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Saṁyutta Nikāya 41.9 Verbundene Lehrreden 41.9
1. Cittavagga 1. Das Kapitel mit Citta
Acelakassapasutta Mit Kassapa, dem nackten Asketen
Tena kho pana samayena acelo kassapo macchikāsaṇḍaṁ anuppatto hoti cittassa gahapatino purāṇagihisahāyo. Zu dieser Zeit nun war der nackte Asket Kassapa, ein alter Freund Cittas im Laienleben, in Macchikāsaṇḍa angekommen.
Assosi kho citto gahapati: “acelo kira kassapo macchikāsaṇḍaṁ anuppatto amhākaṁ purāṇagihisahāyo”ti. Der Hausbesitzer Citta hörte von seiner Ankunft.
Atha kho citto gahapati yena acelo kassapo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā acelena kassapena saddhiṁ sammodi. Da ging er zu ihm und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho citto gahapati acelaṁ kassapaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu dem nackten Asketen Kassapa:
“kīvaciraṁ pabbajitassa, bhante kassapā”ti? „Ehrenwerter Kassapa, wie lange ist es her, dass du fortgezogen bist?“
“Tiṁsamattāni kho me, gahapati, vassāni pabbajitassā”ti. „Es sind dreißig Jahre her, Hausbesitzer.“
“Imehi pana te, bhante, tiṁsamattehi vassehi atthi koci uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanaviseso adhigato phāsuvihāro”ti? „Aber Herr, hast du in diesen dreißig Jahren irgendeinen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreicht, der der Edlen würdig ist, eine unbeschwerte Meditation?“
“Imehi kho me, gahapati, tiṁsamattehi vassehi pabbajitassa natthi koci uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanaviseso adhigato phāsuvihāro, aññatra naggeyyā ca muṇḍeyyā ca pāvaḷanipphoṭanāya cā”ti. „Ich habe keinen solchen Zustand erreicht, Hausbesitzer, nur Nacktheit, Kahlköpfigkeit und Tritte in den Hintern.“
Evaṁ vutte, citto gahapati acelaṁ kassapaṁ etadavoca: Darauf sagte Citta:
“acchariyaṁ vata, bho, abbhutaṁ vata, bho. „Wie unglaublich! Wie erstaunlich!
Dhammassa svākkhātatā yatra hi nāma tiṁsamattehi vassehi na koci uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanaviseso adhigato abhavissa phāsuvihāro, aññatra naggeyyā ca muṇḍeyyā ca pāvaḷanipphoṭanāya cā”ti. Wie gut die Lehre erklärt ist! Denn in dreißig Jahren hast du keinen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreicht, der der Edlen würdig ist, keine unbeschwerte Meditation, nur Nacktheit, Kahlköpfigkeit und Tritte in den Hintern.“
“Tuyhaṁ pana, gahapati, kīvaciraṁ upāsakattaṁ upagatassā”ti? „Aber Hausbesitzer, wie lange bist du schon ein Laienschüler?“
“Mayhampi kho pana, bhante, tiṁsamattāni vassāni upāsakattaṁ upagatassā”ti. „Es sind dreißig Jahre, Herr.“
“Imehi pana te, gahapati, tiṁsamattehi vassehi atthi koci uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanaviseso adhigato phāsuvihāro”ti? „Aber Hausbesitzer, hast du in diesen dreißig Jahren irgendeinen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreicht, der der Edlen würdig ist, eine unbeschwerte Meditation?“
“Gihinopi siyā, bhante. „Wie sollte ich nicht, Herr?
Ahañhi, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Denn wann immer ich will, trete ich, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweile darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.
Ahañhi, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, vitakkavicārānaṁ vūpasamā … dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Wann immer ich will, trete ich, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweile darin …
Ahañhi, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Wann immer ich will, trete ich, mit dem Schwinden der Ekstase, in die dritte Vertiefung ein und verweile darin …
Ahañhi, bhante, yāvadeva ākaṅkhāmi, sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Und wann immer ich will, trete ich, indem ich Glück und Schmerz aufgebe, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, in die vierte Vertiefung ein und verweile darin …
Sace kho panāhaṁ, bhante, bhagavato paṭhamataraṁ kālaṁ kareyyaṁ, anacchariyaṁ kho panetaṁ yaṁ maṁ bhagavā evaṁ byākareyya: Wenn ich vor dem Buddha sterbe, wäre es nicht überraschend, wenn der Buddha über mich erklären würde:
‘natthi taṁ saṁyojanaṁ yena saṁyojanena saṁyutto citto gahapati puna imaṁ lokaṁ āgaccheyyā’”ti. ‚Der Hausbesitzer Citta ist von keiner Fessel gebunden, die ihn zu dieser Welt zurückbringen könnte.‘“
Evaṁ vutte, acelo kassapo cittaṁ gahapatiṁ etadavoca: Daraufhin sagte Kassapa zu Citta:
“acchariyaṁ vata bho, abbhutaṁ vata bho. „Wie unglaublich! Wie erstaunlich!
Dhammassa svākkhātatā, yatra hi nāma gihī odātavasano evarūpaṁ uttari manussadhammā alamariyañāṇadassanavisesaṁ adhigamissati phāsuvihāraṁ. Wie gut die Lehre erklärt ist! Denn ein weiß gekleideter Laie kann solch einen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreichen, der der Edlen würdig ist, eine unbeschwerte Meditation.
Labheyyāhaṁ, gahapati, imasmiṁ dhammavinaye pabbajjaṁ, labheyyaṁ upasampadan”ti. Hausbesitzer, darf ich in dieser Lehre und Schulung die Weihe des Fortziehens erhalten, die Ordination?“
Atha kho citto gahapati acelaṁ kassapaṁ ādāya yena therā bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā there bhikkhū etadavoca: Da nahm der Hausbesitzer Citta den nackten Asketen Kassapa mit zu den altehrwürdigen Mönchen und sagte zu ihnen:
“ayaṁ, bhante, acelo kassapo amhākaṁ purāṇagihisahāyo. „Ihr Herren, das ist der nackte Asket Kassapa, ein alter Freund von mir im Laienleben.
Imaṁ therā pabbājentu upasampādentu. Dass die altehrwürdigen Mönche ihm doch die Weihe des Fortziehens geben, die Ordination.
Ahamassa ussukkaṁ karissāmi cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārānan”ti. Ich werde dafür sorgen, dass er mit Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung ausgestattet ist.“
Alattha kho acelo kassapo imasmiṁ dhammavinaye pabbajjaṁ, alattha upasampadaṁ. Und der nackte Asket Kassapa erhielt in dieser Lehre und Schulung die Weihe des Fortziehens, die Ordination.
Acirūpasampanno ca panāyasmā kassapo eko vūpakaṭṭho appamatto ātāpī pahitatto viharanto nacirasseva—yassatthāya kulaputtā sammadeva agārasmā anagāriyaṁ pabbajanti, tadanuttaraṁ—brahmacariyapariyosānaṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihāsi. Nicht lange nach seiner Ordination gelangte der Ehrwürdige Kassapa, als er allein lebte, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Er lebte an dem Ziel, das er durch eigene Einsicht erkannt hatte, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.
“Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā”ti abbhaññāsi. Er verstand: „Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.“
Aññataro ca panāyasmā kassapo arahataṁ ahosīti. Und der Ehrwürdige Kassapa wurde einer der Vollendeten.
Navamaṁ.