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Saṁyutta Nikāya 54.12 Verbundene Lehrreden 54.12
2. Dutiyavagga 2. Das zweite Kapitel
Kaṅkheyyasutta Im Zweifel
Ekaṁ samayaṁ āyasmā lomasakaṁbhiyo sakkesu viharati kapilavatthusmiṁ nigrodhārāme. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Lomasakaṅgiya im Land der Sakyer bei Kapilavatthu auf, im Banyanbaum-Kloster.
Atha kho mahānāmo sakko yenāyasmā lomasakaṁbhiyo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ lomasakaṁbhiyaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho mahānāmo sakko āyasmantaṁ lomasakaṁbhiyaṁ etadavoca: Da ging der Sakyer Mahānāma zum Ehrwürdigen Lomasakaṅgiya, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“so eva nu kho, bhante, sekho vihāro so tathāgatavihāro, udāhu aññova sekho vihāro añño tathāgatavihāro”ti? „Herr, ist die Meditation eines in Schulung Befindlichen genau das Gleiche wie die Meditation eines Klargewordenen? Oder sind die Meditation eines in Schulung Befindlichen und die Meditation eines Klargewordenen verschieden?“
“Na kho, āvuso mahānāma, sveva sekho vihāro, so tathāgatavihāro. „Geehrter Mahānāma, die Meditation eines in Schulung Befindlichen ist nicht das Gleiche wie die Meditation eines Klargewordenen;
Añño kho, āvuso mahānāma, sekho vihāro, añño tathāgatavihāro. die Meditation eines in Schulung Befindlichen und die Meditation eines Klargewordenen sind verschieden.
Ye te, āvuso mahānāma, bhikkhū sekhā appattamānasā anuttaraṁ yogakkhemaṁ patthayamānā viharanti, te pañca nīvaraṇe pahāya viharanti. Jene Mönche und Nonnen, die in Schulung sind, die ihren Herzenswunsch noch nicht erfüllt haben, doch die so leben, dass sie nach dem unübertrefflichen Refugium vor dem Joch streben, sie meditieren, nachdem sie die fünf Hindernisse aufgegeben haben.
Katame pañca? Welche fünf?
Kāmacchandanīvaraṇaṁ pahāya viharanti, byāpādanīvaraṇaṁ …pe… Das Hindernis des sinnlichen Begehrens, des bösen Willens,
thinamiddhanīvaraṇaṁ … der Dumpfheit und Benommenheit,
uddhaccakukkuccanīvaraṇaṁ … der Rastlosigkeit und Reue
vicikicchānīvaraṇaṁ pahāya viharanti. sowie des Zweifels.
Yepi te, āvuso mahānāma, bhikkhū sekhā appattamānasā anuttaraṁ yogakkhemaṁ patthayamānā viharanti, te ime pañca nīvaraṇe pahāya viharanti. Jene Mönche und Nonnen, die in Schulung sind … meditieren, nachdem sie diese fünf Hindernisse aufgegeben haben.
Ye ca kho te, āvuso mahānāma, bhikkhū arahanto khīṇāsavā vusitavanto katakaraṇīyā ohitabhārā anuppattasadatthā parikkhīṇabhavasaṁyojanā sammadaññāvimuttā, tesaṁ pañca nīvaraṇā pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Jene Mönche und Nonnen, die vollendet sind, die die Befleckungen aufgelöst, das geistliche Leben erfüllt und getan haben, was zu tun war, die Last abgelegt, ihr eigenes wahres Ziel erreicht, die die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst haben und durch Erleuchtung richtig befreit sind, bei ihnen sind die fünf Hindernisse an der Wurzel abgeschnitten, sind wie der Stumpf einer Palme, sind ausgelöscht und können sich in Zukunft nicht mehr erheben.
Katame pañca? Welche fünf?
Kāmacchandanīvaraṇaṁ pahīnaṁ ucchinnamūlaṁ tālāvatthukataṁ anabhāvaṅkataṁ āyatiṁ anuppādadhammaṁ; Das Hindernis des sinnlichen Begehrens,
byāpādanīvaraṇaṁ pahīnaṁ …pe… des bösen Willens,
thinamiddhanīvaraṇaṁ … der Dumpfheit und Benommenheit,
uddhaccakukkuccanīvaraṇaṁ … der Rastlosigkeit und Reue
vicikicchānīvaraṇaṁ pahīnaṁ ucchinnamūlaṁ tālāvatthukataṁ anabhāvaṅkataṁ āyatiṁ anuppādadhammaṁ. sowie des Zweifels.
Ye te, āvuso mahānāma, bhikkhū arahanto khīṇāsavā vusitavanto katakaraṇīyā ohitabhārā anuppattasadatthā parikkhīṇabhavasaṁyojanā sammadaññāvimuttā, tesaṁ ime pañca nīvaraṇā pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Jene Mönche und Nonnen, die vollendet sind, die die Befleckungen aufgelöst haben … bei ihnen sind diese fünf Hindernisse an der Wurzel abgeschnitten … und können sich in Zukunft nicht mehr erheben.
Tadamināpetaṁ, āvuso mahānāma, pariyāyena veditabbaṁ yathā—Und hier ist eine andere Art, zu verstehen,
aññova sekho vihāro, añño tathāgatavihāro. inwiefern die Meditation eines in Schulung Befindlichen und die Meditation eines Klargewordenen verschieden sind:
Ekamidaṁ, āvuso mahānāma, samayaṁ bhagavā icchānaṅgale viharati icchānaṅgalavanasaṇḍe. Einmal hielt sich der Buddha in einem Wald bei Icchānaṅgala auf.
Tatra kho, āvuso mahānāma, bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
‘icchāmahaṁ, bhikkhave, temāsaṁ paṭisallīyituṁ. ‚Mönche und Nonnen, ich wünsche, für drei Monate in Klausur zu gehen.
Nāmhi kenaci upasaṅkamitabbo, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakenā’ti. Niemand soll sich mir nähern außer dem, der mir Almosen bringt.‘
‘Evaṁ, bhante’ti kho, āvuso mahānāma, te bhikkhū bhagavato paṭissutvā nāssudha koci bhagavantaṁ upasaṅkamati, aññatra ekena piṇḍapātanīhārakena. ‚Ja, Herr‘, antworteten jene Mönche und Nonnen. Und niemand näherte sich ihm außer dem, der ihm Almosen brachte.
Atha kho, āvuso, bhagavā tassa temāsassa accayena paṭisallānā vuṭṭhito bhikkhū āmantesi: Und nachdem drei Monate vergangen waren, kam der Buddha aus seiner Klausur und wandte sich an die Mönche und Nonnen:
‘sace kho, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ puccheyyuṁ: ‚Mönche und Nonnen, wenn Wanderer anderer Konfessionen euch fragen würden:
“katamenāvuso, vihārena samaṇo gotamo vassāvāsaṁ bahulaṁ vihāsī”ti, evaṁ puṭṭhā tumhe, bhikkhave, tesaṁ aññatitthiyānaṁ paribbājakānaṁ evaṁ byākareyyātha: „Geehrte, was war die gewöhnliche Meditation des Asketen Gotama während des Regenzeitaufenthalts?“, so sollt ihr ihnen antworten:
“ānāpānassatisamādhinā kho, āvuso, bhagavā vassāvāsaṁ bahulaṁ vihāsī”’ti. „Geehrte, die gewöhnliche Meditation des Asketen Gotama während des Regenzeitaufenthalts war die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.“
Idhāhaṁ, bhikkhave, sato assasāmi, sato passasāmi. In dieser Hinsicht atme ich achtsam ein. Achtsam atme ich aus.
Dīghaṁ assasanto dīghaṁ assasāmīti pajānāmi, dīghaṁ passasanto dīghaṁ passasāmīti pajānāmi …pe… Wenn ich schwer einatme, weiß ich: „Ich atme schwer ein.“ Wenn ich schwer ausatme, weiß ich: „Ich atme schwer aus.“ …
paṭinissaggānupassī assasissāmīti pajānāmi, paṭinissaggānupassī passasissāmīti pajānāmi. Ich weiß: „Ich werde beim Einatmen das Loslassen beobachten.“ Ich weiß: „Ich werde beim Ausatmen das Loslassen beobachten.“
Yañhi taṁ, bhikkhave, sammā vadamāno vadeyya—Denn wenn etwas zu Recht
ariyavihāro itipi, brahmavihāro itipi, tathāgatavihāro itipi. „eine edle Meditation“ oder „eine göttliche Meditation“ oder „die Meditation eines Klargewordenen“ genannt wird,
Ānāpānassatisamādhiṁ sammā vadamāno vadeyya—so ist es die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.
ariyavihāro itipi, brahmavihāro itipi, tathāgatavihāro itipi.
Ye te, bhikkhave, bhikkhū sekhā appattamānasā anuttaraṁ yogakkhemaṁ patthayamānā viharanti, tesaṁ ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato āsavānaṁ khayāya saṁvattati. Für jene Mönche und Nonnen, die in Schulung sind, die ihren Herzenswunsch noch nicht erfüllt haben, doch die so leben, dass sie nach dem unübertrefflichen Refugium vor dem Joch streben, für sie führt das Entwickeln und Mehren der Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem zum Auflösen der Befleckungen.
Ye ca kho te, bhikkhave, bhikkhū arahanto khīṇāsavā vusitavanto katakaraṇīyā ohitabhārā anuppattasadatthā parikkhīṇabhavasaṁyojanā sammadaññāvimuttā, tesaṁ ānāpānassatisamādhi bhāvito bahulīkato diṭṭheva dhamme sukhavihārāya ceva saṁvattati satisampajaññāya ca. Für jene Mönche und Nonnen, die vollendet sind, die die Befleckungen aufgelöst, das geistliche Leben erfüllt und getan haben, was zu tun war, die Last abgelegt, ihr eigenes wahres Ziel erreicht, die die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst haben und durch Erleuchtung richtig befreit sind, für sie führt das Entwickeln und Mehren der Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem zu seliger Meditation in eben diesem Leben und zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.
Yañhi taṁ, bhikkhave, sammā vadamāno vadeyya—Denn wenn etwas zu Recht
ariyavihāro itipi, brahmavihāro itipi, tathāgatavihāro itipi. „eine edle Meditation“ oder „eine göttliche Meditation“ oder „die Meditation eines Klargewordenen“ genannt wird,
Ānāpānassatisamādhiṁ sammā vadamāno vadeyya—so ist es die Versenkung durch Achtsamkeit auf den Atem.‘
ariyavihāro itipi, brahmavihāro itipi, tathāgatavihāro itipīti.
Iminā kho etaṁ, āvuso mahānāma, pariyāyena veditabbaṁ, yathā—Das ist eine andere Art, zu verstehen,
aññova sekho vihāro, añño tathāgatavihāro”ti. inwiefern die Meditation eines in Schulung Befindlichen und die Meditation eines Klargewordenen verschieden sind.“
Dutiyaṁ.