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Saṁyutta Nikāya 35.240 Verbundene Lehrreden 35.240

19. Āsīvisavagga 19. Das Kapitel über das Gleichnis von den Giftschlangen

Kummopamasutta Das Gleichnis von der Schildkröte

“Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, kummo kacchapo sāyanhasamayaṁ anunadītīre gocarapasuto ahosi. „Es war einmal, Mönche und Nonnen, eine Schildkröte, die graste eines Nachmittags am Ufer eines Flusses.

Siṅgālopi kho, bhikkhave, sāyanhasamayaṁ anunadītīre gocarapasuto ahosi. Zur gleichen Zeit jagte ein Schakal am Ufer des Flusses.

Addasā kho, bhikkhave, kummo kacchapo siṅgālaṁ dūratova gocarapasutaṁ. Die Schildkröte sah den Schakal von Weitem kommen,

Disvāna soṇḍipañcamāni aṅgāni sake kapāle samodahitvā appossukko tuṇhībhūto saṅkasāyati. da zog sie ihre Beine und ihren Kopf unter ihren Panzer und verhielt sich reglos und still.

Siṅgālopi kho, bhikkhave, addasa kummaṁ kacchapaṁ dūratova gocarapasutaṁ. Aber auch der Schakal sah die Schildkröte von Weitem grasen.

Disvāna yena kummo kacchapo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā kummaṁ kacchapaṁ paccupaṭṭhito ahosi: Da ging er zu ihr hin und wartete in der Nähe; er dachte:

‘yadāyaṁ kummo kacchapo soṇḍipañcamānaṁ aṅgānaṁ aññataraṁ vā aññataraṁ vā aṅgaṁ abhininnāmessati, tattheva naṁ gahetvā uddālitvā khādissāmī’ti. ‚Wenn diese Schildkröte ein Bein oder den Kopf unter dem Panzer hervorstreckt, werde ich sie eben da packen, werde sie herausreißen und fressen!‘

Yadā kho, bhikkhave, kummo kacchapo soṇḍipañcamānaṁ aṅgānaṁ aññataraṁ vā aññataraṁ vā aṅgaṁ na abhininnāmi, atha siṅgālo kummamhā nibbijja pakkāmi, otāraṁ alabhamāno. Aber als die Schildkröte weder ein Bein noch den Kopf unter dem Panzer hervorstreckte, ging der Schakal enttäuscht fort, da er keinen Angriffspunkt finden konnte.

Evameva kho, bhikkhave, tumhepi māro pāpimā satataṁ samitaṁ paccupaṭṭhito: Ebenso wartet Māra der Böse immer in der Nähe und denkt:

‘appeva nāmāhaṁ imesaṁ cakkhuto vā otāraṁ labheyyaṁ …pe… ‚Hoffentlich kann ich im Auge,

jivhāto vā otāraṁ labheyyaṁ …pe… im Ohr, in der Nase, in der Zunge, im Körper

manato vā otāraṁ labheyyan’ti. oder im Geist einen Angriffspunkt finden.‘

Tasmātiha, bhikkhave, indriyesu guttadvārā viharatha. Daher sollt ihr leben, indem ihr die Tore der Sinne bewacht.

Cakkhunā rūpaṁ disvā mā nimittaggāhino ahuvattha, mā anubyañjanaggāhino. Wenn ihr mit dem Auge ein Bild seht, bleibt nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjatha, rakkhatha cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjatha. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt Zügelung, bewacht das Sehvermögen und haltet es im Zaum.

Sotena saddaṁ sutvā … Wenn ihr mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn ihr mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn ihr mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn ihr mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya mā nimittaggāhino ahuvattha, mā anubyañjanaggāhino. Wenn ihr mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjatha, rakkhatha manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjatha. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und haltet es im Zaum.

Yato tumhe, bhikkhave, indriyesu guttadvārā viharissatha, atha tumhehipi māro pāpimā nibbijja pakkamissati, otāraṁ alabhamāno—Wenn ihr lebt, indem ihr die Tore der Sinne bewacht, wird Māra enttäuscht von euch fortgehen, da er keinen Angriffspunkt finden kann,

kummamhāva siṅgāloti. gerade wie der Schakal von der Schildkröte fortging.

Kummova aṅgāni sake kapāle, Ein Mönch soll seine Vorstellungen einziehen

Samodahaṁ bhikkhu manovitakke; wie eine Schildkröte die Glieder unter den Panzer zieht.

Anissito aññamaheṭhayāno, Unabhängig, ohne andere zu stören,

Parinibbuto nūpavadeyya kañcī”ti. erloschen: Er würde niemanden tadeln.“

Tatiyaṁ.
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