ etadavoca: Er setzte sich auf einen ausgebreiteten Sitz und sagte zu dem Mönch:

“kacci te, bhikkhu, khamanīyaṁ, kacci yāpanīyaṁ, kacci dukkhā vedanā paṭikkamanti no abhikkamanti, paṭikkamosānaṁ paññāyati no abhikkamo”ti? „Ich hoffe, es geht dir leidlich, Mönch, ich hoffe, du kommst zurecht. Und ich hoffe, dass der Schmerz nachlässt und nicht zunimmt, dass ein Nachlassen erkennbar ist, kein Zunehmen.“

“Na me, bhante, khamanīyaṁ, na yāpanīyaṁ …pe… „Herr, es geht mir nicht leidlich, ich komme nicht zurecht. …

na kho maṁ, bhante, attā sīlato upavadatī”ti. Ich habe mir wegen meines sittlichen Verhaltens nichts vorzuwerfen.“

“No ce kira te, bhikkhu, attā sīlato upavadati, atha kiñca te kukkuccaṁ ko ca vippaṭisāro”ti? „Was ist es in diesem Fall, Mönch, das du bereust oder bedauerst?“

“Na khvāhaṁ, bhante, sīlavisuddhatthaṁ bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmī”ti. „Es ist, dass ich es so verstehe, dass der Buddha den Dhamma nicht nur um der sittlichen Reinheit willen gelehrt hat.“

“No ce kira tvaṁ, bhikkhu, sīlavisuddhatthaṁ mayā dhammaṁ desitaṁ ājānāsi, atha kimatthaṁ carahi tvaṁ, bhikkhu, mayā dhammaṁ desitaṁ ājānāsī”ti? „Wenn das so ist, wie genau verstehst du es, zu welchem Zweck der Dhamma gelehrt wird?“

“Anupādāparinibbānatthaṁ khvāhaṁ, bhante, bhagavatā dhammaṁ desitaṁ ājānāmī”ti. „Ich verstehe es so, dass der Buddha den Dhamma zum Zweck des vollständigen Erlöschens durch Nicht-Ergreifen gelehrt hat.“

“Sādhu sādhu, bhikkhu. „Gut, gut, Mönch!

Sādhu kho tvaṁ, bhikkhu, anupādāparinibbānatthaṁ mayā dhammaṁ desitaṁ ājānāsi. Es ist gut, dass du es so verstehst, dass ich den Dhamma zum Zweck des vollständigen Erlöschens durch Nicht-Ergreifen gelehrt habe.

Anupādāparinibbānattho hi, bhikkhu, mayā dhammo desito. Denn das ist ja der Zweck.

Taṁ kiṁ maññasi, bhikkhu, Was denkst du, Mönch?

cakkhu niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das Auge beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“ …

“ …pe…

Sotaṁ … „Ist das Ohr …

ghānaṁ … Ist die Nase …

jivhā … Ist die Zunge …

kāyo … Ist der Körper …

mano … Ist der Geist …

manoviññāṇaṁ … Ist Geistbewusstsein …

manosamphasso … Ist Geistkontakt …

yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“

“Evaṁ passaṁ, bhikkhu, sutavā ariyasāvako cakkhusmimpi nibbindati …pe… „Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert vom Auge … vom Ohr … von der Nase … von der Zunge … vom Körper …

manasmimpi … vom Geist …

manoviññāṇepi … vom Geistbewusstsein …

manosamphassepi nibbindati. von Geistkontakt …

Yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati. Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht.

Nibbindaṁ virajjati; virāgā vimuccati; vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.

‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānātī”ti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamano so bhikkhu bhagavato bhāsitaṁ abhinandi. Erfreut begrüßte dieser Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu.

Imasmiñca pana veyyākaraṇasmiṁ bhaññamāne tassa bhikkhussa anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccīti. Und während diese Lehrrede gesprochen wurde, wurde der Geist dieses Mönchs durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.

Dutiyaṁ.
PreviousNext