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Saṁyutta Nikāya 41.8 Verbundene Lehrreden 41.8

1. Cittavagga 1. Das Kapitel mit Citta

Nigaṇṭhanāṭaputtasutta Der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika

Tena kho pana samayena nigaṇṭho nāṭaputto macchikāsaṇḍaṁ anuppatto hoti mahatiyā nigaṇṭhaparisāya saddhiṁ. Zu dieser Zeit nun war der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika zusammen mit einer großen Gruppe von Jaina-Asketen in Macchikāsaṇḍa angekommen.

Assosi kho citto gahapati: “nigaṇṭho kira nāṭaputto macchikāsaṇḍaṁ anuppatto mahatiyā nigaṇṭhaparisāya saddhin”ti. Der Hausbesitzer Citta hörte von ihrer Ankunft.

Atha kho citto gahapati sambahulehi upāsakehi saddhiṁ yena nigaṇṭho nāṭaputto tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā nigaṇṭhena nāṭaputtena saddhiṁ sammodi. Zusammen mit mehreren Laienschülern ging er zu dem Jaina Ñātika und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinnaṁ kho cittaṁ gahapatiṁ nigaṇṭho nāṭaputto etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin. Der Jaina Ñātika sagte zu ihm:

“saddahasi tvaṁ, gahapati, samaṇassa gotamassa—„Hausbesitzer, glaubst du an die Behauptung des Asketen Gotama,

atthi avitakko avicāro samādhi, atthi vitakkavicārānaṁ nirodho”ti? dass es einen Versenkungszustand gibt, in dem man den Geist nicht ausrichtet oder hält; dass es ein Aufhören des Ausrichtens und Haltens des Geistes gibt?“

“Na khvāhaṁ ettha, bhante, bhagavato saddhāya gacchāmi. „Herr, in diesem Fall stütze ich mich nicht auf Glauben an die Behauptung des Buddha,

Atthi avitakko avicāro samādhi, atthi vitakkavicārānaṁ nirodho”ti. dass es einen Versenkungszustand gibt, in dem man den Geist nicht ausrichtet oder hält; dass es ein Aufhören des Ausrichtens und Haltens des Geistes gibt.“

Evaṁ vutte, nigaṇṭho nāṭaputto ulloketvā etadavoca: Daraufhin blickte der Jaina Ñātika zu seiner Versammlung auf und sagte:

“idaṁ bhavanto passantu, yāva ujuko cāyaṁ citto gahapati, yāva asaṭho cāyaṁ citto gahapati, yāva amāyāvī cāyaṁ citto gahapati, vātaṁ vā so jālena bādhetabbaṁ maññeyya, yo vitakkavicāre nirodhetabbaṁ maññeyya, sakamuṭṭhinā vā so gaṅgāya sotaṁ āvāretabbaṁ maññeyya, yo vitakkavicāre nirodhetabbaṁ maññeyyā”ti. „Seht, gute Herren, wie aufrichtig der Hausbesitzer Citta ist! Er ist überhaupt nicht verschlagen oder hinterhältig. Sich vorzustellen, man könnte aufhören, den Geist auszurichten und zu halten, wäre wie sich vorzustellen, man könnte den Wind in einem Netz fangen oder den Ganges mit seiner Hand zurückhalten.“

“Taṁ kiṁ maññasi, bhante, „Was denkst du, Herr?

katamaṁ nu kho paṇītataraṁ—ñāṇaṁ vā saddhā vā”ti? Was ist besser: Erkenntnis oder Glaube?“

“Saddhāya kho, gahapati, ñāṇaṁyeva paṇītataran”ti. „Erkenntnis ist sicherlich besser als Glaube, Hausbesitzer.“

“Ahaṁ kho, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. „Nun, Herr, wann immer ich will, trete ich, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweile darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.

Ahaṁ kho, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Wann immer ich will, trete ich, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt,in die zweite Vertiefung ein und verweile darin …

Ahaṁ kho, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Wann immer ich will, trete ich, mit dem Schwinden der Ekstase, in die dritte Vertiefung ein und verweile darin …

Ahaṁ kho, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Und wann immer ich will, trete ich, indem ich Glück und Schmerz aufgebe, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, in die vierte Vertiefung ein und verweile darin …

Na so khvāhaṁ, bhante, evaṁ jānanto evaṁ passanto kassa aññassa samaṇassa vā brāhmaṇassa vā saddhāya gamissāmi? Daher, Herr, kenne und sehe ich dies; warum sollte ich mich auf den Glauben an einen anderen Asketen oder Brahmanen stützen, der behauptet,

Atthi avitakko avicāro samādhi, atthi vitakkavicārānaṁ nirodho”ti. dass es einen Versenkungszustand gibt, in dem man den Geist nicht ausrichtet oder hält; dass es ein Aufhören des Ausrichtens und Haltens des Geistes gibt?“

Evaṁ vutte, nigaṇṭho nāṭaputto sakaṁ parisaṁ apaloketvā etadavoca: Daraufhin blickte der Jaina Ñātika seine Versammlung misstrauisch an und sagte:

“idaṁ bhavanto passantu, yāva anujuko cāyaṁ citto gahapati, yāva saṭho cāyaṁ citto gahapati, yāva māyāvī cāyaṁ citto gahapatī”ti. „Seht, gute Herren, wie unaufrichtig der Hausbesitzer Citta ist! Er ist so verschlagen und hinterhältig!“

“Idāneva kho te mayaṁ, bhante, bhāsitaṁ: „Herr, gerade habe ich dich so verstanden:

‘evaṁ ājānāma idaṁ bhavanto passantu, yāva ujuko cāyaṁ citto gahapati, yāva asaṭho cāyaṁ citto gahapati, yāva amāyāvī cāyaṁ citto gahapatī’ti. ‚Seht, gute Herren, wie aufrichtig der Hausbesitzer Citta ist! Er ist überhaupt nicht verschlagen oder hinterhältig.‘

Idāneva ca pana mayaṁ, bhante, bhāsitaṁ: Aber dann verstehe ich dich so:

‘evaṁ ājānāma idaṁ bhavanto passantu, yāva anujuko cāyaṁ citto gahapati, yāva saṭho cāyaṁ citto gahapati, yāva māyāvī cāyaṁ citto gahapatī’ti. ‚Seht, gute Herren, wie unaufrichtig der Hausbesitzer Citta ist! Er ist so verschlagen und hinterhältig!‘

Sace te, bhante, purimaṁ saccaṁ, pacchimaṁ te micchā. Wenn deine erste Aussage richtig ist, ist die zweite falsch.

Sace pana te, bhante, purimaṁ micchā, pacchimaṁ te saccaṁ. Wenn deine erste Aussage falsch ist, ist die zweite richtig.

Ime kho pana, bhante, dasa sahadhammikā pañhā āgacchanti. Außerdem, Herr, kommen zehn berechtige Fragen zum Tragen.

Yadā nesaṁ atthaṁ ājāneyyāsi, atha maṁ paṭihareyyāsi saddhiṁ nigaṇṭhaparisāya. Wenn du verstehst, was sie bedeuten, dann könnt ihr, du und deine Versammlung von Jaina-Asketen, mich widerlegen:

Eko pañho, eko uddeso, ekaṁ veyyākaraṇaṁ. ‚Ein Ding: Frage, Merksatz und Antwort.

Dve pañhā, dve uddesā, dve veyyākaraṇāni. Zwei …

Tayo pañhā, tayo uddesā, tīṇi veyyākaraṇāni. drei …

Cattāro pañhā, cattāro uddesā, cattāri veyyākaraṇāni. vier …

Pañca pañhā, pañca uddesā, pañca veyyākaraṇāni. fünf …

Cha pañhā, cha uddesā, cha veyyākaraṇāni. sechs …

Satta pañhā, satta uddesā, satta veyyākaraṇāni. sieben …

Aṭṭha pañhā, aṭṭha uddesā, aṭṭha veyyākaraṇāni. acht …

Nava pañhā, nava uddesā, nava veyyākaraṇāni. neun …

Dasa pañhā, dasa uddesā, dasa veyyākaraṇānī”ti. zehn Dinge: Frage, Merksatz und Antwort.‘“

Atha kho citto gahapati nigaṇṭhaṁ nāṭaputtaṁ ime dasa sahadhammike pañhe āpucchitvā uṭṭhāyāsanā pakkāmīti. Dann erhob sich Citta von seinem Sitz und ging, ohne dem Jaina Ñātika diese zehn berechtigten Fragen zu stellen.

Aṭṭhamaṁ.
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