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Saṁyutta Nikāya 41.3 Verbundene Lehrreden 41.3
1. Cittavagga 1. Das Kapitel mit Citta
Dutiyaisidattasutta Mit Isidatta (2)
Ekaṁ samayaṁ sambahulā therā bhikkhū macchikāsaṇḍe viharanti ambāṭakavane. Einmal hielten sich mehrere altehrwürdige Mönche bei Macchikāsaṇḍa im Wildmangowäldchen auf.
Atha kho citto gahapati yena therā bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā there bhikkhū abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho citto gahapati there bhikkhū etadavoca: Da ging der Hausbesitzer Citta zu ihnen, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihnen:
“adhivāsentu me, bhante therā, svātanāya bhattan”ti. „Ehrenwerte Älteste, wollt ihr bitte die morgige Mahlzeit von mir annehmen.“
Adhivāsesuṁ kho therā bhikkhū tuṇhībhāvena. Sie schwiegen zum Zeichen der Zustimmung.
Atha kho citto gahapati therānaṁ bhikkhūnaṁ adhivāsanaṁ viditvā uṭṭhāyāsanā there bhikkhū abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā pakkāmi. Da erhob sich Citta, als er die Zustimmung der altehrwürdigen Mönche erkannt hatte, von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete sie respektvoll, die rechte Seite ihnen zugewandt, und ging.
Atha kho therā bhikkhū tassā rattiyā accayena pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena cittassa gahapatissa nivesanaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdiṁsu. Als dann die Nacht vorüber war, kleideten die altehrwürdigen Mönche sich am Morgen an, nahmen Schale und Robe, gingen zu Cittas Haus und setzten sich dort auf die ausgebreiteten Sitze.
Atha kho citto gahapati yena therā bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā there bhikkhū abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho citto gahapati āyasmantaṁ theraṁ etadavoca: Da ging Citta zu ihnen, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und fragte den Ältesten der Ehrwürdigen:
“yā imā, bhante thera, anekavihitā diṭṭhiyo loke uppajjanti: „Ehrenwerter Ältester, es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen, wie etwa:
‘sassato lokoti vā, asassato lokoti vā, antavā lokoti vā, anantavā lokoti vā, taṁ jīvaṁ taṁ sarīranti vā, aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīranti vā, hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā. Das Weltall ist ewig, es ist zeitlich, es ist endlich oder es ist unendlich; Seele und Körper sind dasselbe oder Seele und Körper sind verschiedene Dinge; ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort, er besteht nach dem Tod nicht fort, er besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort, oder er besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort.
Yāni cimāni dvāsaṭṭhi diṭṭhigatāni brahmajāle bhaṇitāni; Auch gibt es diese 62 Arten von Irrglauben, die in der Lehrrede ‚Das göttliche Netz‘ genannt werden.
imā nu kho, bhante, diṭṭhiyo kismiṁ sati honti, kismiṁ asati na hontī”ti? Wenn was besteht, entstehen diese Ansichten? Wenn was nicht besteht, entstehen diese Ansichten nicht?“
Evaṁ vutte, āyasmā thero tuṇhī ahosi. Darauf schwieg dieser Altehrwürdige.
Dutiyampi kho citto gahapati …pe… Zum zweiten Mal …
tatiyampi kho citto gahapati āyasmantaṁ theraṁ etadavoca: und zum dritten Mal fragte Citta ihn:
“yā imā, bhante thera, anekavihitā diṭṭhiyo loke uppajjanti—„Ehrenwerter Ältester, es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen …
sassato lokoti vā, asassato lokoti vā, antavā lokoti vā, anantavā lokoti vā, taṁ jīvaṁ taṁ sarīranti vā, aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīranti vā, hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā.
Yāni cimāni dvāsaṭṭhi diṭṭhigatāni brahmajāle bhaṇitāni;
imā nu kho, bhante, diṭṭhiyo kismiṁ sati honti, kismiṁ asati na hontī”ti? Wenn was besteht, entstehen diese Ansichten? Wenn was nicht besteht, entstehen diese Ansichten nicht?“
Tatiyampi kho āyasmā thero tuṇhī ahosi. Und zum zweiten und zum dritten Mal schwieg dieser Altehrwürdige.
Tena kho pana samayena āyasmā isidatto tasmiṁ bhikkhusaṅghe sabbanavako hoti. Damals war der Ehrwürdige Isidatta der jüngste Mönch in diesem Saṅgha.
Atha kho āyasmā isidatto āyasmantaṁ theraṁ etadavoca: Er sagte zu dem Altehrwürdigen:
“byākaromahaṁ, bhante thera, cittassa gahapatino etaṁ pañhan”ti? „Ehrenwerter Ältester, darf ich Cittas Frage beantworten?“
“Byākarohi tvaṁ, āvuso isidatta, cittassa gahapatino etaṁ pañhan”ti. „Antworte, geehrter Isidatta.“
“Evañhi tvaṁ, gahapati, pucchasi: „Hausbesitzer, du hast gefragt:
‘yā imā, bhante thera, anekavihitā diṭṭhiyo loke uppajjanti—‚Es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen …
sassato lokoti vā …pe…;
imā nu kho, bhante, diṭṭhiyo kismiṁ sati honti, kismiṁ asati na hontī’”ti? Wenn was besteht, entstehen diese Ansichten? Wenn was nicht besteht, entstehen diese Ansichten nicht?‘“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Yā imā, gahapati, anekavihitā diṭṭhiyo loke uppajjanti: „Hausbesitzer, es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen, wie etwa:
‘sassato lokoti vā, asassato lokoti vā, antavā lokoti vā anantavā lokoti vā, taṁ jīvaṁ taṁ sarīranti vā, aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīranti vā, hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti vā. Das Weltall ist ewig, es ist zeitlich, es ist endlich oder es ist unendlich; Seele und Körper sind dasselbe oder Seele und Körper sind verschiedene Dinge; ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort, er besteht nach dem Tod nicht fort, er besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort, oder er besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort.
Yāni cimāni dvāsaṭṭhi diṭṭhigatāni brahmajāle bhaṇitāni; Auch gibt es diese 62 Arten von Irrglauben, die in der Lehrrede vom göttlichen Netz genannt werden.
imā kho, gahapati, diṭṭhiyo sakkāyadiṭṭhiyā sati honti, sakkāyadiṭṭhiyā asati na hontī’”ti. Diese Ansichten entstehen, wenn eine substanzialistische Ansicht besteht. Wenn eine substanzialistische Ansicht nicht besteht, entstehen sie nicht.“
“Kathaṁ pana, bhante, sakkāyadiṭṭhi hotī”ti? „Aber Herr, wie kommt eine substanzialistische Ansicht zustande?“
“Idha, gahapati, assutavā puthujjano ariyānaṁ adassāvī ariyadhammassa akovido ariyadhamme avinīto, sappurisānaṁ adassāvī sappurisadhammassa akovido sappurisadhamme avinīto „Da hat ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch die Edlen nicht gesehen und ist in der Lehre der Edlen nicht bewandert und geschult. Er hat keine wahren Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen nicht bewandert und geschult.
rūpaṁ attato samanupassati, rūpavantaṁ vā attānaṁ, attani vā rūpaṁ, rūpasmiṁ vā attānaṁ; Er betrachtet Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.
vedanaṁ attato samanupassati …pe… Er betrachtet Gefühl als das Selbst …
saññaṁ … Er betrachtet Wahrnehmung als das Selbst …
saṅkhāre … Er betrachtet Willensbildungsprozesse als das Selbst …
viññāṇaṁ attato samanupassati, viññāṇavantaṁ vā attānaṁ, attani vā viññāṇaṁ, viññāṇasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.
Evaṁ kho, gahapati, sakkāyadiṭṭhi hotī”ti. So kommt eine substanzialistische Ansicht zustande.“
“Kathaṁ pana, bhante, sakkāyadiṭṭhi na hotī”ti? „Aber Herr, wie kommt eine substanzialistische Ansicht nicht zustande?“
“Idha, gahapati, sutavā ariyasāvako ariyānaṁ dassāvī ariyadhammassa kovido ariyadhamme suvinīto sappurisānaṁ dassāvī sappurisadhammassa kovido sappurisadhamme suvinīto „Da hat ein gebildeter edler Schüler die Edlen gesehen und ist in der Lehre der Edlen bewandert und geschult. Er hat wahre Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen bewandert und geschult.
na rūpaṁ attato samanupassati, na rūpavantaṁ vā attānaṁ, na attani vā rūpaṁ, na rūpasmiṁ vā attānaṁ; Er betrachtet nicht Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form.
na vedanaṁ … Er betrachtet nicht Gefühl als das Selbst …
na saññaṁ … Er betrachtet nicht Wahrnehmung als das Selbst …
na saṅkhāre … Er betrachtet nicht Willensbildungsprozesse als das Selbst …
na viññāṇaṁ attato samanupassati, na viññāṇavantaṁ vā attānaṁ, na attani vā viññāṇaṁ, na viññāṇasmiṁ vā attānaṁ. Er betrachtet nicht Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein.
Evaṁ kho, gahapati, sakkāyadiṭṭhi na hotī”ti. So kommt eine substanzialistische Ansicht nicht zustande.“
“Kuto, bhante, ayyo isidatto āgacchatī”ti? „Herr, wo ist der werte Herr Isidatta hergekommen?“
“Avantiyā kho, gahapati, āgacchāmī”ti. „Ich komme von Avanti, Hausbesitzer.“
“Atthi, bhante, avantiyā isidatto nāma kulaputto amhākaṁ adiṭṭhasahāyo pabbajito? „Herr, ich habe einen Freund namens Isidatta, den ich nie getroffen habe. Er ist in Avanti von einer guten Familie fortgezogen.
Diṭṭho so āyasmatā”ti? Hast du ihn gesehen?“
“Evaṁ, gahapatī”ti. „Ja, Hausbesitzer.“
“Kahaṁ nu kho so, bhante, āyasmā etarahi viharatī”ti? „Herr, wo hält sich dieser Ehrwürdige jetzt auf?“
Evaṁ vutte, āyasmā isidatto tuṇhī ahosi. Darauf schwieg Isidatta.
“Ayyo no, bhante, isidatto”ti? „Herr, bist du dieser Isidatta?“
“Evaṁ, gahapatī”ti. „Ja, Hausbesitzer.“
“Abhiramatu, bhante, ayyo isidatto macchikāsaṇḍe. „Herr, ich hoffe, der werte Herr Isidatta ist hier in Macchikāsaṇḍa glücklich,
Ramaṇīyaṁ ambāṭakavanaṁ. denn das Wildmangowäldchen ist entzückend.
Ahaṁ ayyassa isidattassa ussukkaṁ karissāmi cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānan”ti. Ich werde dafür sorgen, dass der werte Herr Isidatta mit Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung ausgestattet ist.“
“Kalyāṇaṁ vuccati, gahapatī”ti. „Es ist schön, dass du das sagst, Hausbesitzer.“
Atha kho citto gahapati āyasmato isidattassa bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā there bhikkhū paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappesi sampavāresi. Und Citta begrüßte die Worte des Ehrwürdigen Isidatta. Dann bewirtete und bediente er die altehrwürdigen Mönche eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.
Atha kho therā bhikkhū bhuttāvino onītapattapāṇino uṭṭhāyāsanā pakkamiṁsu. Als die altehrwürdigen Mönche gegessen und Hand und Schale gewaschen hatten, erhoben sie sich von ihren Sitzen und gingen.
Atha kho āyasmā thero āyasmantaṁ isidattaṁ etadavoca: Und der Altehrwürdige sagte zum Ehrwürdigen Isidatta:
“sādhu kho taṁ, āvuso isidatta, eso pañho paṭibhāsi. „Isidatta, es war gut, dass dir eine Antwort auf diese Frage einfiel, denn mir fiel keine ein.
Neso pañho maṁ paṭibhāsi.
Tenahāvuso isidatta, yadā aññathāpi evarūpo pañho āgaccheyya, taññevettha paṭibhāseyyā”ti. Wenn also eine ähnliche Frage aufkommt, sollst du antworten, wie es dir einfällt.“
Atha kho āyasmā isidatto senāsanaṁ saṁsāmetvā pattacīvaramādāya macchikāsaṇḍamhā pakkāmi. Aber Isidatta brachte seine Unterkunft in Ordnung, nahm Schale und Robe, verließ Macchikāsaṇḍa
Yaṁ macchikāsaṇḍamhā pakkāmi, tathā pakkantova ahosi, na puna paccāgacchīti. und kam nie mehr zurück.
Tatiyaṁ.