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Saṁyutta Nikāya 35.248 Verbundene Lehrreden 35.248

19. Āsīvisavagga 19. Das Kapitel über das Gleichnis von den Giftschlangen

Yavakalāpisutta Das Gerstenbündel

“Seyyathāpi, bhikkhave, yavakalāpī cātumahāpathe nikkhittā assa. „Mönche und Nonnen, wie wenn da ein Gerstenbündel an einer Kreuzung abgelegt wäre,

Atha cha purisā āgaccheyyuṁ byābhaṅgihatthā. und es kämen sechs Leute mit Dreschflegeln in Händen,

Te yavakalāpiṁ chahi byābhaṅgīhi haneyyuṁ. die würden auf das Gerstenbündel eindreschen.

Evañhi sā, bhikkhave, yavakalāpī suhatā assa chahi byābhaṅgīhi haññamānā. Da würde dieses Gerstenbündel von diesen sechs Dreschflegeln gründlich gedroschen.

Atha sattamo puriso āgaccheyya byābhaṅgihattho. Dann käme ein siebter Mensch mit einem Dreschflegel in der Hand,

So taṁ yavakalāpiṁ sattamāya byābhaṅgiyā haneyya. und er würde das Gerstenbündel ein siebtes Mal dreschen.

Evañhi sā bhikkhave, yavakalāpī suhatatarā assa, sattamāya byābhaṅgiyā haññamānā. Da würde dieses Gerstenbündel von dem siebten Menschen noch gründlicher gedroschen.

Evameva kho, bhikkhave, assutavā puthujjano cakkhusmiṁ haññati manāpāmanāpehi rūpehi …pe… Ebenso wird da ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch von angenehmen und von unangenehmen Bildern auf das Auge gedroschen.

jivhāya haññati manāpāmanāpehi rasehi …pe… Er wird von angenehmen und unangenehmen Tönen … von angenehmen und unangenehmen Gerüchen … von angenehmen und unangenehmen Geschmäcken … von angenehmen und unangenehmen Berührungen …

manasmiṁ haññati manāpāmanāpehi dhammehi. von angenehmen und unangenehmen Vorstellungen auf den Geist gedroschen.

Sace so, bhikkhave, assutavā puthujjano āyatiṁ punabbhavāya ceteti, evañhi so, bhikkhave, moghapuriso suhatataro hoti, seyyathāpi sā yavakalāpī sattamāya byābhaṅgiyā haññamānā. Und wenn dieser ungebildete gewöhnliche Mensch Absichten in Bezug auf zukünftige Wiedergeburt in einen neuen Daseinszustand hegt, so wird dieser unnütze Mensch noch gründlicher gedroschen, gerade wie das Gerstenbündel von dem siebten Menschen.

Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, devāsurasaṅgāmo samupabyūḷho ahosi. Es war einmal, Mönche und Nonnen, eine Schlacht, die wurde zwischen den Göttern und den Titanen ausgefochten.

Atha kho, bhikkhave, vepacitti asurindo asure āmantesi: Da wandte sich Vepacitti der Titanenfürst an die Titanen:

‘sace, mārisā, devāsurasaṅgāme samupabyūḷhe asurā jineyyuṁ devā parājineyyuṁ, yena naṁ sakkaṁ devānamindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā mama santike āneyyātha asurapuran’ti. ‚Kameraden, wenn die Titanen in dieser Schlacht die Götter schlagen, bindet Sakka den Götterfürsten an Händen und Füßen und am Hals und bringt ihn vor mich in die Titanenburg.‘

Sakkopi kho, bhikkhave, devānamindo deve tāvatiṁse āmantesi: Unterdessen wandte sich Sakka der Götterfürst an die Götter der Dreiunddreißig:

‘sace, mārisā, devāsurasaṅgāme samupabyūḷhe devā jineyyuṁ asurā parājineyyuṁ, yena naṁ vepacittiṁ asurindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā mama santike āneyyātha sudhammaṁ devasabhan’ti. ‚Kameraden, wenn die Götter in dieser Schlacht die Titanen schlagen, bindet Vepacitti den Titanenfürsten an Händen und Füßen und am Hals und bringt ihn vor mich in die Halle der Gerechtigkeit.‘

Tasmiṁ kho pana, bhikkhave, saṅgāme devā jiniṁsu, asurā parājiniṁsu. In dieser Schlacht siegten die Götter, und die Titanen unterlagen.

Atha kho, bhikkhave, devā tāvatiṁsā vepacittiṁ asurindaṁ kaṇṭhapañcamehi bandhanehi bandhitvā sakkassa devānamindassa santike ānesuṁ sudhammaṁ devasabhaṁ. Da banden die Götter der Dreiunddreißig Vepacitti an Händen und Füßen und am Hals und brachten ihn vor Sakka in die Halle der Gerechtigkeit.

Tatra sudaṁ, bhikkhave, vepacitti asurindo kaṇṭhapañcamehi bandhanehi baddho hoti. Und dort blieb Vepacitti an Händen und Füßen und am Hals gebunden.

Yadā kho, bhikkhave, vepacittissa asurindassa evaṁ hoti: Das heißt, bis er dachte:

‘dhammikā kho devā, adhammikā asurā, idheva dānāhaṁ devapuraṁ gacchāmī’ti. ‚Die Götter sind prinzipientreu, die Titanen sind prinzipienlos. Nun gehöre ich gerade hierher in die Götterburg.‘

Atha kaṇṭhapañcamehi bandhanehi muttaṁ attānaṁ samanupassati, dibbehi ca pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti. Dann fand er sich frei von den Banden an Händen, Füßen und Hals; und er vergnügte sich mit den fünf Arten himmlischer sinnlicher Erregung, mit denen er versorgt und ausgestattet war.

Yadā ca kho, bhikkhave, vepacittissa asurindassa evaṁ hoti: Aber wenn er dachte:

‘dhammikā kho asurā, adhammikā devā, tattheva dānāhaṁ asurapuraṁ gamissāmī’ti. ‚Die Titanen sind prinzipientreu, die Götter sind prinzipienlos. Nun will ich zur Titanenburg hinübergehen‘,

atha kaṇṭhapañcamehi bandhanehi baddhaṁ attānaṁ samanupassati, dibbehi ca pañcahi kāmaguṇehi parihāyati. dann fand er sich an Händen, Füßen und Hals gebunden, und die fünf Arten himmlischer sinnlicher Erregung verschwanden.

Evaṁ sukhumaṁ kho, bhikkhave, vepacittibandhanaṁ. So subtil war Vepacitti gebunden.

Tato sukhumataraṁ mārabandhanaṁ. Aber Māras Fesseln sind noch subtiler als das.

Maññamāno kho, bhikkhave, baddho mārassa, amaññamāno mutto pāpimato. Wenn ihr euch etwas vorstellt, Mönche und Nonnen, seid ihr von Māra gebunden. Wenn ihr euch nichts vorstellt, seid ihr von dem Bösen frei.

‘Asmī’ti, bhikkhave, maññitametaṁ, ‘ayamahamasmī’ti maññitametaṁ, ‘bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘na bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘rūpī bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘arūpī bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘saññī bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘asaññī bhavissan’ti maññitametaṁ, ‘nevasaññīnāsaññī bhavissan’ti maññitametaṁ. ‚Ich bin‘ ist eine Art, sich etwas vorzustellen; ‚Ich bin das‘, ‚Ich werde sein‘, ‚Ich werde nicht sein‘, ‚Ich werde Form besitzen‘, ‚Ich werde formlos sein‘, ‚Ich werde Wahrnehmung besitzen‘, ‚Ich werde ohne Wahrnehmung sein‘, ‚Ich werde weder Wahrnehmung besitzen noch ohne Wahrnehmung sein‘ – all das sind Arten, sich etwas vorzustellen.

Maññitaṁ, bhikkhave, rogo, maññitaṁ gaṇḍo, maññitaṁ sallaṁ. Vorstellen ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.

Tasmātiha, bhikkhave, ‘amaññamānena cetasā viharissāmā’ti—Daher, Mönche und Nonnen, sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen mit einem Herzen leben, das sich nichts vorstellt.‘

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ.

‘Asmī’ti, bhikkhave, iñjitametaṁ, ‘ayamahamasmī’ti iñjitametaṁ, ‘bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘na bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘rūpī bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘arūpī bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘saññī bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘asaññī bhavissan’ti iñjitametaṁ, ‘nevasaññīnāsaññī bhavissan’ti iñjitametaṁ. ‚Ich bin‘ ist eine Störung; ‚Ich bin das‘, ‚Ich werde sein‘, ‚Ich werde nicht sein‘, ‚Ich werde Form besitzen‘, ‚Ich werde formlos sein‘, ‚Ich werde Wahrnehmung besitzen‘, ‚Ich werde ohne Wahrnehmung sein‘, ‚Ich werde weder Wahrnehmung besitzen noch ohne Wahrnehmung sein‘ – all das sind Störungen.

Iñjitaṁ, bhikkhave, rogo, iñjitaṁ gaṇḍo, iñjitaṁ sallaṁ. Störungen sind eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.

Tasmātiha, bhikkhave, ‘aniñjamānena cetasā viharissāmā’ti—Daher, Mönche und Nonnen, sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen mit einem Herzen leben, das ohne Störung ist.‘

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ.

‘Asmī’ti, bhikkhave, phanditametaṁ, ‘ayamahamasmī’ti phanditametaṁ, ‘bhavissan’ti …pe… ‘na bhavissan’ti … ‘rūpī bhavissan’ti … ‘arūpī bhavissan’ti … ‘saññī bhavissan’ti … ‘asaññī bhavissan’ti … ‘nevasaññīnāsaññī bhavissan’ti phanditametaṁ. ‚Ich bin‘ ist ein Zittern; ‚Ich bin das‘, ‚Ich werde sein‘, ‚Ich werde nicht sein‘, ‚Ich werde Form besitzen‘, ‚Ich werde formlos sein‘, ‚Ich werde Wahrnehmung besitzen‘, ‚Ich werde ohne Wahrnehmung sein‘, ‚Ich werde weder Wahrnehmung besitzen noch ohne Wahrnehmung sein‘ – all diese sind ein Zittern.

Phanditaṁ, bhikkhave, rogo, phanditaṁ gaṇḍo, phanditaṁ sallaṁ. Zittern ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.

Tasmātiha, bhikkhave, ‘aphandamānena cetasā viharissāmā’ti—Daher, Mönche und Nonnen, sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen mit einem Herzen leben, das ohne Zittern ist.‘

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ.

‘Asmī’ti, bhikkhave, papañcitametaṁ, ‘ayamahamasmī’ti papañcitametaṁ, ‘bhavissan’ti …pe… ‘na bhavissan’ti … ‘rūpī bhavissan’ti … ‘arūpī bhavissan’ti … ‘saññī bhavissan’ti … ‘asaññī bhavissan’ti … ‘nevasaññīnāsaññī bhavissan’ti papañcitametaṁ. ‚Ich bin‘ ist Wuchern; ‚Ich bin das‘, ‚Ich werde sein‘, ‚Ich werde nicht sein‘, ‚Ich werde Form besitzen‘, ‚Ich werde formlos sein‘, ‚Ich werde Wahrnehmung besitzen‘, ‚Ich werde ohne Wahrnehmung sein‘, ‚Ich werde weder Wahrnehmung besitzen noch ohne Wahrnehmung sein‘ – all das ist Wuchern.

Papañcitaṁ, bhikkhave, rogo, papañcitaṁ gaṇḍo, papañcitaṁ sallaṁ. Wuchern ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.

Tasmātiha, bhikkhave, ‘nippapañcena cetasā viharissāmā’ti—Daher, Mönche und Nonnen, sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen mit einem Herzen leben, das ohne Wuchern ist.‘

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ.

‘Asmī’ti, bhikkhave, mānagatametaṁ, ‘ayamahamasmī’ti mānagatametaṁ, ‘bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘na bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘rūpī bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘arūpī bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘saññī bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘asaññī bhavissan’ti mānagatametaṁ, ‘nevasaññīnāsaññī bhavissan’ti mānagatametaṁ. ‚Ich bin‘ ist eine Einbildung; ‚Ich bin das‘, ‚Ich werde sein‘, ‚Ich werde nicht sein‘, ‚Ich werde Form besitzen‘, ‚Ich werde formlos sein‘, ‚Ich werde Wahrnehmung besitzen‘, ‚Ich werde ohne Wahrnehmung sein‘, ‚Ich werde weder Wahrnehmung besitzen noch ohne Wahrnehmung sein‘ – all das sind Einbildungen.

Mānagataṁ, bhikkhave, rogo, mānagataṁ gaṇḍo, mānagataṁ sallaṁ. Einbildung ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.

Tasmātiha, bhikkhave, ‘nihatamānena cetasā viharissāmā’ti—Daher, Mönche und Nonnen, sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen mit einem Herzen leben, das die Einbildung niedergeschlagen hat.‘“

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabban”ti.

Ekādasamaṁ.

Āsīvisavaggo catuttho.

Tassuddānaṁ

Āsīviso ratho kummo,

dve dārukkhandhā avassuto;

Dukkhadhammā kiṁsukā vīṇā,

chappāṇā yavakalāpīti.

Saḷāyatanavagge catutthapaṇṇāsako samatto.

Tassa vagguddānaṁ

Nandikkhayo saṭṭhinayo,

samuddo uragena ca;

Catupaṇṇāsakā ete,

nipātesu pakāsitāti.

Saḷāyatanasaṁyuttaṁ samattaṁ. Die Verbundenen Lehrreden über die sechs Sinnesfelder sind abgeschlossen.
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