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Saṁyutta Nikāya 54.9 Verbundene Lehrreden 54.9
1. Ekadhammavagga 1. Das Kapitel über ein Ding
Vesālīsutta In Vesālī
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā vesāliyaṁ viharati mahāvane kūṭāgārasālāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.
Tena kho pana samayena bhagavā bhikkhūnaṁ anekapariyāyena asubhakathaṁ katheti, asubhāya vaṇṇaṁ bhāsati, asubhabhāvanāya vaṇṇaṁ bhāsati. Da sprach der Buddha zu dieser Zeit auf vielerlei Art zu den Mönchen und Nonnen über die Meditation über das Abstoßende. Er pries die Meditation über das Abstoßende und ihre Entfaltung.
Atha kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Dann sagte der Buddha zu den Mönchen und Nonnen:
“icchāmahaṁ, bhikkhave, aḍḍhamāsaṁ paṭisallīyituṁ. „Mönche und Nonnen, ich wünsche, für einen halben Monat in Klausur zu gehen.
Nāmhi kenaci upasaṅkamitabbo, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakenā”ti. Niemand soll sich mir nähern außer dem, der mir Almosen bringt.“
“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paṭissutvā nāssudha koci bhagavantaṁ upasaṅkamati, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakena. „Ja, Herr“, antworteten jene Mönche und Nonnen. Und niemand näherte sich ihm außer dem, der ihm Almosen brachte.
Atha kho te bhikkhū: Da dachten diese Mönche und Nonnen:
“bhagavā anekapariyāyena asubhakathaṁ katheti, asubhāya vaṇṇaṁ bhāsati, asubhabhāvanāya vaṇṇaṁ bhāsatī”ti anekākāravokāraṁ asubhabhāvanānuyogamanuyuttā viharanti. „Der Buddha sprach auf vielerlei Art über die Meditation über das Abstoßende. Er pries die Meditation über das Abstoßende und ihre Entfaltung.“ Sie weihten sich der Entfaltung der vielen verschiedenen Facetten der Meditation über das Abstoßende.
Te iminā kāyena aṭṭīyamānā harāyamānā jigucchamānā satthahārakaṁ pariyesanti. Da wurden sie von diesem Körper entsetzt, abgestoßen und angewidert und sahen sich nach jemandem um, der ihnen das Leben nehmen würde.
Dasapi bhikkhū ekāhena satthaṁ āharanti, vīsampi …pe… tiṁsampi bhikkhū ekāhena satthaṁ āharanti. Jeden Tag nahmen sich zehn, zwanzig oder dreißig Mönche oder Nonnen das Leben.
Atha kho bhagavā tassa aḍḍhamāsassa accayena paṭisallānā vuṭṭhito āyasmantaṁ ānandaṁ āmantesi: Als dann ein halber Monat vergangen war, kam der Buddha aus seiner Klausur und wandte sich an Ānanda:
“kiṁ nu kho, ānanda, tanubhūto viya bhikkhusaṅgho”ti? „Ānanda, warum erscheint der Saṅgha der Mönche und Nonnen so gelichtet?“
“Tathā hi pana, bhante, ‘bhagavā bhikkhūnaṁ anekapariyāyena asubhakathaṁ katheti, asubhāya vaṇṇaṁ bhāsati, asubhabhāvanāya vaṇṇaṁ bhāsatī’ti anekākāravokāraṁ asubhabhāvanānuyogamanuyuttā viharanti. Ānanda berichtete dem Buddha, was sich zugetragen hatte, und sagte:
Te iminā kāyena aṭṭīyamānā harāyamānā jigucchamānā satthahārakaṁ pariyesanti.
Dasapi bhikkhū ekāhena satthaṁ āharanti, vīsampi bhikkhū … tiṁsampi bhikkhū ekāhena satthaṁ āharanti.
Sādhu, bhante, bhagavā aññaṁ pariyāyaṁ ācikkhatu yathāyaṁ bhikkhusaṅgho aññāya saṇṭhaheyyā”ti. „Herr, bitte erkläre einen anderen Weg, wie der Saṅgha der Mönche und Nonnen zur Erleuchtung gelangen kann.“
“Tenahānanda, yāvatikā bhikkhū vesāliṁ upanissāya viharanti te sabbe upaṭṭhānasālāyaṁ sannipātehī”ti. „Nun, Ānanda, rufe alle Mönche und Nonnen, die in der Umgebung von Vesālī leben, in der Versammlungshalle zusammen.“
“Evaṁ, bhante”ti kho āyasmā ānando bhagavato paṭissutvā yāvatikā bhikkhū vesāliṁ upanissāya viharanti te sabbe upaṭṭhānasālāyaṁ sannipātetvā yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ etadavoca: „Ja, Herr“, antwortete Ānanda. Er tat wie vom Buddha geheißen. Dann ging er zu ihm zurück und sagte:
“sannipatito, bhante, bhikkhusaṅgho. „Herr, der Saṅgha der Mönche und Nonnen ist versammelt.
Yassadāni, bhante, bhagavā kālaṁ maññatī”ti. Bitte, Herr, geh nach deinem Belieben.“
Atha kho bhagavā yena upaṭṭhānasālā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi. Da ging der Buddha zur Versammlungshalle, setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz
Nisajja kho bhagavā bhikkhū āmantesi: und wandte sich an die Mönche und Nonnen:
“ayampi kho, bhikkhave, ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato santo ceva paṇīto ca asecanako ca sukho ca vihāro uppannuppanne ca pāpake akusale dhamme ṭhānaso antaradhāpeti vūpasameti. „Mönche und Nonnen, wenn diese Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem entwickelt und gemehrt wird, ist sie friedvoll und erlesen, eine köstlich selige Meditation. Und sie löst untaugliche Eigenschaften auf der Stelle auf und beruhigt sie, wann immer sie aufkommen.
Seyyathāpi, bhikkhave, gimhānaṁ pacchime māse ūhataṁ rajojallaṁ, tamenaṁ mahāakālamegho ṭhānaso antaradhāpeti vūpasameti; Wie wenn im letzten Sommermonat Staub und Schmutz aufgewirbelt sind und ein unerwartetes großes Unwetter löst sie auf der Stelle auf und beruhigt sie –
evameva kho, bhikkhave, ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato santo ceva paṇīto ca asecanako ca sukho ca vihāro uppannuppanne ca pāpake akusale dhamme ṭhānaso antaradhāpeti vūpasameti. ebenso ist Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem, wenn sie entwickelt und gemehrt wird, friedvoll und erlesen, eine köstlich selige Meditation. Und sie löst untaugliche Eigenschaften auf der Stelle auf und beruhigt sie, wann immer sie aufkommen.
Kathaṁ bhāvito ca, bhikkhave, ānāpānassatisamādhi kathaṁ bahulīkato santo ceva paṇīto ca asecanako ca sukho ca vihāro uppannuppanne ca pāpake akusale dhamme ṭhānaso antaradhāpeti vūpasameti? Und wie wird Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem entwickelt und gemehrt, sodass sie friedvoll und erlesen ist, eine köstlich selige Meditation; und dass sie untaugliche Eigenschaften auf der Stelle auflöst und beruhigt, wann immer sie aufkommen?
Idha, bhikkhave, bhikkhu araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, setzt sich dort mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So satova assasati, satova passasati …pe… Ganz achtsam atmet er ein. Achtsam atmet er aus. …
‘paṭinissaggānupassī assasissāmī’ti sikkhati, ‘paṭinissaggānupassī passasissāmī’ti sikkhati. Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen das Loslassen beobachten.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen das Loslassen beobachten.‘
Evaṁ bhāvito kho, bhikkhave, ānāpānassatisamādhi evaṁ bahulīkato santo ceva paṇīto ca asecanako ca sukho ca vihāro uppannuppanne ca pāpake akusale dhamme ṭhānaso antaradhāpeti vūpasametī”ti. So wird Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem entwickelt und gemehrt, sodass sie friedvoll und erlesen ist, eine köstlich selige Meditation; und dass sie untaugliche Eigenschaften auf der Stelle auflöst und beruhigt, wann immer sie aufkommen.“
Navamaṁ.