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Saṁyutta Nikāya 35.86 Verbundene Lehrreden 35.86
9. Channavagga 9. Das Kapitel mit Channa
Saṅkhittadhammasutta Eine kurze Unterweisung
Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā ānando bhagavantaṁ etadavoca: Als er sich zur Seite hingesetzt hatte, sagte der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha:
“sādhu me, bhante, bhagavā saṅkhittena dhammaṁ desetu, yamahaṁ bhagavato dhammaṁ sutvā eko vūpakaṭṭho appamatto ātāpī pahitatto vihareyyan”ti. „Herr, dass der Buddha mir in kurzer Form eine Dhammaunterweisung gebe. Wenn ich sie gehört habe, werde ich allein leben, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen.“
“Taṁ kiṁ maññasi, ānanda, „Was denkst du, Ānanda?
cakkhu niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das Auge beständig oder unbeständig?“
“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“
“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:
‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“
“Rūpā niccā vā aniccā vā”ti? „Sind Bilder beständig oder unbeständig?“
“Aniccā, bhante” …pe…. „Unbeständig, Herr.“ …
“Cakkhuviññāṇaṁ …pe… „Ist Augenbewusstsein … Ist Augenkontakt …
yampidaṁ cakkhusamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“
“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“
“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:
‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
“No hetaṁ, bhante” …pe…. „Nein, Herr.“ …
“Jivhā niccā vā aniccā vā”ti? „Ist das Ohr … Ist die Nase … Ist die Zunge … Ist der Körper … Ist der Geist …
“Aniccā, bhante” …pe….
“Jivhāviññāṇaṁ …
jivhāsamphasso …pe…
yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tampi niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, beständig oder unbeständig?“
“Aniccaṁ, bhante”. „Unbeständig, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“
“Dukkhaṁ, bhante”. „Leiden, Herr.“
“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:
‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“
“Evaṁ passaṁ, ānanda, sutavā ariyasāvako cakkhusmimpi nibbindati …pe… cakkhusamphassepi nibbindati …pe… „Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert vom Auge, von Bildern, vom Augenbewusstsein und von Augenkontakt. Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht.
yampidaṁ manosamphassapaccayā uppajjati vedayitaṁ sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā tasmimpi nibbindati. Er wird ernüchtert vom Ohr … von der Nase … von der Zunge … vom Körper … vom Geist … Er wird ernüchtert von dem angenehmen, schmerzhaften oder neutralen Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht.
Nibbindaṁ virajjati; virāgā vimuccati; vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.
‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānātī”ti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“
Tatiyaṁ.