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Saṁyutta Nikāya 35.247 Verbundene Lehrreden 35.247
19. Āsīvisavagga 19. Das Kapitel über das Gleichnis von den Giftschlangen
Chappāṇakopamasutta Das Gleichnis von den sechs Tieren
“Seyyathāpi, bhikkhave, puriso arugatto pakkagatto saravanaṁ paviseyya. „Mönche und Nonnen, wie wenn da ein Mensch, dessen Glieder wund und eitrig wären, in ein dorniges Schilfdickicht ginge.
Tassa kusakaṇṭakā ceva pāde vijjheyyuṁ, sarapattāni ca gattāni vilekheyyuṁ. Die Dornen des Kusagrases würden ihm in die Füße stechen und die Schilfhalme würden an seinen Gliedern scheuern.
Evañhi so, bhikkhave, puriso bhiyyoso mattāya tatonidānaṁ dukkhaṁ domanassaṁ paṭisaṁvediyetha. Und das würde diesem Menschen noch mehr Schmerz und Bedrängnis bereiten.
Evameva kho, bhikkhave, idhekacco bhikkhu gāmagato vā araññagato vā labhati vattāraṁ: Ebenso geht ein Mönch in ein Dorf oder eine Wildnis und wird gescholten:
‘ayañca so āyasmā evaṅkārī evaṁsamācāro asucigāmakaṇṭako’ti. ‚Dieser Ehrwürdige, der so handelt und sich so verhält, ist ein schmutziger Dorn für das Dorf.‘
Taṁ kaṇṭakoti iti viditvā saṁvaro ca asaṁvaro ca veditabbo. Wenn er versteht, dass er ein Dorn ist, sollte er verstehen, was Zügelung und was fehlende Zügelung ist.
Kathañca, bhikkhave, asaṁvaro hoti? Und wie ist jemand ungezügelt?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā piyarūpe rūpe adhimuccati, appiyarūpe rūpe byāpajjati, anupaṭṭhitakāyassati ca viharati parittacetaso. Da sieht ein Mönch mit dem Auge ein Bild. Wenn es angenehm ist, hält er daran fest, aber wenn es unangenehm ist, lehnt er es ab. Seine Achtsamkeit auf den Körper ist nicht verankert und sein Herz ist eng.
Tañca cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ yathābhūtaṁ nappajānāti, yatthassa te uppannā pāpakā akusalā dhammā aparisesā nirujjhanti. Und er versteht nicht wahrhaftig die Freiheit des Herzens und die Freiheit durch Weisheit, wo diese entstandenen schlechten, untauglichen Eigenschaften restlos aufhören.
Sotena saddaṁ sutvā … Er hört mit dem Ohr einen Ton …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā … riecht mit der Nase einen Geruch …
jivhāya rasaṁ sāyitvā … schmeckt mit der Zunge einen Geschmack …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … empfindet mit dem Körper eine Berührung …
manasā dhammaṁ viññāya piyarūpe dhamme adhimuccati, appiyarūpe dhamme byāpajjati, anupaṭṭhitakāyassati ca viharati parittacetaso, erkennt mit dem Geist eine Vorstellung. Wenn sie angenehm ist, hält er daran fest, aber wenn sie unangenehm ist, lehnt er sie ab. Seine Achtsamkeit auf den Körper ist nicht verankert und sein Herz ist eng.
tañca cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ yathābhūtaṁ nappajānāti, yatthassa te uppannā pāpakā akusalā dhammā aparisesā nirujjhanti. Und er versteht nicht wahrhaftig die Freiheit des Herzens und die Freiheit durch Weisheit, wo diese entstandenen schlechten, untauglichen Eigenschaften restlos aufhören.
Seyyathāpi, bhikkhave, puriso chappāṇake gahetvā nānāvisaye nānāgocare daḷhāya rajjuyā bandheyya. Wie wenn da ein Mensch sechs Tiere fangen würde, die ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Futterrevier hätten, und würde sie mit einem festen Strick anbinden.
Ahiṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. Er würde eine Schlange fangen,
Susumāraṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. ein Krokodil,
Pakkhiṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. einen Vogel,
Kukkuraṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. einen Hund,
Siṅgālaṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. einen Schakal
Makkaṭaṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. und einen Affen,
Daḷhāya rajjuyā bandhitvā majjhe gaṇṭhiṁ karitvā ossajjeyya. würde jedes mit einem festen Strick anbinden, sie in der Mitte mit einem Knoten zusammenbinden und dann loslassen.
Atha kho, te, bhikkhave, chappāṇakā nānāvisayā nānāgocarā sakaṁ sakaṁ gocaravisayaṁ āviñcheyyuṁ—Dann würden diese sechs Tiere, die ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Futterrevier hätten, jeweils in Richtung ihres eigenen Hoheitsgebiets und Futterreviers ziehen.
ahi āviñcheyya ‘vammikaṁ pavekkhāmī’ti, susumāro āviñcheyya ‘udakaṁ pavekkhāmī’ti, pakkhī āviñcheyya ‘ākāsaṁ ḍessāmī’ti, kukkuro āviñcheyya ‘gāmaṁ pavekkhāmī’ti, siṅgālo āviñcheyya ‘sīvathikaṁ pavekkhāmī’ti, makkaṭo āviñcheyya ‘vanaṁ pavekkhāmī’ti. Die Schlange würde in eine Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe zu einem Termitenhügel!‘, das Krokodil würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe ins Wasser!‘, der Vogel würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich fliege in den Luftraum!‘, der Hund würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe ins Dorf!‘, der Schakal würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe zum Leichenfeld!‘, und der Affe würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe in den Dschungel!‘
Yadā kho te, bhikkhave, chappāṇakā jhattā assu kilantā, atha kho yo nesaṁ pāṇakānaṁ balavataro assa tassa te anuvatteyyuṁ, anuvidhāyeyyuṁ vasaṁ gaccheyyuṁ. Wenn diese sechs Tiere erschöpft und ermüdet wären, würde sich das stärkste unter ihnen durchsetzen und die andern müssten sich seiner Kontrolle unterwerfen.
Evameva kho, bhikkhave, yassa kassaci bhikkhuno kāyagatāsati abhāvitā abahulīkatā, taṁ cakkhu āviñchati manāpiyesu rūpesu, amanāpiyā rūpā paṭikūlā honti …pe… Ebenso zieht das Auge eines Mönchs, der die Achtsamkeit auf den Körper nicht entwickelt und gemehrt hat, in Richtung angenehmer Bilder, aber scheut vor unangenehmen Bildern zurück. Sein Ohr … Seine Nase … Seine Zunge … Sein Körper …
mano āviñchati manāpiyesu dhammesu, amanāpiyā dhammā paṭikūlā honti. Sein Geist zieht in Richtung angenehmer Vorstellungen, aber scheut vor unangenehmen Vorstellungen zurück.
Evaṁ kho, bhikkhave, asaṁvaro hoti. So ist jemand ungezügelt.
Kathañca, bhikkhave, saṁvaro hoti? Und wie ist jemand gezügelt?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā piyarūpe rūpe nādhimuccati, appiyarūpe rūpe na byāpajjati, upaṭṭhitakāyassati ca viharati appamāṇacetaso, Da sieht ein Mönch mit dem Auge ein Bild. Wenn es angenehm ist, hält er nicht daran fest, und wenn es unangenehm ist, lehnt er es nicht ab. Seine Achtsamkeit auf den Körper ist verankert und sein Herz ist grenzenlos.
tañca cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ yathābhūtaṁ pajānāti, yatthassa te uppannā pāpakā akusalā dhammā aparisesā nirujjhanti …pe… Und er versteht wahrhaftig die Freiheit des Herzens und die Freiheit durch Weisheit, wo diese entstandenen schlechten, untauglichen Eigenschaften restlos aufhören.
jivhāya rasaṁ sāyitvā …pe… Er hört mit dem Ohr einen Ton … riecht mit der Nase einen Geruch … schmeckt mit der Zunge einen Geschmack … empfindet mit dem Körper eine Berührung …
manasā dhammaṁ viññāya piyarūpe dhamme nādhimuccati, appiyarūpe dhamme na byāpajjati, upaṭṭhitakāyassati ca viharati appamāṇacetaso, erkennt mit dem Geist eine Vorstellung. Wenn sie angenehm ist, hält er nicht daran fest, und wenn sie unangenehm ist, lehnt er sie nicht ab. Seine Achtsamkeit auf den Körper ist verankert und sein Herz ist grenzenlos.
tañca cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ yathābhūtaṁ pajānāti yatthassa te uppannā pāpakā akusalā dhammā aparisesā nirujjhanti. Und er versteht wahrhaftig die Freiheit des Herzens und die Freiheit durch Weisheit, wo diese entstandenen schlechten, untauglichen Eigenschaften restlos aufhören.
Seyyathāpi, bhikkhave, puriso chappāṇake gahetvā nānāvisaye nānāgocare daḷhāya rajjuyā bandheyya. Wie wenn da ein Mensch sechs Tiere fangen würde, die ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Futterrevier hätten, und würde sie mit einem festen Strick anbinden.
Ahiṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. Er würde eine Schlange fangen,
Susumāraṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. ein Krokodil,
Pakkhiṁ gahetvā …pe… einen Vogel,
kukkuraṁ gahetvā … einen Hund,
siṅgālaṁ gahetvā … einen Schakal
makkaṭaṁ gahetvā daḷhāya rajjuyā bandheyya. und einen Affen,
Daḷhāya rajjuyā bandhitvā daḷhe khīle vā thambhe vā upanibandheyya. würde jedes mit einem festen Strick anbinden und sie dann an einen festen Pfosten oder Pflock binden.
Atha kho te, bhikkhave, chappāṇakā nānāvisayā nānāgocarā sakaṁ sakaṁ gocaravisayaṁ āviñcheyyuṁ—Dann würden diese sechs Tiere, die ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Futterrevier hätten, jeweils in Richtung ihres eigenen Hoheitsgebiets und Futterreviers ziehen.
ahi āviñcheyya ‘vammikaṁ pavekkhāmī’ti, susumāro āviñcheyya ‘udakaṁ pavekkhāmī’ti, pakkhī āviñcheyya ‘ākāsaṁ ḍessāmī’ti, kukkuro āviñcheyya ‘gāmaṁ pavekkhāmī’ti, siṅgālo āviñcheyya ‘sīvathikaṁ pavekkhāmī’ti, makkaṭo āviñcheyya ‘vanaṁ pavekkhāmī’ti. Die Schlange würde in eine Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe zu einem Termitenhügel!‘, das Krokodil würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe ins Wasser!‘, der Vogel würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich fliege in die Luft!‘, der Hund würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe ins Dorf!‘, der Schakal würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe zum Leichenfeld!‘, und der Affe würde in eine andere Richtung ziehen und denken: ‚Ich gehe in den Dschungel!‘
Yadā kho te, bhikkhave, chappāṇakā jhattā assu kilantā, atha tameva khīlaṁ vā thambhaṁ vā upatiṭṭheyyuṁ, upanisīdeyyuṁ, upanipajjeyyuṁ. Wenn diese sechs Tiere erschöpft und ermüdet wären, würden sie eben bei diesem Pfosten oder Pflock stehenbleiben, sich setzen oder hinlegen.
Evameva kho, bhikkhave, yassa kassaci bhikkhuno kāyagatāsati bhāvitā bahulīkatā, taṁ cakkhu nāviñchati manāpiyesu rūpesu, amanāpiyā rūpā nappaṭikūlā honti …pe… jivhā nāviñchati manāpiyesu rasesu …pe… Ebenso zieht das Auge eines Mönchs, der die Achtsamkeit auf den Körper entwickelt und gemehrt hat, nicht in Richtung angenehmer Bilder und scheut nicht vor unangenehmen Bildern zurück. Sein Ohr … Seine Nase … Seine Zunge … Sein Körper …
mano nāviñchati manāpiyesu dhammesu, amanāpiyā dhammā nappaṭikūlā honti. Sein Geist zieht nicht in Richtung angenehmer Vorstellungen und scheut nicht vor unangenehmen Vorstellungen zurück.
Evaṁ kho, bhikkhave, saṁvaro hoti. So ist jemand gezügelt.
‘Daḷhe khīle vā thambhe vā’ti kho, bhikkhave, kāyagatāya satiyā etaṁ adhivacanaṁ. ‚Ein fester Pfosten oder Pflock‘ ist ein Ausdruck für die Achtsamkeit auf den Körper.
Tasmātiha vo, bhikkhave, evaṁ sikkhitabbaṁ: Daher sollt ihr euch so schulen:
‘kāyagatā no sati bhāvitā bhavissati bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā’ti. ‚Wir wollen die Achtsamkeit auf den Körper entwickeln und mehren, sie zu unserem Fahrzeug und unserer Grundlage machen, sie hochhalten, festigen und richtig umsetzen.‘
Evañhi kho, bhikkhave, sikkhitabban”ti. So sollt ihr euch schulen.“
Dasamaṁ.