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Saṁyutta Nikāya 35.246 Verbundene Lehrreden 35.246
19. Āsīvisavagga 19. Das Kapitel über das Gleichnis von den Giftschlangen
Vīṇopamasutta Das Gleichnis von der Harfe
“Yassa kassaci, bhikkhave, bhikkhussa vā bhikkhuniyā vā cakkhuviññeyyesu rūpesu uppajjeyya chando vā rāgo vā doso vā moho vā paṭighaṁ vāpi cetaso, tato cittaṁ nivāreyya. „Mönche und Nonnen, jeder Mönch und jede Nonne, bei dem oder bei der für Bilder, die das Auge erkennt, Sehnen oder Begehren oder Hass oder Täuschung oder Abwehr aufkommt, soll den Geist von diesen Dingen abschirmen:
Sabhayo ceso maggo sappaṭibhayo ca sakaṇṭako ca sagahano ca ummaggo ca kummaggo ca duhitiko ca. ‚Dieser Pfad ist gefährlich und bedrohlich, voller Dornen und Gestrüpp; es ist eine falsche Wendung, ein schlechter Pfad, ein schädlicher Pfad.
Asappurisasevito ceso maggo, na ceso maggo sappurisehi sevito. Dieser Pfad wird von unwahren Menschen begangen, nicht von wahren Menschen.
Na tvaṁ etaṁ arahasīti. Er ist euer nicht wert.‘
Tato cittaṁ nivāraye cakkhuviññeyyehi rūpehi …pe… Der Geist soll von diesen Dingen abgeschirmt werden, wenn es um Bilder geht, die das Auge erkennt.
yassa kassaci, bhikkhave, bhikkhussa vā bhikkhuniyā vā jivhāviññeyyesu rasesu …pe… Jeder Mönch und jede Nonne, bei dem oder bei der für Töne, die das Ohr erkennt … für Gerüche, die die Nase erkennt … für Geschmäcke, die die Zunge erkennt … für Berührungen, die der Körper erkennt …
manoviññeyyesu dhammesu uppajjeyya chando vā rāgo vā doso vā moho vā paṭighaṁ vāpi cetaso tato cittaṁ nivāreyya. für Vorstellungen, die der Geist erkennt, Sehnen oder Begehren oder Hass oder Täuschung oder Abwehr aufkommt, soll den Geist von diesen Dingen abschirmen:
Sabhayo ceso maggo sappaṭibhayo ca sakaṇṭako ca sagahano ca ummaggo ca kummaggo ca duhitiko ca. ‚Dieser Pfad ist gefährlich und bedrohlich, voller Dornen und Gestrüpp; es ist eine falsche Wendung, ein schlechter Pfad, ein schädlicher Pfad.
Asappurisasevito ceso maggo, na ceso maggo sappurisehi sevito. Dieser Pfad wird von unwahren Menschen begangen, nicht von wahren Menschen.
Na tvaṁ etaṁ arahasīti. Er ist euer nicht wert.‘
Tato cittaṁ nivāraye manoviññeyyehi dhammehi. Der Geist soll von diesen Dingen abgeschirmt werden, wenn es um Vorstellungen geht, die der Geist erkennt.
Seyyathāpi, bhikkhave, kiṭṭhaṁ sampannaṁ. Wie wenn die Saat reif ist
Kiṭṭhārakkho ca pamatto, goṇo ca kiṭṭhādo aduṁ kiṭṭhaṁ otaritvā yāvadatthaṁ madaṁ āpajjeyya pamādaṁ āpajjeyya; aber der Verwalter ist nachlässig: Wenn ein Ochse, der gerne die Saat frisst, in die Saat einfällt, würde er darin schwelgen, so viel er will.
evameva kho, bhikkhave, assutavā puthujjano chasu phassāyatanesu asaṁvutakārī pañcasu kāmaguṇesu yāvadatthaṁ madaṁ āpajjati pamādaṁ āpajjati. Ebenso wird ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch, wenn er sich in Bezug auf die sechs Kontaktfelder nicht zügelt, in den fünf Arten sinnlicher Erregung schwelgen, so viel er will.
Seyyathāpi, bhikkhave, kiṭṭhaṁ sampannaṁ kiṭṭhārakkho ca appamatto goṇo ca kiṭṭhādo aduṁ kiṭṭhaṁ otareyya. Wie wenn die Saat reif ist und der Verwalter ist beflissen: Wenn ein Ochse, der gerne die Saat frisst, in die Saat einfällt,
Tamenaṁ kiṭṭhārakkho nāsāyaṁ suggahitaṁ gaṇheyya. würde der Verwalter ihn fest an der Schnauze packen.
Nāsāyaṁ suggahitaṁ gahetvā uparighaṭāyaṁ suniggahitaṁ niggaṇheyya. Er würde ihn oben am Höcker packen und dort festhalten.
Uparighaṭāyaṁ suniggahitaṁ niggahetvā daṇḍena sutāḷitaṁ tāḷeyya. Dann würde er ihm eine ordentliche Tracht Prügel verpassen,
Daṇḍena sutāḷitaṁ tāḷetvā osajjeyya. bevor er ihn fortjagte.
Dutiyampi kho, bhikkhave …pe… Zum zweiten Mal
tatiyampi kho, bhikkhave, goṇo kiṭṭhādo aduṁ kiṭṭhaṁ otareyya. und sogar zum dritten Mal könnte der Ochse das Gleiche versuchen und würde die gleiche Behandlung erfahren.
Tamenaṁ kiṭṭhārakkho nāsāyaṁ suggahitaṁ gaṇheyya.
Nāsāyaṁ suggahitaṁ gahetvā uparighaṭāyaṁ suniggahitaṁ niggaṇheyya.
Uparighaṭāyaṁ suniggahitaṁ niggahetvā daṇḍena sutāḷitaṁ tāḷeyya.
Daṇḍena sutāḷitaṁ tāḷetvā osajjeyya.
Evañhi so, bhikkhave, goṇo kiṭṭhādo gāmagato vā araññagato vā, ṭhānabahulo vā assa nisajjabahulo vā na taṁ kiṭṭhaṁ puna otareyya—Daraufhin würde dieser Ochse, der gerne die Saat frisst, ganz gleich, wie lange er im Dorf oder in der Wildnis stehen oder sitzen würde, nie wieder in die Saat einfallen,
tameva purimaṁ daṇḍasamphassaṁ samanussaranto. da er sich an die Schläge, die er zuvor erhalten hat, erinnern würde.
Evameva kho, bhikkhave, yato kho bhikkhuno chasu phassāyatanesu cittaṁ udujitaṁ hoti sudujitaṁ, ajjhattameva santiṭṭhati, sannisīdati, ekodi hoti, samādhiyati. Ebenso wird der Geist eines Mönchs, wenn er in Bezug auf die sechs Kontaktfelder unter Kontrolle gebracht wurde, gut unter Kontrolle gebracht wurde, innerlich gestillt; er setzt sich, wird eins und versinkt im Samādhi.
Seyyathāpi, bhikkhave, rañño vā rājamahāmattassa vā vīṇāya saddo assutapubbo assa. Angenommen, ein König oder ein königlicher Oberminister hätte noch nie den Klang einer Bogenharfe gehört.
So vīṇāsaddaṁ suṇeyya. Wenn er ihn zum ersten Mal hörte,
So evaṁ vadeyya: würde er sagen:
‘ambho, kassa nu kho eso saddo evaṁrajanīyo evaṅkamanīyo evaṁmadanīyo evaṁmucchanīyo evambandhanīyo’ti? ‚Werter Herr, was macht diesen Ton, der so erregend, sinnlich, berauschend, betörend und fesselnd ist?‘
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man würde zu ihm sagen:
‘esā, kho, bhante, vīṇā nāma, yassā eso saddo evaṁrajanīyo evaṅkamanīyo evaṁmadanīyo evaṁmucchanīyo evambandhanīyo’ti. ‚Das hier, Herr, ist eine Bogenharfe.‘
So evaṁ vadeyya: Er würde sagen:
‘gacchatha me, bho, taṁ vīṇaṁ āharathā’ti. ‚Geh, werter Herr, und hole mir die Bogenharfe.‘
Tassa taṁ vīṇaṁ āhareyyuṁ. Und dieser würde sie holen
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: und sagen:
‘ayaṁ kho sā, bhante, vīṇā yassā eso saddo evaṁrajanīyo evaṅkamanīyo evaṁmadanīyo evaṁmucchanīyo evambandhanīyo’ti. ‚Das hier, Herr, ist die Bogenharfe.‘
So evaṁ vadeyya: Der König würde sagen:
‘alaṁ me, bho, tāya vīṇāya, tameva me saddaṁ āharathā’ti. ‚Ich habe genug von der Bogenharfe! Hole mir nur den Ton!‘
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Der Mann würde sagen:
‘ayaṁ kho, bhante, vīṇā nāma anekasambhārā mahāsambhārā. ‚Herr, diese Bogenharfe besteht aus vielen Teilen, die zusammengesetzt sind
Anekehi sambhārehi samāraddhā vadati, seyyathidaṁ—und die einen Ton erzeugen, wenn sie gespielt werden.
doṇiñca paṭicca cammañca paṭicca daṇḍañca paṭicca upadhāraṇe ca paṭicca tantiyo ca paṭicca koṇañca paṭicca purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca evāyaṁ, bhante, vīṇā nāma anekasambhārā mahāsambhārā. Das heißt, der Ton hängt ab vom Korpus, vom Resonanzboden, vom Hals, vom Kopf, von den Saiten, vom Plektron und von einem Menschen, der die Harfe richtig spielt. So besteht eine Bogenharfe aus vielen Teilen, die zusammengesetzt sind
Anekehi sambhārehi samāraddhā vadatī’ti. und die einen Ton erzeugen, wenn sie gespielt werden.‘
So taṁ vīṇaṁ dasadhā vā satadhā vā phāleyya, dasadhā vā satadhā vā taṁ phāletvā sakalikaṁ sakalikaṁ kareyya. Aber der König würde die Harfe in zehn Stücke oder in hundert Stücke schlagen und sie dann zu Splittern zerhacken.
Sakalikaṁ sakalikaṁ karitvā agginā ḍaheyya, agginā ḍahitvā masiṁ kareyya. Er würde die Splitter im Feuer verbrennen, bis sie zu Asche würden.
Masiṁ karitvā mahāvāte vā ophuneyya, nadiyā vā sīghasotāya pavāheyya. Dann würde er die Asche von einem heftigen Wind oder einer raschen Strömung fortreißen lassen.
So evaṁ vadeyya: Dann würde er sagen:
‘asatī kirāyaṁ, bho, vīṇā nāma, yathevaṁ yaṁ kiñci vīṇā nāma ettha ca panāyaṁ jano ativelaṁ pamatto palaḷito’ti. ‚Es scheint, an diesem Ding, das man Bogenharfe nennt, oder was immer man Bogenharfe nennt, ist nichts dran! Aber die Leute vergeuden ihre Zeit damit, nachlässig und achtlos!‘
Evameva kho, bhikkhave, bhikkhu rūpaṁ samanvesati yāvatā rūpassa gati, vedanaṁ samanvesati yāvatā vedanāya gati, saññaṁ samanvesati yāvatā saññāya gati, saṅkhāre samanvesati yāvatā saṅkhārānaṁ gati, viññāṇaṁ samanvesati yāvatā viññāṇassa gati. Ebenso sucht ein Mönch nach Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein, wo immer diese wiedergeboren sein könnten.
Tassa rūpaṁ samanvesato yāvatā rūpassa gati, vedanaṁ samanvesato …pe… Wenn er so sucht,
saññaṁ …
saṅkhāre …
viññāṇaṁ samanvesato yāvatā viññāṇassa gati.
Yampissa taṁ hoti ahanti vā mamanti vā asmīti vā tampi tassa na hotī”ti. sind seine Vorstellungen von ‚ich‘ oder ‚mein‘ nicht mehr da.“
Navamaṁ.