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Saṁyutta Nikāya 36.11 Verbundene Lehrreden 36.11

2. Rahogatavagga 2. Das Kapitel über die Klausur

Rahogatasutta In Klausur

Atha kho aññataro bhikkhu yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho so bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca: Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

“idha mayhaṁ, bhante, rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi—„Gerade kam mir, Herr, während ich für mich allein in Klausur war, dieser Gedanke in den Sinn:

tisso vedanā vuttā bhagavatā. Der Buddha hat von drei Gefühlen gesprochen:

Sukhā vedanā, dukkhā vedanā, adukkhamasukhā vedanā—von angenehmem, schmerzhaftem und neutralem Gefühl.

imā tisso vedanā vuttā bhagavatā. Das sind die drei Gefühle, von denen der Buddha gesprochen hat.

Vuttaṁ kho panetaṁ bhagavatā: Aber der Buddha hat auch gesagt:

‘yaṁ kiñci vedayitaṁ taṁ dukkhasmin’ti. ‚Leiden umfasst alles Gefühlte.‘

Kiṁ nu kho etaṁ bhagavatā sandhāya bhāsitaṁ: Worauf hat sich der Buddha bezogen, als er das sagte?“

‘yaṁ kiñci vedayitaṁ taṁ dukkhasmin’”ti?

“Sādhu sādhu, bhikkhu. „Gut, gut, Mönch!

Tisso imā, bhikkhu, vedanā vuttā mayā. Ich habe von diesen drei Gefühlen gesprochen:

Sukhā vedanā, dukkhā vedanā, adukkhamasukhā vedanā—von angenehmem, schmerzhaftem und neutralem Gefühl.

imā tisso vedanā vuttā mayā. Das sind die drei Gefühle, von denen ich gesprochen habe.

Vuttaṁ kho panetaṁ, bhikkhu, mayā: Aber ich habe auch gesagt:

‘yaṁ kiñci vedayitaṁ, taṁ dukkhasmin’ti. ‚Leiden umfasst alles Gefühlte.‘

Taṁ kho panetaṁ, bhikkhu, mayā saṅkhārānaṁyeva aniccataṁ sandhāya bhāsitaṁ: Als ich das gesagt habe, habe ich mich auf die Unbeständigkeit von Bedingungen bezogen,

‘yaṁ kiñci vedayitaṁ taṁ dukkhasmin’ti.

Taṁ kho panetaṁ, bhikkhu, mayā saṅkhārānaṁyeva khayadhammataṁ …pe… darauf, dass Bedingungen enden müssen,

vayadhammataṁ …pe… dass sie verschwinden müssen,

virāgadhammataṁ …pe… dass sie schwinden müssen,

nirodhadhammataṁ …pe… dass sie aufhören

vipariṇāmadhammataṁ sandhāya bhāsitaṁ: und zugrunde gehen müssen.

‘yaṁ kiñci vedayitaṁ taṁ dukkhasmin’ti.

Atha kho pana, bhikkhu, mayā anupubbasaṅkhārānaṁ nirodho akkhāto. Aber ich habe auch das fortschreitende Aufhören der Bedingungen erklärt.

Paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa vācā niruddhā hoti. Denn wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, hat Sprache aufgehört.

Dutiyaṁ jhānaṁ samāpannassa vitakkavicārā niruddhā honti. Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, hat das Ausrichten und Halten des Geistes aufgehört.

Tatiyaṁ jhānaṁ samāpannassa pīti niruddhā hoti. Wenn man die dritte Vertiefung erreicht hat, hat Ekstase aufgehört.

Catutthaṁ jhānaṁ samāpannassa assāsapassāsā niruddhā honti. Wenn man die vierte Vertiefung erreicht hat, hat das Atmen aufgehört.

Ākāsānañcāyatanaṁ samāpannassa rūpasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des unendlichen Raumes erreicht hat, hat die Formwahrnehmung aufgehört.

Viññāṇañcāyatanaṁ samāpannassa ākāsānañcāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des unendlichen Bewusstseins erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes aufgehört.

Ākiñcaññāyatanaṁ samāpannassa viññāṇañcāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des Nichts erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins aufgehört.

Nevasaññānāsaññāyatanaṁ samāpannassa ākiñcaññāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension erreicht hat, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des Nichts aufgehört.

Saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa saññā ca vedanā ca niruddhā honti. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben Wahrnehmung und Gefühl aufgehört.

Khīṇāsavassa bhikkhuno rāgo niruddho hoti, doso niruddho hoti, moho niruddho hoti. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, haben Gier, Hass und Täuschung aufgehört.

Atha kho, bhikkhu, mayā anupubbasaṅkhārānaṁ vūpasamo akkhāto. Und ich habe auch das fortschreitende Zur-Ruhe-Kommen der Bedingungen erklärt.

Paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa vācā vūpasantā hoti. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, ist Sprache zur Ruhe gekommen.

Dutiyaṁ jhānaṁ samāpannassa vitakkavicārā vūpasantā honti …pe… Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, sind das Ausrichten und Halten des Geistes zur Ruhe gekommen. …

saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa saññā ca vedanā ca vūpasantā honti. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, sind Wahrnehmung und Gefühl zur Ruhe gekommen.

Khīṇāsavassa bhikkhuno rāgo vūpasanto hoti, doso vūpasanto hoti, moho vūpasanto hoti. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, sind Gier, Hass und Täuschung zur Ruhe gekommen.

Chayimā, bhikkhu, passaddhiyo. Es gibt sechs Stufen der Stille:

Paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa vācā paṭippassaddhā hoti. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, ist Sprache gestillt.

Dutiyaṁ jhānaṁ samāpannassa vitakkavicārā paṭippassaddhā honti. Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, ist das Ausrichten und Halten des Geistes gestillt.

Tatiyaṁ jhānaṁ samāpannassa pīti paṭippassaddhā hoti. Wenn man die dritte Vertiefung erreicht hat, ist Ekstase gestillt.

Catutthaṁ jhānaṁ samāpannassa assāsapassāsā paṭippassaddhā honti. Wenn man die vierte Vertiefung erreicht hat, ist das Atmen gestillt.

Saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa saññā ca vedanā ca paṭippassaddhā honti. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, sind Wahrnehmung und Gefühl gestillt.

Khīṇāsavassa bhikkhuno rāgo paṭippassaddho hoti, doso paṭippassaddho hoti, moho paṭippassaddho hotī”ti. Wenn ein Mönch die Befleckungen aufgelöst hat, sind Gier, Hass und Täuschung gestillt.“

Paṭhamaṁ.
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