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Saṁyutta Nikāya 54.11 Verbundene Lehrreden 54.11

2. Dutiyavagga 2. Das zweite Kapitel

Icchānaṅgalasutta Icchānaṅgala

Ekaṁ samayaṁ bhagavā icchānaṅgale viharati icchānaṅgalavanasaṇḍe. Einmal hielt sich der Buddha in einem Wald bei Icchānaṅgala auf.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte er sich an die Mönche und Nonnen:

“icchāmahaṁ, bhikkhave, temāsaṁ paṭisallīyituṁ. „Mönche und Nonnen, ich wünsche, für drei Monate in Klausur zu gehen.

Nāmhi kenaci upasaṅkamitabbo, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakenā”ti. Niemand soll sich mir nähern außer dem, der mir Almosen bringt.“

“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paṭissutvā nāssudha koci bhagavantaṁ upasaṅkamati, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakena. „Ja, Herr“, antworteten jene Mönche und Nonnen. Und niemand näherte sich ihm außer dem, der ihm Almosen brachte.

Atha kho bhagavā tassa temāsassa accayena paṭisallānā vuṭṭhito bhikkhū āmantesi: Und nachdem drei Monate vergangen waren, kam der Buddha aus seiner Klausur und wandte sich an die Mönche und Nonnen:

“sace kho, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ puccheyyuṁ: „Mönche und Nonnen, wenn Wanderer anderer Konfessionen euch fragen würden:

‘katamenāvuso, vihārena samaṇo gotamo vassāvāsaṁ bahulaṁ vihāsī’ti, evaṁ puṭṭhā tumhe, bhikkhave, tesaṁ aññatitthiyānaṁ paribbājakānaṁ evaṁ byākareyyātha: ‚Geehrte, was war die gewöhnliche Meditation des Asketen Gotama während des Regenzeitaufenthalts?‘, so solltet ihr ihnen antworten:

‘ānāpānassatisamādhinā kho, āvuso, bhagavā vassāvāsaṁ bahulaṁ vihāsī’ti. ‚Geehrte, die gewöhnliche Meditation des Asketen Gotama während des Regenzeitaufenthalts war die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.‘

Idhāhaṁ, bhikkhave, sato assasāmi, sato passasāmi. In dieser Hinsicht atme ich achtsam ein. Achtsam atme ich aus.

Dīghaṁ assasanto ‘dīghaṁ assasāmī’ti pajānāmi, dīghaṁ passasanto ‘dīghaṁ passasāmī’ti pajānāmi; Wenn ich schwer einatme, weiß ich: ‚Ich atme schwer ein.‘ Wenn ich schwer ausatme, weiß ich: ‚Ich atme schwer aus.‘

rassaṁ assasanto ‘rassaṁ assasāmī’ti pajānāmi, rassaṁ passasanto ‘rassaṁ passasāmī’ti pajānāmi; Wenn ich leicht einatme, weiß ich: ‚Ich atme leicht ein.‘ Wenn ich leicht ausatme, weiß ich: ‚Ich atme leicht aus.‘

‘sabbakāyappaṭisaṁvedī assasissāmī’ti pajānāmi …pe… Ich weiß: ‚Ich werde beim Einatmen den ganzen Körper spüren.‘ Ich weiß: ‚Ich werde beim Ausatmen den ganzen Körper spüren.‘ …

‘paṭinissaggānupassī assasissāmī’ti pajānāmi, ‘paṭinissaggānupassī passasissāmī’ti pajānāmi. Ich weiß: ‚Ich werde beim Einatmen das Loslassen beobachten.‘ Ich weiß: ‚Ich werde beim Ausatmen das Loslassen beobachten.‘

Yañhi taṁ, bhikkhave, sammā vadamāno vadeyya: Denn wenn etwas zu Recht

‘ariyavihāro’ itipi, ‘brahmavihāro’ itipi, ‘tathāgatavihāro’ itipi. ‚eine edle Meditation‘ oder ‚eine göttliche Meditation‘ oder ‚die Meditation eines Klargewordenen‘ genannt wird,

Ānāpānassatisamādhiṁ sammā vadamāno vadeyya: so ist es die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.

‘ariyavihāro’ itipi, ‘brahmavihāro’ itipi, ‘tathāgatavihāro’ itipi.

Ye te, bhikkhave, bhikkhū sekhā appattamānasā anuttaraṁ yogakkhemaṁ patthayamānā viharanti tesaṁ ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato āsavānaṁ khayāya saṁvattati. Für jene Mönche und Nonnen, die in Schulung sind, die ihren Herzenswunsch noch nicht erfüllt haben, doch die so leben, dass sie nach dem unübertrefflichen Refugium vor dem Joch streben, für sie führt das Entwickeln und Mehren der Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem zum Auflösen der Befleckungen.

Ye ca kho te, bhikkhave, bhikkhū arahanto khīṇāsavā vusitavanto katakaraṇīyā ohitabhārā anuppattasadatthā parikkhīṇabhavasaṁyojanā sammadaññāvimuttā, tesaṁ ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato diṭṭhadhammasukhavihārāya ceva saṁvattati satisampajaññāya ca. Für jene Mönche und Nonnen, die vollendet sind, die die Befleckungen aufgelöst, das geistliche Leben erfüllt und getan haben, was zu tun war, die Last abgelegt, ihr eigenes wahres Ziel erreicht, die die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst haben und durch Erleuchtung richtig befreit sind, für sie führt das Entwickeln und Mehren der Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem zu seliger Meditation in diesem Leben und zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.

Yañhi taṁ, bhikkhave, sammā vadamāno vadeyya: Denn wenn etwas zu Recht

‘ariyavihāro’ itipi, ‘brahmavihāro’ itipi, ‘tathāgatavihāro’ itipi. ‚eine edle Meditation‘ oder ‚eine göttliche Meditation‘ oder ‚die Meditation eines Klargewordenen‘ genannt wird,

Ānāpānassatisamādhiṁ sammā vadamāno vadeyya: so ist es die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.“

‘ariyavihāro’ itipi, ‘brahmavihāro’ itipi, ‘tathāgatavihāro’ itipī”ti.

Paṭhamaṁ.
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